2. Bundesliga

VfL Bochum: Zoller fordert: "Sollten die guten Dinge mitnehmen"

Tizian Canizales
05. Dezember 2020, 11:46 Uhr
Simon Zoller und der VfL Bochum verloren in Kiel. Foto: firo

Simon Zoller und der VfL Bochum verloren in Kiel. Foto: firo

Der VfL Bochum hat bei Holstein Kiel eine unnötige 1:3 (1:1)-Niederlage kassiert. Im Nachgang machten die Spieler des Zweitligisten auch die schwache Chancenverwertung als ausschlaggebenden Faktor aus - und am kommenden Freitag steigt direkt das nächste Topspiel.

Mit Blick auf das Ergebnis lag die spielentscheidende Phase zwischen der 64. und 65. Minute, als Fin Bartels und Lee Jae Sung mit ihren Treffern zum 2:1 und 3:1 den VfL Bochum auf die Verliererstraße schickten. „Das war unser Genickbruch. Das ging viel zu schnell, da müssen wir einfach kompakter sein“, monierte Gerrit Holtmann die beiden Unachtsamkeiten in der Bochumer Hintermannschaft.

Der VfL hätte jedoch gar nicht in diese unangenehme Situation kommen müssen, hätte er seine starke Leistung zuvor in Tore umgemünzt. Doch Simon Zollers technisch anspruchsvoller Abschluss fand den Weg ins Tor zunächst ebensowenig wie ein schwach ausgespielter Konter, bei dem Holtmann an KSV-Keeper Ioannis Gelios hängengeblieben war.

Zoller: Hätten zur Halbzeit „zwei, drei Null führen müssen"

„Wir haben vorne früh gepresst und viele Bälle erobert. Wir haben Kiel nicht ins Spiel kommen lassen, hätten nach der ersten Hälfte aber eigentlich auch schon zwei, drei Null führen müssen“, kritisierte Zoller.

Es reichte jedoch nur zu einem 1:1, das Zoller kurz nach dem Rückstand durch Alexander Mühling (29.) besorgt hatte. „Es war wichtig, dass wir mit dem 1:1 die postwendende Antwort gegeben haben. Ich habe darauf spekuliert, dass Leitsch den Ball nicht richtig trifft und dann reingegrätscht“, kommentierte Zoller den Querschläger seines Teamkollegen, den er zum zwischenzeitlichen Ausgleich verwertet hatte.

Die schwache Chancenverwertung war schon in den vergangenen Wochen ein Muster, in das die Bochumer immer wieder verfielen. Der VfL tut nun gut daran, im nächsten Topspiel gegen den SC Paderborn (Freitag, 11. Dezember, 18:30 Uhr) wieder die Kaltschnäuzigkeit aus der zweiten Halbzeit gegen Fortuna Düsseldorf an den Tag zu legen. Da spielten sich die Bochumer zuletzt in einen Rausch, schossen den Bundesliga-Absteiger mit 5:0 (1:0) ab.

Zoller besinnt sich auf positive Aspekte der vergangenen Wochen

Und auch gegen Kiel bestand für den VfL lange die Möglichkeit, alle drei Punkte mit ins Ruhrgebiet bringen. „Wir sollten die guten Dinge mitnehmen. Am Ende war es ein 50:50-Spiel, das wir nicht verlieren müssen. Vor allem in den ersten 60 Minuten haben wir ein gutes Spiel gemacht“, analysierte Zoller, der im Sturmzentrum erneut den Vorzug vor Soma Novothny und Silvère Ganvoula bekommen hatte.


„Wir müssen uns sammeln und das Spiel aufarbeiten. Gegen Paderborn wollen wir wieder an die ersten 60 Minuten und die vergangenen beiden Spiele anknüpfen. Dann können wir da bestehen und die nächsten drei Punkte anpeilen“, erklärte Zoller die Marschroute. tica mit gp

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06.12.2020 - 11:42 - soso

... da war nix gutes herr reis

top vorstellung von kiel !