2. LIga

VfL Bochum: Reis lobt Reaktion auf Braunschweig-Pleite

Tizian Canizales
25. Oktober 2020, 17:17 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Beim 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Erzgebirge Aue wechselte VfL-Bochum-Trainer Thomas Reis beide Torschützen ein. Im Nachgang lobte er seine Joker, hatte aber auch etwas zu meckern.

Trotz mehr als einer Stunde Überzahl und bester Chancen dauerte es bis zur 74. Minute, ehe VfL Bochums Angreifer Robert Zulj per Lupfer den Heimsieg gegen Erzgebirge Aue einleitete. Damit war der Bann gebrochen und Silvère Ganvoula konnte auf Vorlage von Danny Blum sogar noch das 2:0 nachlegen (82.). 


„Es war ein hartes Stück Arbeit", kommentierte Bochums Trainer Thomas Reis und lobte FCE-Coach Dirk Schuster. „Dirks Mannschaften sind immer sehr gut eingestellt. Sie sind unheimlich zweikampfstark und geben immer alles.“

VfL Bochum: Drei Joker entscheiden das Spiel

Schlussendlich war es jedoch Reis, der das glücklichere Händchen hatte. Im Vergleich zur 1:2-Pleite bei Eintracht Braunschweig hatte er Ganvoula, Danny Blum und Zulj zunächst auf der Bank gelassen. Stattdessen spielten Soma Novothny, Milos Pantovic und Thomas Eisfeld. 


Erst nach 71 Minuten standen die drei Stammspieler gemeinsam auf dem Feld, entschieden die Partie mit je einem Scorerpunkt dann nahezu im Alleingang. „Ich bin froh, dass alle Spieler, die reinkamen, so gezündet haben“, freute sich Reis, der nichts von einem „Denkzettel“ für die Braunschweig-Pleite wissen wollte. „Es geht nicht darum, dass die Spieler, die draußen waren, die Sündenböcke für die vergangene Woche waren", erklärte der VfL-Trainer. 

[Widget Platzhalter]

Bis die drei Joker stachen, sah es lange so aus, als könne sich der VfL Bochum auch im dritten Heimspiel nicht für seinen überlegenen Auftritt belohnen. Zwar spielte der VfL nach dem Platzverweis für Aues Calogero Rizzuto ab der 29. Minute in Überzahl und schnürte die Gäste zeitweise am eigenen Sechzehner ein, doch das Tor wollte nicht fallen. 


„Nach der Roten Karte hatten wir kein gutes Positionsspiel. Unsere Außenverteidiger waren plötzlich Stürmer und wir haben die Räume nicht gut genutzt. Trotzdem hatten wir bis zur Halbzeit zwei, drei Gelegenheiten", analysierte Reis.

Auch nach der Pause behielt der VfL Oberwasser, vergab beispielsweise durch Simon Zoller (52.) oder Milos Pantovic (65.) weitere gute Gelegenheiten. Dann aber schlugen die Joker zu und sicherten Bochum den ersten Heim-Dreier der Saison. „Letzte Woche war vieles nicht gut, nun haben wir es deutlich besser gemacht. Wir haben viele Torchancen kreiert und dann eben den Dosenöffner gebraucht. Jetzt können wir uns kurz freuen und dann geht es in der nächsten Woche nach Würzburg“, so Reis.

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren