Wahnsinn, was das bei den Sportfreunden abging. Niederwenigern war in der Landesliga Niederrhein II am Boden, kam zurück und feiert am Ende einen 5:3-Sieg in Liverpool-Manier gegen Hönnepel-Niedermörmter. Noch besser. Der direkte Konkurrent aus Sonsbeck patzte. Die Oberliga rückt näher. 

LL NR 2

Irre! Niederwenigern wie Liverpool

Daniel Ferlings
12. Mai 2019, 18:35 Uhr

Foto: Svenja Hanusch

Wahnsinn, was das bei den Sportfreunden abging. Niederwenigern war in der Landesliga Niederrhein II am Boden, kam zurück und feiert am Ende einen 5:3-Sieg in Liverpool-Manier gegen Hönnepel-Niedermörmter. Noch besser. Der direkte Konkurrent aus Sonsbeck patzte. Die Oberliga rückt näher. 



In einem hart umkämpften Spiel waren die Sportfreunde nach einer irren Aufholjagd der Sieger. In der 21. Spielminute gingen die Gäste durch Can Yilmaz in Führung. Mit dem Pausenpfiff erhöhte Hö.-Nie. durch Nils Hermsen zur 2:0-Führung (45.). So wie die erste Halbzeit aufhörte, begann die Zweite: mit einem Tor für die Gäste aus Kalkar. Erneut war es Hermsen, der die Führung ausbaute (46.). 


Dann nahm das Wunder seinen Lauf: Der eingewechselte Marc Andre Gotzeina leitete mit seinem Tor zum 1:3 die Kehrtwende ein (62.). In der 77. Spielminute war es Torjäger Max Golz, der zum 2:3-Anschlusstreffer traf. Danach ging es Schlag auf Schlag. Zunächst war es erneut Gotzeina, der per Elfmeter den Ausgleichstreffer erzielte (80.), gefolgt vom zweiten Treffer  von Golz und der erstmaligen Führung für die Hausherren (85.). In der Nachspielzeit traf dann noch Florian Machtemes zum 5:3-Endstand.

Gäste-Trainer Thomas von Kuczkowski war nach dem Abpfiff bedient: „In den ersten 65 Minuten haben wir alles richtig gemacht. Unser Plan ist zu 100 Prozent aufgegangen. Wir sind den Gegner mit zwei Spitzen angelaufen und haben die Innenverteidiger zugestellt. Die hatten keine Lösungsmöglichkeiten. Vielleicht hätten wir vor der Halbzeit das ein oder andere Tor mehr machen müssen. Beim Stand von 1:3 hatten wir gute Möglichkeiten die Führung auszubauen. Das wäre dann der Knock-Out gewesen.“ Für ihn war der Handelfmeter in der 80. Spielminute der entscheidende Faktor, der den Spielverlauf kippte: „Ich verstehe nicht, was sich der Schiri da eingebildet hat, den zu pfeifen. Das kann ich nicht nachvollziehen und es wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben.“

Die Tabelle in der Übersicht

Auf der anderen Seite jubelte Niederwenigerns Coach Jürgen Margref: „Das passiert, wenn die Jungs zu viel Champions League schauen. Nach so einem Spiel geht einem das Herz auf. Ich habe den Jungs schon vor dem Spiel gesagt, dass es so laufen kann. Hö.-Nie. war, obwohl sie da unten drin stehen, in dieser Saison sehr stabil. Wir haben dennoch Moral bewiesen. Die Jungs haben nach der ersten Halbzeit zwar immer noch an sich geglaubt. Aber dann sofort wieder einen Nackenschlag zu kassieren, ist für die meisten Mannschaften das Todesurteil. Nicht aber für unsere Jungs.“ 

Margref bewies in der zweiten Hälfte ein glückliches Händchen und wechselte den stark aufspielenden Gotzeina ein: „Das ist unser großes Plus. Wir können über einen relativ breiten Kader verfügen und jeder hat seine Daseinsberechtigung. Das ist von Vorteil, wenn ich dann noch Jungs einwechseln kann, die noch frisch sind und dazu noch kicken können.“

Tabellarisch konnten die Sportfreunde durch den Sieg den zweiten Tabellenplatz festigen. Durch die Niederlage des direkten Konkurrenten SV Sonsbeck hat Niederwenigern jetzt einen Drei-Punkte-Vorsprung auf die Sonsbecker. Hö.-Nie. hingegen bleibt unverändert auf dem 15. Tabellenplatz steckt weiterhin mitten im Abstiegskampf.  

Autor: Daniel Ferlings

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