Nach dem 2:2 gegen Union Berlin hat VfL-Kapitän Stefano Celozzi seinen baldigen Abschied aus Bochum verkündet.

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Hammer! VfL sortiert Celozzi aus

Christian Hoch
19. Mai 2019, 18:09 Uhr
Foto: firo

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Nach dem 2:2 gegen Union Berlin hat VfL-Kapitän Stefano Celozzi seinen baldigen Abschied aus Bochum verkündet.

Fünf Jahre, 128 Spiele, unzählige Emotionen: VfL-Kapitän Stefano Celozzi spielt in den Planungen der Bochumer Verantwortlichen keine Rolle mehr und wird den Verein verlassen. Das verkündete der Rechtsverteidiger nach dem Abpfiff des 34. Spieltags selbst. 


Dabei stockte dem 30-Jährigen regelrecht der Atem: „Vor drei Tagen wurde mir mitgeteilt, dass ich mir einen anderen Verein im Sommer suchen soll und man mit mir nicht mehr plant für die neue Saison.“ Über genannte Gründe wollte Celozzi selbst nichts sagen, dennoch gab er weitere Einblicke in sein Seelenleben.

„Ich war selber überrascht“, sagte der Günzburger über die Entscheidung: „Zu meiner Zukunft kann ich noch nichts sagen. Ich weiß nicht, was in Zukunft passiert.“ Und weiter: „Natürlich trifft es mich. Ich war nicht darauf vorbereitet. Es war für mich die ganze Saison eine Ehre, der Kapitän zu sein. Die Mannschaft lag mir immer am Herzen.“

Bochum-Abschied kommt überraschend


Nach 128 Spielen, einem Treffer und acht Vorlagen in der zweiten Bundesliga für den VfL Bochum ist für Celozzi nach dieser Spielzeit Schluss beim Pott-Klub. Der 30-Jährige steht rein formal noch bis Sommer 2020 unter Vertrag. Seine Abschiedsverkündung kommt überraschend, da es in den vergangenen Wochen und Monaten kaum Anzeichen für diese Meldung gegeben hatte.

Die VfL-Verantwortlichen um Geschäftsführer Sport Sebastian Schindzielorz und Trainer Robin Dutt planen den großen Umbruch - das wird spätestens mit dem frühzeitigen Celozzi-Abgang deutlich. Der Rechtsverteidiger ist damit der neunte Spieler, der den Verein am Saisonende verlassen wird. Gegen Union Berlin hing sich Celozzi über die kompletten 90 Minuten rein, ging nach dem Abpfiff noch einmal in die Kurve. Der 34. Spieltag endete aus Bochumer Sicht 2:2 gegen Union Berlin. 

Trainer Robin Dutt meinte angesprochen auf die Personalie Celozzi: „Ich kann nicht genau auf die Frage eingehen. Wir haben gesagt, dass es einen großen Umbruch liegen wird. Wen es trifft, obliegt auch unserem Sportvorstand Schindzielorz. Dem kann ich nicht vorgreifen. Wir haben ja angekündigt, dass es Gespräche geben wird.“ 

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20.05.2019 - 09:38 - na-und

Eine richtige Entscheidung der VfL-Verantwortlichen. Für ein schnelles Spiel ist Celozzi einfach nicht tauglich. Ein paar Schritte mit dem Ball nach vorne laufen, anhalten, und dann den Ball zur Seite oder nach hinten spielen. Er läuft fast nie bis zu Grundlinie, um dann mal gefährlich zu flanken. Wenn der VfL in der neuen Saison oben angreifen will,
muss er den Beispielen von Paderborn, Kiel, Regensburg oder Heidenheim folgen, die mit schnellem, wirklich schnellem Spiel den Gegner überrumpeln können. Auch Hoogland oder Tesche gehören wegen ihrer Langsamkeit und inzwischen großen Fehlerhaftigkeit ausgemustert. Der Begriff Dankbarkeit oder gar "schändliches Verhalten" ist hier völlig fehl am Platze, wenn man das Preis-Leistungsverhältnis der genannten Spieler berücksichtigt.

19.05.2019 - 20:02 - Kuk

Das geht gar nicht !
Einen Spieler, fünf Jahre im Verein, inzwischen Kapitän, abzuschieben ist ein schändliches Verhalten.
Mit 30 Jahren ist Celozzi in einem sehr guten Fußballer-Alter.
Zwei von zwölf Liga-Sielen, hat der VfL ohne Celozzi in dieser Saison gewonnen. Das ist auch sportlich sehr riskant.
Alles gute, Stefano Celozzi !

19.05.2019 - 19:52 - Idefix a.D.

Ein Hammer? Nun ja, auch wenn man Celozzi nie den kämpferischen Einsatz nachsagen konnte, die letzten Wochen und Monate konnte man durchaus sehen, dass es bei ihm wie auch bei Fabian oder Hoogland bei den meist schnelleren Gegenspielern nicht mehr ganz gereicht hat. Vllcht. wäre er auf der 6/8 eine Alternative gewesen, wobei er bei den Einsätzen im MF auch nicht immer überzeugt hatte. Schade nur, dass ihm nicht schon früher dieser Hinweis gegeben wurde. Aber, der VfL ist halt nicht auf allen Ebenen professionell ;-)