Am Ende fiel der 1:0-Auswärtssieg des VfL Bochum gegen den Karlsruher SC in die Kategorie Arbeitssieg. Ein glücklicher Arbeitssieg, das musste auch Trainer Thomas Reis gestehen.

2. Liga

VfL Bochum: Reis über den Arbeitssieg und den kuriosen Platzverweis

Chris McCarthy
27. September 2020, 17:08 Uhr
Foto: firo

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Am Ende fiel der 1:0-Auswärtssieg des VfL Bochum gegen den Karlsruher SC in die Kategorie Arbeitssieg. Ein glücklicher Arbeitssieg, das musste auch Trainer Thomas Reis gestehen.

„Ich denke, man kann von einem sehr glücklichen Sieg sprechen,“ erklärte der 46-Jährige nach dem Spiel und ergänzte: „Ich glaube, dass wir in gewissen Spielphasen und -situationen das nötige Glück hatten. Manchmal muss man auch ein Spiel dreckig gewinnen.“

Das gesamte Spiel über war der KSC die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Einzig der Abschluss fehlte. Beim VfL Bochum ging spielerisch dagegen fast gar nichts. Simon Zollers traumhafter Lupfer zum 1:0 war die Ausnahme.

„In der ersten Halbzeit hat gerade Manu Riemann die freien Leute im Mittelfeld gefunden“, analysierte Reis. Danach verliefen die Bemühungen allerdings im Sande. „Wir waren nicht in der Lage, uns bis ins letzte Drittel vorzuspielen. Es gab ein zwei Gelegenheiten, bei denen wir den freien Mann im Zentrum nicht finden, da waren die Flanken nicht gut genug“, fügte er an.

Reis über den Platzverweis: Das habe ich noch nicht erlebt – Entwarnung für Soares

In der zweiten Halbzeit herrschte ein ähnliches Bild. Der VfL Bochum fand offensiv kaum statt. Der KSC drückte und drückte und geriet in der 68. Minute sogar in Überzahl. „Das hat es nicht einfacher gemacht“, erklärte Reis.

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Gerrit Holtmann wählte bei seiner Auswechslung den längeren Weg zur Außenlinie und versuchte, Zeit zu schinden. Dafür gab es Gelb. Es folgte eine Diskussion und ein Rempler von KSC-Spieler Lukas Fröde. Fröde sah Gelb, Holtmann Gelb-Rot. „Ich weiß nicht, ob er geschubst wurde, keine Ahnung. Am Ende hat er so entschieden. Ich fand das etwas unglücklich, aber wenn das die Regelauslegung ist, dann müssen wir damit leben“, beschrieb Reis die Situation aus seiner Sicht. Kurios war der Platzverweis allemal. „Man denkt, man hat alles erlebt, aber das habe auch ich nicht erlebt. Gerit weiß jetzt auch, wie er das Spielfeld zu verlassen hat."

Ebenfalls das Spielfeld verlassen musste zehn Minuten zuvor der starke Danilo Soares. Der Außenverteidiger hatte bei seiner Verletzung allerdings wohl Glück im Unglück. „Ich gehe davon aus, dass es nur ein Schlag auf eine schmerzhafte Stelle war und, dass er nächste Woche ganz normal trainieren kann und wieder zur Verfügung steht.“

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