Augsburgs Bundesliga-Trainer Heiko Herrlich ist nicht der Erste, der gegen die Regeln zu Corona-Zeiten verstößt. Wie im Falle des Coaches wurde auch schon das Fehlverhalten einiger Profis mit Strafen geahndet.

Regeln gebrochen

Von Kalou über Boateng bis Herrlich: Verstöße gegen Corona-Regeln

15. Mai 2020, 10:07 Uhr
Heiko Herrlich hat Ärger bekommen, weil er sich trotz Quarantäne-Regeln in einen Supermarkt begab. Foto: firo

Heiko Herrlich hat Ärger bekommen, weil er sich trotz Quarantäne-Regeln in einen Supermarkt begab. Foto: firo

Augsburgs Bundesliga-Trainer Heiko Herrlich ist nicht der Erste, der gegen die Regeln zu Corona-Zeiten verstößt. Wie im Falle des Coaches wurde auch schon das Fehlverhalten einiger Profis mit Strafen geahndet.

Dieser Einkauf von Zahnpasta und Hautcreme hat für Heiko Herrlich Konsequenzen. Wegen des Verstoßes gegen die Hygieneregeln in der Hotel-Quarantäne darf der Trainer des FC Augsburg sein neues Team nun am Samstag (15.30 Uhr) nicht im Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg betreuen.

„Ich habe keine Zahnpasta, die ist am Ausgehen, und keine Hautcreme mehr gehabt, und dann bin ich mit meinem Trainingsanzug in der Nähe zu einem Supermarkt gegangen“, berichtete der 48-Jährige von seinem Ausflug in einer Video-Pressekonferenz.

Er ist nicht der Erste, der gegen die strengen Auflagen verstößt und dafür mit Konsequenzen rechnen muss. Einige Beispiele:

SALOMON KALOU: Der 34 Jahre alte Ivorer war erst vor zehn Tagen für seine Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen und Verhaltensregeln bei Hertha BSC suspendiert worden. Kalou hatte in der mit einem Live-Clip aus dem Kabinentrakt des Berliner Bundesligisten offensichtliche Nachlässigkeiten beim Einhalten der Hygienevorschriften dokumentiert und mit den Kollegen über Gehaltsabrechnungen diskutiert. Danach hatte er sich für seine Verhalten entschuldigt.

JÉRÔME BOATENG:
Der 31 Jahre alte Ex-Weltmeister entfernte sich trotz Corona-Ausgangsbeschränkungen von seinem Wohnort München. Er war zu seinem Sohn gefahren. „Ihm ging es gesundheitlich nicht gut. Wenn ein Sohn seinen Vater ruft, dann fahre ich natürlich noch los, egal zu welcher Uhrzeit!“, hatte Boateng erklärt. Vom FC Bayern gab es eine Geldstrafe. „Für ihn nehme ich jede Strafe in Kauf, das ist schließlich mein Sohn. Ich möchte den Vater sehen, der in so einem Moment nicht losfährt, um an der Seite seines vierjährigen Sohnes zu sein. Wenn es dafür dann eine Strafe gibt, dann Respekt. Ich finde das traurig“, hatte der Innenverteidiger betont.

AMINE HARIT: Dem 22-jährigen Marokkaner vom FC Schalke 04 ging es auch ans Geld. Harit hatte sich in einer Shisha-Bar in Essen gemeinsam mit zehn weiteren Personen einen gemütlichen Abend gegönnt. Problem nur: Es herrschten in Nordrhein-Westfalen berits erhebliche Kontaktbeschränkungen. Er wurde bei dem Vorfall nach Ladenschluss von der Polizei erwischt. Die Beamten lösten die unerlaubte Versammlung weit nach Mitternacht auf.

LUKA JOVIC:
Der 22 Jahre alte ehemalige Profi von Eintracht Frankfurt war nach der Aussetzung des Spielbetriebs in Spanien nach Serbien geflogen. Dort sollte sich der Spieler von Real Madrid für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Medienberichten zufolge ging Jovic aber feiern. Deutlich heftiger erwischte es Nationalmannschaftskollege Aleksandar Prijovic (29), der wegen des Verstoßes gegen das Ausgehverbot während der Corona-Krise in Belgrad zu drei Monaten Hausarrest verurteilt wurde.

KYLE WALKER: Der 29-jährige Profi von Manchester City feierte eine Party mit einem Kumpel und zwei Prostituierten, wie eine britische Boulevardzeitung schrieb, und das trotz Ausgangssperre: Sein Verein leitete ein internes Disziplinarverfahren ein. Als „inakzeptabel“ bezeichnete der FC Everton eine Party seines italienischen Profis Moise Kean (20) während des Lockdown. dpa

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15.05.2020 - 12:56 - lapofgods

Oh, hat Rwesport die absurde Herrlich-Story doch noch mitbekommen? Was Herrlich betrifft: Den hätte ich für schlauer gehalten.

15.05.2020 - 11:54 - Außenverteidiger

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft ist der Wohlstand durch und mit Arbeit. Alles andere sattelt darauf auf. Der jetzige Weg ist aus wirtschaftlicher Sicht richtig. Als Fußballfan bin ich für einen Zusammenbruch.
Vorbilder sind was für dumme und ungebildete Menschen. Für alle anderen gibt's Regeln und Gesetze. Die einzuhalten oder zu verändern ist in einer Demokratie wichtig. Um nicht auf die Straße zu pinkeln oder jemanden nicht zu verhauen, brauche ich kein Vorbild, sondern ein Wissen über Recht und Gesetz.
Die jüngeren Leute müssen erzogen werden und nicht schauen, ob sich jemand gut oder schlecht verhält. Vorbilder gehen in gute und/oder schlechte Richtungen.

15.05.2020 - 11:16 - Nathan

Bundesliga Fussball-Spieler und Trainer stehen in der Öffentlichkeit und haben gerade für jüngere Leute eine Vorbildfunktion in der Corona Zeit das gilt aber für alle. Warum soll ich mich daran halten nach mir die Sinnflut. Das ist ein fataler Irrtum selbst bei Kindern wird nicht nur die Lunge geschädigt das Herz und die Nieren sind auch betroffen.
Jeder der das verharmlost sollte sich die Studien in darauf spezialisierten Kliniken ansehen auch Leute ohne Vorerkrankungen sind betroffen.
Respekt und Rücksichtnahme auch gegenüber anderen Menschen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft das sollte jedem zu denken geben.

In diesem Sinne euch allen ein schönes Wochenende und seid vernünftig wenn der Ball Morgen wieder rollt.

15.05.2020 - 10:36 - Außenverteidiger

Bei den Politikern oder Boateng stören mich die Verhaltensweisen. Auf der einen Seite sollen wir uns alle umerziehen und sie selber verhalten sich wie die Axt im Walde. Boatengs Argumente sind zwar menschlich, allerdings haben wir Regeln und Bildung. Beides zusammen sollte in Krisen angewendet werden. Boatengs Argumentation ist ekelhaft und führt zum Populismus. Unter aller Sau. Wenn ich einen Sohn habe, lebt er bei mir oder ich nehme einen Beruf an, der ein Leben mit ihm ermöglicht. Die Berufe unseren Kindern zu vermitteln ist im Sozialstaat eine Erziehungsmaßnahme. Der Preis einer Wohlstandsgesellschaft ist die Fähigkeit Distanz zu schaffen. Beispielsweise durch größeren und getrennten Wohnraum. Unsere Vorfahren lebte in einer Hütte zusammen. Will keiner mehr und dies gilt's seinen Kindern zu vermitteln.

15.05.2020 - 10:14 - Bierchen

Spahn, Bouffier, Braun, Steinmeier, Kramp- Karrenbauer, Ramelow . . . .