Beim VfL Bochum galt Onur Bulut einst als Talent, doch in Deutschland konnte er sich später nicht mehr durchsetzen. Im vergangenen Sommer folgte der Wechsel in die Türkei, wo er wieder positiv auf sich aufmerksam macht.

2. Bundesliga

VfL Bochum: Was macht eigentlich ... Ex-Talent Onur Bulut?

Stefan Bunse
28. Mai 2020, 09:37 Uhr
Foto: Udo Kreikenbohm

Foto: Udo Kreikenbohm

Beim VfL Bochum galt Onur Bulut einst als Talent, doch in Deutschland konnte er sich später nicht mehr durchsetzen. Im vergangenen Sommer folgte der Wechsel in die Türkei, wo er wieder positiv auf sich aufmerksam macht.

Sieben Jahre schnürte Onur Bulut für den VfL Bochum die Schuhe. Aus der eigenen Jugend gekommen, schaffte er über die U19 den Sprung zu den Profis. Im Sommer 2016 wechselte der Abwehrspieler zum SC Freiburg in die Bundesliga. Dort schien ihm die Fußballwelt offen zu stehen. Direkt nach seinem Wechsel gehörte der inzwischen 26-Jährige im Breisgau zum Stammpersonal. Im Laufe der Saison verlor er diesen jedoch wieder. Die zweite Serie verlief enttäuschend. Im Winter 2018 verließ er den Streich-Klub nach insgesamt 22 Bundesligaspielen in Richtung Eintracht Braunschweig. Mit der Eintracht stieg er aus der 2. Liga ab und hielt mit den Niedersachsen danach nur knapp die Klasse in der 3.Liga. 


Im Sommer 2019 wagte er den Schritt in die türkische Süper Lig zu Alanyaspor. Seit zwei Monaten ruht auch dort der Ball. Ob die Saison in der Türkei fortgesetzt wird, steht noch nicht genau fest. Der türkische Fußballverband hat den 14. Juni für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs festgesetzt, aber es gibt großen Widerstand in den Vereinen, die teilweise vom Corona-Virus noch stark betroffen sind. Das Training haben die Vereine aber wieder aufgenommen. 

Bulut steht mit Alanyaspor im Pokal-Halbfinale

Für Alanyaspor, das eine gute Saison spielt und im oberen Tabellendrittel der Süper Lig steht, liegt der Fokus ohnehin auf dem türkischen Pokalwettbewerb. Dort stehen sie etwas überraschend im Halbfinale. „Unsere Chancen auf das Finale stehen sehr hoch. Den ersten Schritt haben wir bereits gemacht“, erklärt Bulut bei „Ajansspor“. „Und im Finale kann alles passieren.“ Das Hinspiel bei Antalyaspor, dem aktuellen Klub von Lukas Podolski, hat Alanyaspor im März mit 1:0 gewonnen. Das Rückspiel sollte im April stattfinden, fiel aber vorerst der Corona-Spielpause zum Opfer. Für das mögliche Finale würde er sich Fenerbahce Istanbul und Max Kruse als Gegner wünschen. Das erste Halbfinale hatte „Fener“ bei Trabzonspor aber mit 1:2 verloren.


Ob Onur Bulut, der eine gute Rolle bei Alanyaspor spielt, aber im kommenden Jahr weiterhin für den Klub aus dem vor allem bei Deutschen beliebten Urlaubsort aufläuft, scheint alles andere als geklärt. „Mit mir hat bislang niemand gesprochen“, sagte Bulut bei „Ajansspor“. „Wenn ich ein Angebot bekomme, kann alles passieren. Ich sehe jetzt zu, dass ich die Saison zu Ende kriege. Als Mannschaft möchten wir unsere Ziele erreichen. Und am Saisonende kann alles passieren.“ Vielleicht geht die Reise des Werdohlers also schon wieder woanders weiter. 

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