VfL-Talent Wellers: Darum habe ich es geschafft

18.01.2019

Bochum

VfL-Talent Wellers: Darum habe ich es geschafft

Foto: Joachim Hänisch

Anfang dieses Jahres hat Jan Wellers (18) seinen ersten Profivertrag beim VfL Bochum unterschrieben. Im exklusiven RS-Interview in Marbella hat der ehemalige U16-Nationalspieler Deutschlands erklärt, warum er den Schritt geschafft hat und welche Ziele er sich persönlich gesteckt hat.

Jan Wellers, wie war der Moment für Sie, als Sie die Unterschrift unter ihren ersten Profivertrag gesetzt haben?
Es war schon geil, den nächsten Schritt zu machen und auch die Anerkennung und das Vertrauen vom Verein zu bekommen. Es dürfen nicht viele Jungs einen Profivertrag unterschreiben.

Wie haben Sie es geschafft, sich durchzusetzen?
Ich habe noch nie etwas geschenkt bekommen, musste mir alles hart erarbeiten. Man muss den einen Schritt mehr machen als alle anderen. Und du brauchst Spaß an der ganzen Sache. Durch diese Kombination habe ich auch meinen Profivertrag unterschrieben.

Für Ihren großen Traum mussten Sie sicherlich auf einiges verzichten.
Ja, das musst du auch, sonst kannst du das nicht schaffen. Viele meiner Kollegen gehen abends gerne mal raus, trinken sich einen. Ich sage dann immer ab und liege im Bett und bereite mich auf das nächste Training - oder das nächste Spiel - vor. Deswegen ist der Freundeskreis klein, aber dafür auch sehr eng.

Wie erleben Sie die Tage im Trainingslager mit der Mannschaft in Marbella?
Ein Trainingslager ist von der Belastung natürlich nicht immer das Gelbe vom Ei. Aber das gehört einfach dazu, genauso wie zum Beispiel die Intervallläufe. Die Trainingsbedingungen sind sehr gut, das Wetter spielt mit. Es macht Spaß, mit der Mannschaft zu trainieren.



Wie hat die Mannschaft Sie empfangen und aufgenommen?
Ich habe schon öfter mittrainiert. Als ich dann die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt habe, war es dann schon noch einmal schöner und ein guter Moment. Die Jungs haben mir alle gratuliert und auch ihre Wertschätzung gezeigt.

Im Profitraining gilt dann aber sicher auch wie bei der U19 mal: voll durchziehen. Auch wenn dann mal ein Spruch kommt.
Sprüche gehören dazu. Ich brauche mich nicht verstecken. Wenn ich mal einen Spieler umgrätsche, dann ist das so. Es geht dann auch direkt wieder weiter. Dadurch wächst dann auch der gegenseitige Respekt und es zeigt, dass man in der Mannschaft angekommen ist.“

Auf welcher Position sehen Sie sich am ehesten?
Ich sehe mich als Sechser oder Achter. Da kann ich meine Stärken unter Beweis stellen, andere Positionen zu spielen, macht mir aber auch nichts.

Was sind Ihre Ziele mit dem VfL Bochum?
Ich möchte fit und gesund bleiben. Ich hoffe, dass ich diese oder nächste Saison ein paar Spielminuten bekomme. Darüber würde ich mich freuen. Ich denke, als U19-Spieler hast du es nicht so leicht. Du musst auch ein bisschen Glück haben. Wenn es die Chance aber mal gibt, dann sind wir alle bereit, auch ins kalte Wasser geschmissen zu werden.

Interview: Christian Hoch 

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