Bei Meier-Debüt

Vollath-Patzer raubt KFC den Sieg in Überzahl

Fabian Kleintges-Topoll
09. Februar 2019, 16:00 Uhr

Foto: firo

Der Trainereffekt zeigte bei den Krefeldern noch keine große Wirkung. Nach drei Niederlagen in Folge kam der KFC Uerdingen gegen den TSV 1860 München in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus.


Viel Zeit blieb Uerdingens neuem Trainer Norbert Meier nicht, um die Köpfe seiner Mannschaft nach der verspielten 2:0-Führung in Meppen (2:3) wieder freizubekommen. 


Für Meier war es am Samstag die Rückkehr in sein altes Wohnzimmer, wo er 2005 mit dem MSV Duisburg den Aufstieg in die Bundesliga feierte. Erst acht Tage führt der 60-Jährige das Traineramt des ambitionierten Drittligisten, schon jetzt identifiziert sich Meier aber voll und ganz mit seinem neuen Arbeitgeber. „Das Hinspiel in München haben wir durch den Treffer von Ali Ibrahimaj spät und relativ glücklich mit 1:0 gewonnen“, erinnerte sich der erfahrene Trainer auf seiner Antritt-Pressekonferenz zurück.

Auf die Dienste Ibrahimajs konnte der Nachfolger von Stefan Krämer gegen die Löwen-Elf von Daniel Bierofka allerdings noch nicht zählen. Dafür konnten die Krefelder wieder auf ihren Kapitän bauen, der sich nach seiner schweren Schienbeinverletzung unter der Woche zwar das Nasenbein gebrochen hat, mit einer extra angefertigten Maske allerdings auflaufen konnte. Für den zweiten zuvor langzeitverletzten Rückkehrer Dennis Daube, der mit Problemen an der Patellasehne passen musste, rotierte Meier im Vergleich zum letzten Spieltag Winterneuzugang Adam Matuschyk in die erste Elf. Assani Lukimya wartet weiter auf seine Spielberechtigung.

Vollath-Patzer raubt KFC den Sieg in Überzahl

Das Traditionsduell und Aufeinandertreffen der Investoren Mikhail Ponomarev gegen Hasan Ismaik begann äußerst zäh. Viele Fehlpässe, Stockfehler und wenig Bewegung prägten eine schwache erste Hälfte. In der Kabine schien Norbert Meier dann aber die richtigen Worte gefunden zu haben: Direkt nach Wiederanpfiff brachte Roberto Rodriguez die Krefelder per Abfälscher nach Vorlage von Kevin Großkreutz mit 1:0 in Führung (49.). Der Treffer gab dem KFC keinen Rückenwind, Felix Weber sorgte für den schnellen Münchener Ausgleich (54.) – der sonst so sichere KFC-Keeper René Vollath sah schlecht aus, als er die Flanke vor dem Kopfball durchrutschen ließ.

Der TSV legte insgesamt eine harte Gangart an den Tag, nach dem wiederholtem Foulspiel von Herbert Paul (Gelb-Rot) erspielte sich der KFC in Überzahl ein leichtes Übergewicht - Maximilian Beister und Dominic Maroh verpassten das 2:1 nur knapp. 

Am Ende blieb es bei einer leistungsgerechten Punkteteilung. Turbulente und ereignisreiche Tage an der Grotenburg sind vergangen, sportlich konnte der KFC nicht wirklich für Wiedergutmachung sorgen, um weiter auf Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen bleiben. Am nächsten Samstag geht es für die Meier-Elf nach Großaspach.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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