Fußball-Zweitligist VfL Bochum ist seit vier Spielen ohne Niederlage. Verteidiger Maxim Leitsch und Kapitän Anthony Losilla erklären, warum das Team gefestigt ist.

2. Bundesliga

Warum der VfL Bochum stabiler steht

Dominik Hamers
21. Mai 2020, 20:00 Uhr
Der VfL Bochum zeigte zuletzt eine starke Leistung. Foto: firo

Der VfL Bochum zeigte zuletzt eine starke Leistung. Foto: firo

Fußball-Zweitligist VfL Bochum ist seit vier Spielen ohne Niederlage. Verteidiger Maxim Leitsch und Kapitän Anthony Losilla erklären, warum das Team gefestigt ist.

In der Rückblende wirkt die Aussage von Peter Közle etwas martialisch. Der frühere Profi des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum hatte mit Blick auf den Wiederbeginn der 2. Bundesliga sowie die zu diesem Zeitpunkt äußerst bescheidene Lage des Traditionsklubs gesagt: „Thomas Reis hat ein Himmelfahrtskommando übernommen.“ Diese Aussage würde der 52-Jährige nach dem 3:0-Sieg über den 1. FC Heidenheim am vergangenen Samstag nicht wiederholen. Vor dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC (Sonntag, 13.30 Uhr) zeigt der VfL ein ganz anderes Gesicht.

Vier Spiele hat die Reis-Elf zuletzt nicht verloren, gewann dabei auch gegen Schlusslicht Dresden. Dass es in Karlsruhe eine Niederlage geben wird, ist - statistisch betrachtet - unwahrscheinlich. Denn in den vergangenen zwölf Partien gab es insgesamt zehn Remis, zuletzt trennten sich die Teams viermal in Folge unentschieden. Doch der VfL will mehr: „Wir haben vier Spiele in Folge nicht verloren. Das war wirklich wichtig, darauf wollen wir aufbauen“, sagt Robert Tesche.

Fokussierung auf Defensive trägt beim VfL Bochum Früchte

Auf der Suche nach Gründen für die Stabilisierung des Teams ist Abwehrspieler Maxim Leitsch behilflich. Der 22-Jährige stand beim 3:0-Sieg gegen Heidenheim über die vollen 90 Minuten auf dem Platz und stellte fest: „Wir stehen hinten sicher, stabiler. Jedes Spiel, in dem die Absprachen funktionieren und wir besser aufeinander abgestimmt sind, kommt uns zugute.“ In den letzten Spielen habe das gut geklappt.

Für Kapitän Anthony Losilla war diese Umstellung bitter notwendig. Der Routinier stellt klar: „Wir wussten, dass wir in der Hinrunde zu viele Gegentore kassiert haben. Deshalb haben wir uns auf den defensiven Aspekt fokussiert. Seitdem funktioniert es besser.“

Doch am Sonntag ist in Karlsruhe Vorsicht geboten: KSC-Stürmer Philipp Hofmann war in den vergangenen fünf Spielen gegen den VfL an fünf Toren beteiligt - vier davon schoss er selbst. Dem zwölfmaligen Torschützen hat die Corona-Pause offenbar nicht geschadet. Gleich beim Wiederbeginn gegen Darmstadt 98 traf er zur 1:0-Führung. 

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