Der VfL Bochum im Abwärtstrend: Zwei Pleiten in Folge in der Zweiten Liga sorgten für Frust bei Fans und Mannschaft. VfL-Vizekapitän Anthony Losilla über die Stimmung in der Kabine.

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VfL-Vizekapitän über die Stimmung in der Kabine

Christian Hoch
14. Februar 2019, 07:00 Uhr

Foto: firo

Der VfL Bochum im Abwärtstrend: Zwei Pleiten in Folge in der Zweiten Liga sorgten für Frust bei Fans und Mannschaft. VfL-Vizekapitän Anthony Losilla über die Stimmung in der Kabine.

Er lief wieder extrem viel, er versuchte wieder alles, doch auch er konnte die zweite Pleite in Folge für den VfL Bochum nicht verhindern: VfL-Vizekapitän Anthony Losilla war wie die gesamte Mannschaft nach der bitteren 1:2-Pleite gegen den Aufsteiger SC Paderborn schwer enttäuscht. Nach zwei Tagen Abstand äußerte sich der Franzose gegenüber RevierSport zur Stimmung bei den Spielern in der Kabine. „Die ist natürlich alles andere als optimal“, gab Losilla kleine Einblicke in das Innenleben der VfL-Profis: „Wir haben eine kleine Negativ-Serie, aber wollen da zusammen herauskommen. Wir müssen natürlich vieles besser machen, um das zu schaffen. Das können wir auch.“

Als Gründe für den Negativ-Trend des VfL hat Losilla Kleinigkeiten ausgemacht: „In Sandhausen hatten wir einen schlechten Tag. Gegen Paderborn war dann alles gegen uns. Wir sind offensiv im Moment nicht erfolgreich genug und defensiv machen wir kleine Fehler, die direkt bestraft werden.“ Durch das 0:3 beim SV Sandhausen und die Niederlage zuhause gegen Paderborn verlor Bochum den Anschluss an die vorderen Plätze, selbst Platz sieben ist aktuell bereits vier Punkte entfernt - dieser Rang wurde vor der Saison öffentlich als Minimalziel ausgerufen.


Druck spürbar - keine Komfortzone

Im Niemandsland der Tabelle will der VfL nicht bleiben. Auch Losilla bekräftigte: „Wir wollen nicht in der Komfortzone bleiben, sind jetzt schon unter Druck. Wir wollen so weit oben landen wie möglich. Dazu brauchen wir noch Punkte.“ Die erste Gelegenheit, um Boden gutzumachen bietet sich dem VfL am kommenden Samstag (13 Uhr) beim abstiegsbedrohten FC Ingolstadt.

Autor: Christian Hoch

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14.02.2019 - 15:59 - PRE

... Vertrauen vom Trainer ?"
Vertrauen vom Trainer ist glaube ich schon da. Aber in Bochum wird traditionell jeder, ob Spieler oder Trainer, von Fans wie Ihnen spätestens beim zweiten Fehler heftigst kritisiert. Presse und Fans haben doch geradezu darauf gelauert, zu erfahren, dass Dutt die Spieler nach den beiden Niederlagen so richtig "zur Sau macht".
Favre hat auch zwei Spiele hintereinander verloren, ist er jetzt ein schlechter Trainer?
Viele Leute außerhalb bestimmter Kreise in den Bochumer Fanszene sehen Riemanns Leistungen in den letzten Jahren keineswegs als "unterdurchschnittlich an.
Keine Perspektiven für junge Spieler? Leitsch war bis zu seiner Verletzung Stamm-Innenverteidiger, Pantovic hat bis zu seiner Verletzung nahezu jedes Spiel bestritten, Baumgartner jetzt zwei. Aber junge Spieler machen Fehler wegen fehlender Routine und in Bochum verzeihen das nur wenige.
Wo gibt es denn noch mehr "von der Jugend durchgehendes Konzept", als dass mann die hoffnungsvollsten Jugendspieler bei den Profis mittrainieren lässt, die Trainer der Jungendmannschaft zugleich als Co-Trainer fungieren und Spieler frühzeitig mit Verträgen ausgestattet werden. Da aufgrund der Personallage - man war ja manchmal froh, die Reservebank überhaupt besetzen zu können - weniger Testspiele als in den früheren Jahren stattfinden konnten, fehlt es für die nicht berücksichtigten Spieler natürlich an Spielpraxis. Das hat man jetzt teilweise versucht durch Leihen auszugleichen. Aber auch dort habe sie nicht gerade Bäume ausgerissen.
Vielleicht können ja doch Dutt und sein Team am besten einschätzen, wann eine junger Spieler so weit ist?

Beitrag wurde gemeldet

14.02.2019 - 15:17 - Bochum64

Die Entwicklung beim VfL verwundert schon, wobei man sagen muss, dass es offensichtlich nicht an der Einstellung liegt, oder doch ?
Trotz des großen Kaders scheint es aber kaum Konkurrenzdruck zu geben, oder warum spielen immer die gleichen Spieler ?
Warum entwickeln sich die junden Spieler wie Saglam oder Janelt nicht, warum bekommen diese überhaupt keine Chance ? Janelt wurde im Wintertrainingslager sehr postiiv bewertet, aber eingesetzt wird er nicht. Wie sollen Janelt oder Saglam sich entwickeln, wenn sie keine Spielpraxis bekommen ? Vertrauen vom Trainer ?
Vertrauen bekommt nur die Generation 30 plus.
Meine Erwartung an Herrn Dutt war es, ein junges Perspektivteam aufzubauen. Leider sehe ich das nicht !
Werden Spieler besser ?
Bochum hat aus meiner Sicht sein Jahren einen für die zweite Liga unterdurchschnittlichen Torwart, viele sehen es, nur die Verantwortlichen nicht.
Weiterhin vermisse ich taktische Flexibilität. Herr Dutt ist ja nicht mehr ganz so neu beim VfL, wann entwickelt sich etwas ?
Herr Favre hat Dortmund in kürzerer Zeit eine Handschrift verpasst, Talente ins Wasser geworfen und entwickelt.

Ich sehe kein von der Jugend durchgehendes Konzept, keine nachhaltige Strategie. Das erinnert mich an Stuttgart und Hamburg.

Schade um diesen Traditionsclub.

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