VfL-Vorstand: 2. Liga muss volksnah bleiben

30.01.2019

Bochum

VfL-Vorstand: 2. Liga muss volksnah bleiben

Foto: Firo

Vorstand Ilja Kaenzig vom VfL Bochum sieht die 2. Fußball-Bundesliga künftig noch stärker als Gegenpol zum finanzstarken internationalen Vereinsfußball der Spitzenklasse.

«Wir müssen bleiben, was wir sind: eine volksnahe Liga, ein regionales Event», sagte der Schweizer am Mittwoch auf dem Branchenkongress SpoBis. «Dieser Fußball wird immer Anhänger haben. Für die ist das Religion und nicht so etwas wie das Runterladen einer Netflix-Serie. Und das wird sich noch mehr einstellen, wenn alle rundherum meinen, enteilen zu müssen und sich dem Wahnsinn hingeben.» Kaenzig machte sich für Zweitliga-Fußball stark, «der mehr an Handwerk erinnert als das Digitale des großen internationalen Fußballs».

Er verteidigte damit auch die Entscheidung, im Sinne vieler Fans künftig auf Montagsspiele zu verzichten. Olaf Schröder kritisierte diesen Entschluss. Der Vorstandsvorsitzende von Constantin Medien, dessen Sender Sport1/DSF den Montagstermin etabliert hatte, betonte, dass die zukunftweisende Entscheidung nur von den 18 aktuellen Clubs getroffen wurde, nicht aber von möglichen künftigen Mitgliedern der Spielklasse. «Augsburg, Freiburg, Mainz sind gefühlt auch Zweitligisten», sagte Schröder.

Die Zweitligisten hatten sich Anfang Dezember mit großer Mehrheit für das Ende der Montagsspiele entschieden. Stattdessen soll es ein Spiel am Samstagabend ab 20.15 Uhr geben. Die Abschaffung der in der 2. Liga seit 1993 durchgeführten Montagsspiele ist in der nächsten Phase der TV-Rechte ab der Saison 2021/22 möglich. (sid)

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31.01.2019 - 11:04 - asaph

Vollkommen richtig! Und deshalb sollte man nicht auf den 3.Platz im Fahrstuhl schielen. Das WIRD schiefgehen und danach wirds schlimmer wie jetzt!

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