Fußball-Drittligist VfR Aalen hat sich am Sonntag von seinem Trainer Argirios Giannikis (38) getrennt. Zuvor gab es eine Last-Minute-Pleite gegen den SV Meppen.

Argirios Giannikis

VfR Aalen schmeißt Ex-RWE-Trainer raus

10. Februar 2019, 19:29 Uhr

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Fußball-Drittligist VfR Aalen hat sich am Sonntag von seinem Trainer Argirios Giannikis (38) getrennt. Zuvor gab es eine Last-Minute-Pleite gegen den SV Meppen.

Argirios Giannikis wusste, dass ihm nur noch eine einzige Chance blieb. "Wenn man das Ultimatum sieht, ist es wohl ein richtungsweisendes Spiel für mich", hatte der 38-Jährige gegenüber der "Schwäbischen Post" über die Partie gegen den SV Meppen gesagt. Doch er konnte auch diese letzte Möglichkeit nicht nutzen. Aalen verlor das Heimspiel am Sonntag mit 1:2 (1:1). Deniz Undav schoss die Gäste in der Nachspielzeit zum Sieg und VfR-Trainer Giannikis in die Arbeitslosigkeit.


Denn kurz nach dem Spiel gab das Schlusslicht der 3. Liga bekannt, dass der ehemalige Trainer von Rot-Weiss Essen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden wurde. "Die Gremien des Vereins haben nach der bitteren Niederlage gegen den SV Meppen entschieden, sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Argirios Giannikis zu trennen. Wir waren mit ihm und seiner Arbeit immer sehr zufrieden, allerdings hat uns in den letzten Spielen der sportliche Erfolg und auch das notwendige Glück gefehlt", heißt es in der Stellungnahme des VfR.

Die vorzeitige Trennung zeichnete sich in den letzten Wochen ab. Den letzten Sieg feierte Giannikis mit seiner Mannschaft am 30. September 2018. Es folgten zwölf Spiele ohne Sieg und das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz.

Erst vor der Saison hatte der Fußballlehrer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 bei den Schwaben unterschrieben. Zwischen Oktober 2017 und April 2018 betreute Giannikis in 16 Pflichtspielen den Regionalligisten Rot-Weiss Essen und war dort durchaus erfolgreich. In Essen holte er in 16 Partien 1,88 Punkte pro Spiel. Er entschied sich jedoch gegen einen Verbleib an der Hafenstraße und ließ im Frühjahr seinen Wechsel nach Aalen verkünden. Dafür musste er harte Kritik aus dem RWE-Fanlager einstecken. Auf Seiten der Essener Anhängerschaft dürfte sich nach seinem Scheitern beim VfR wohl Schadenfreude breit machen.

Autor: Martin Herms

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11.02.2019 - 10:51 - rwebvb

Ich habe fast Mitleid. Äääääh mit dem VfR Aalen!

10.02.2019 - 22:37 - Rotor

Zu früh zu hoch geflogen......
Hätte lieber noch in der 4. Liga Erfahrungen im Trainergeschäft sammeln sollen.
Na ja, auf `ner fetten Abfindung wird er wohl immer noch sanft landen, der kleine Agi.

10.02.2019 - 21:20 - Frankiboy51

Vielleicht war er doch zu intellektuell für diesen Dorfverein, oder zu großstädtisch.

10.02.2019 - 21:05 - Bierchen

Ab in die Premier- League, Du Fußballtrainergott!!!

10.02.2019 - 20:51 - Gregor

Nach seinem unrühmlichen Abgang bei RWE und seiner Glanzleistung in Aalen hoffe ich, dass sich das Thema Profitrainer für ihn auf längere Zeit erst einmal erledigt hat. Der soll erstmal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen und klein anfangen.

10.02.2019 - 20:39 - grubersepp

Das war keine bittere Niderlage, sondern eine höchst verdiente. Aalen kann froh sein, nicht 3:0 verloren zu haben.

10.02.2019 - 19:58 - Carlos Valderrama

Nee, Schadenfreude nicht. Das Niveau von Agis Kommunikation bzgl. RWE war allerdings auf unterster Stufe. Der soll mal erwachsen werden, bevor er grosse Klagelieder singt.

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10.02.2019 - 19:38 - rolbot

Ein echter Schäden ist ja nicht entstanden,da er noch einen Vertrag bis Sommer 2020 hat. Eine richtige Freude kommt bei mir aber auf.

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