Bundesliga

Wagner über Umbau: "Dabei wird einem schwindelig"

11. September 2019, 09:41 Uhr

Foto: firo

Der neue Trainer David Wagner (47) sieht den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 beim Neuaufbau auf einem beschwerlichen Weg. 

„Du bist permanent am Rotieren, dabei wird einem schwindelig“, sagte Wagner im Interview der „Sport Bild“: „Durch die vielen Wechsel in führenden Positionen war hier nicht unbedingt die Atmosphäre von Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen vorhanden. Weil jeder schauen musste: Wie möchte es der Neue haben? Und das permanent in allen Abteilungen. Daraus wächst bei den Spielern und Mitarbeitern sicher nicht die Stärke, die man benötigt, um das beste Leistungsvermögen abrufen zu können.“

Gespräch mit Jürgen Klopp

Dennoch sei er sicher, mit dem Wechsel nach Gelsenkirchen die richtige Entscheidung getroffen zu haben, sagte der Coach. Zuvor hatte sich Wagner, der 1997 zum Kader der „Eurofighter“ gehörte, bei seinem Freund Jürgen Klopp nach dessen Gefühl informiert. „Am Ende hat er nur bestätigt, was mein Gefühl war. Schalke passt zu mir!“ Sein langfristiges Ziel sei es, Schalke nach Rang 14 im Vorjahr „wieder ins internationale Geschäft zurückzuführen. Aber dafür bedarf es Zeit.“ dpa

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11.09.2019 - 22:04 - Alles für Schalke

@ali: Dass bei den Transfers Embolo, Bentaleb, Rudy und Konoblyanka ein Minus generiert wurde (obwohl Bentaleb ja noch da ist....), ist ja hausgemacht. Wir waren nicht gezwungen, die zu verkaufen. Heidel hat eine Top Leistung geliefert. Das unfaire auf ihn einprügeln hat ja schon für seinen Schlaganfall gesorgt. Wir sollten daher damit mal aufhören!

Aus meiner Sicht hätte man die vorgenannten Spieler nicht abgeben dürfen. Embolo wird diese Saison locker 15 Buden machen und ist schon gut eingeschlagen bei BMG. Bei Rudy wird es ähnlich sein, der wird seinem neuen Verein noch gut weiterhelfen. Und auch Bentaleb wird woanders seine Stärken abrufen. Bei Tottenham war er Stammspieler. Bei uns nicht so gut, wie er sein könnte, aber das haben wir die letzten Jahre ja immer so gehabt. Wenn man als Spieler einigermaßen geradeaus denken kann, geht man auf keinen Fall zu Schalke. Hier entwickelt man sich in der Regel zurück. Die einzigen beiden Gründe auf Schalke spielen zu wollen ist die Teilnahme an der CL und das hohe Gehalt. Beides entfällt aktuell, daher finden wir ja auch keine Spieler, die uns weiter bringen. Wir haben auch keinen Magath, der mal eben einen Huntelaar oder Raul aus dem Hut zaubert, sondern wir haben Mittelmaß auf jeder Ebene und einen Patriarchen namens Tönnies, der für all das verantwortlich ist.

Und Wagner ist sympathisch, aber denkt an meine Worte, der hält kein Jahr auf Schalke aus, dafür wird der Würstchenkönig schon sorgen.

Ich sehe das aber nicht so negativ, wie sich das anhören mag. Wir sind mittlerweile ein Ausbildungsverein und eher im Mittelmaß, wir sollten uns orienteieren an Augsburg, Bremen und Freiburg. Die Aktiengesellschaften aus Dortmund und München sind unerreichbar und das auf Jahrzehnte. Aber warum groß rumjammern!? Bringt nix. Einfach akzeptieren und freuen, wenn wir den Großen mal ein Bein stellen können.

Glückauf!

11.09.2019 - 18:27 - Kuk

„Du bist permanent am Rotieren, dabei wird einem schwindelig“ und „Durch die vielen Wechsel in führenden Positionen war hier nicht unbedingt die Atmosphäre von Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen vorhanden...." sind die ersten Sätze von Wagner, die mir nicht gefallen.
> Nach drei BL-Spielen ist der Wagner schon schwindelig - und das trotz respektabler Ergebnisse ? Upps !
> Mit einer Aufbruchstimmung nach einer verkorksten Saisn kann mehr Euphorie entfacht werden als mit "Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen".

11.09.2019 - 15:17 - GSVB

"Aber dafür bedarf es Zeit." Ich möchte hinzufügen: Und Geduld, bei allen!
Ich hoffe, dass er der richtige Trainer ist. Das wird sich aber erst noch zeigen müssen. Dass er die jungen mit einbaut und immer wieder einsetzt, ist schon mal ein gutes Zeichen. Bei Kutucu habe ich den Eindruck, dass er nicht nur immer wieder spielt, weil es keinen anderen gibt sondern weil er sich durch seine Unbekümmertheit die Einsätze auch verdient hat. Hoffentlich wird das langsam mehr.
Glück auf!

11.09.2019 - 13:27 - Außenverteidiger

Befürchte der Trainer ist leider goldwert, genau wie Schneider.

Wieso kein Schalkefan mehr? Euer Peter Peters ist doch maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt. Seit 2004 ist er Mitglied des Aufsichtsrates der DFL, der Vermarktungsgesellschaft der Profivereine. Die Maßgeblich daran beteiligt sind, die Verhältnisse zu manifestieren. (2 feste Ab- und Aufsteiger, Geldverteilung -> Je weniger für die unteren Vereine, desto besser.) Dazu ist er Vizepräsident des Ligaverbandes und auch Vizepräsident und Vorstandsmitglied des DFB.
Mehr Macht in Entwicklungsfragen geht kaum.

11.09.2019 - 13:26 - ali_hb

Schalke hat jahrelang international gespielt und mit Spielerverkäufen und gutem Marketing viel Geld generiert das unter C. Heidel zum großen Teil sinnlos verschleudert wurde. Es sind ca. 35 Mio. € die durch überteuerte und/oder sinnlose Transfers wie Embolo, Bentaleb, Rudy und Konoblyanka verloren gehen bzw. gegangen sind. Dabei hat man die alte Stärke, Talente zu finden und zu entwickeln vernachlässigt. Das dies überhaupt so möglich war, spricht gegen den Aufsichtsrat. S04 hatte vor Heidel mit Horst Held (wenn man Zahlen und sportliche. Erfolge sieht) und Oliver Ruhnert - heute mit kleinem Budget erfolgreicher Manager bei Union - nicht einmal die schlechtesten Leute in der sportlichen Leitung. Ich hoffe S04 hat dazu gelernt. Zumindest bei der Wahl des Trainers scheint das gelungen zu sein.

11.09.2019 - 12:08 - firlefanz1905

Nicht das er selber schneller fliegt als ihm schwindelig werden kann der David.

11.09.2019 - 10:13 - jbtc8564

Langfristig bedeutet bei Schalke ein paar Monate. In den 70er bis Anfang der 2000er Jahre war ich starker Schalke-Fan. Heute beobachte ich Schalke zwar noch mit Interesse, aber nicht mehr mit vollem Herzen. Es geht im gesamten Fußball nur noch um Geld. Kaum zeigt ein Spieler eine überdurchschnittliche Leistung, ist mit ihm nicht mehr planbar, da er weggekauft wird. Ein kontinuierlicher Aufbau ist nur noch großen Vereinen möglich. In Deutschland sind das mit Abstrichen die Bayern. Schalke wird mit dem derzeitigen Kader maximal im Mittelfeld landen. Das bedeutet, keine Einnahmen aus europäischen Wettbewerben, kein Geld für gute Spieler und leider auch kein Interesse, nach Schalke zu wechseln. Ohne millardenschwere Sponsoren geht im europäischen Fußball nicht mehr. Trainer Wagner wird sich in die lange Liste der kurzfristigen Schalke-Trainer einreihen.