Der VfL Bochum gab bei Eintracht Braunschweig eine frühe 1:0-Führung aus der Hand und verlor am Ende mit 1:2 - und das in Überzahl. Trainer Thomas Reis ärgerte sich besonders über die Spielweise nach dem Braunschweiger Platzverweis.

2. Bundesliga

VfL Bochum: Reis' "großer Kritikpunkt" und die Schlafmützigkeit

Justus Heinisch
17. Oktober 2020, 16:31 Uhr
VfL-Trainer Thomas Reis. Foto: dpa

VfL-Trainer Thomas Reis. Foto: dpa

Der VfL Bochum gab bei Eintracht Braunschweig eine frühe 1:0-Führung aus der Hand und verlor am Ende mit 1:2 - und das in Überzahl. Trainer Thomas Reis ärgerte sich besonders über die Spielweise nach dem Braunschweiger Platzverweis.

Die erste Saisonniederlage war für den VfL Bochum bitter und kurios. Bitter, da die Mannschaft von Trainer Thomas Reis bei Eintracht Braunschweig keinesfalls die schlechtere war. Und kurios, da das Spiel in der 61. Minute eine beachtliche Wendung nahm.

Braunschweigs Torwart, der ehemalige Bochumer Felix Dornebusch, musste mit Rot vom Platz, nachdem er den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand berührte. Vorangegangen war allerdings eine Szene, in der Bochum das Spielgerät fair zur Eintracht spielte. Das schien Silvere Ganvoula, der Dornebusch arg in Bedrängnis brachte, nicht wirklich im Kopf gehabt zu haben.

"Wir haben versucht, das ein bisschen zu korrigieren, weil es eine sehr unglückliche Aktion war", sagte Reis über die Szene, aus der ein gefährlicher Freistoß für den VfL resultierte. Deshalb stellte Bochum daraufhin den Fairplay-Gedanken in den Vordergrund und passte abermals zurück zum BTSV. Doch so oder so: Die folgenden Minuten war Bochum in Überzahl. Diese nutzten die Gäste aber nicht aus.

VfL-Trainer Reis: Niederlage war nicht unverdient

Das war schließlich der "große Kritikpunkt" von Reis - "dass wir diese Überzahl ganz, ganz schlecht ausgespielt haben". Schon in der Pause musste er seine Mannschaft kurz daran erinnern, wieder Fußball zu spielen. Braunschweig hatte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich neuen Mut geschöpft. "Und dann geht das Spiel los, du machst den Gegner stark, verlierst Bälle unnötigerweise. Es war alles ein bisschen schlafmützig", so Reis über den Start in den zweiten Durchgang.

An dessen Ende schlussendlich die 1:2-Niederlage stand. "Ganz unverdient war diese Niederlage nicht, obwohl wir hätten bestehen können, wenn wir bessere Dinge umgesetzt hätten", haderte der 47-jährige Reis.

Die Chance auf die Wiedergutmachung bietet sich seiner Elf am nächsten Spieltag. Dann trifft Bochum auf Erzgebirge Aue (25. Oktober, 13.30 Uhr). gp/juh

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19.10.2020 - 09:02 - asaph

Die Kommentare hier sind eindeutig! Wann wird in Bochum endlich ein Trainer angeheuert, der di Bezeichnung Trainer auch verdient, am besten einen Schleifer wie Felix!

18.10.2020 - 22:12 - Klemperer

Das war nun schon mehrfach ein Spiel, in dem der VfL spielerisch wirklich klar überlegen war (ebenso in Karlsruhe, wo man gegen einen kampfstarken, sonst aber überforderten Gegner schon ab Minute 30 angefangen hatte, das Spiel zu verzögern - Zeitschinderei, die wirklich nicht schön anzusehen war). Und es scheint Trainer Reis nicht klar zu werden, daß es seine Taktik ist, die da gespielt wird. Man führt - Braunschweig war spielerisch wirklich eine Klasse schlechter als der VfL - und geht dann zum "Verwalten" über. Das ging jetzt schon mehrfach schief.

Ich glaube, Thomas Reis macht sich nicht klar, daß diese Saison eine große Chance für den VfL sein könnte. Die Absteiger Paderborn und Düsseldorf sind komplett im Umbau, und es ist keineswegs sicher, ob die vorne angreifen werden können. Ebenso geht es Hannover 96 und Heidenheim. Der VfL hat dagegen eine eingespielte Mannschaft, die von Schindzielorz klug verstärkt worden ist. Das Hauptproblem scheint die Taktik von Thomas Reis zu sein. Was "souverän" wirken soll, ist nun schon mehrfach ein kaum ansehnliches Spiel, das gegen klar unterlegene, aber kampfstarke Mannschaften auf einen knappen Sieg ausgelegt ist. So vergibt man seine Chancen - indem man unsere offensivstarken Leute in ein defensives Korsett steckt. In Karlsruhe ging das mal gut, in Braunschweig, gegen Osnabrück und gegen St.Pauli ging das Verwalten schief. Ich kann die Leute verstehen, die sich solche defensiv ausgerichteten Spiele nicht ansehen wollen. Dabei hätte die Mannschaft viel mehr drauf. Bisher ist das Problem eher der Trainer selbst, der die dieses Jahr keineswegs so starke 2.Liga nicht versteht. Ob solche Chancen oft kommen werden? Wir haben am Samstag gegen einen Abstiegskandidaten verloren, der 30 Minuten mit 10 Mann spielen mußte...

18.10.2020 - 20:12 - MMM

Fairness und Dummheit liegen nah beieinander.
Wie DUMM ist mein Verein eigentlich?


Da steht ein Riemann im Tor, der herumhampelt und durch Schlecht-&Fehlleistung nachhaltig Schaden verursacht. Seitdem er da ist geht es Richtung Liga 3. Wie viele zig Punkte haben wir durch ihn schon verloren. Ausser beim Heimsieg gegen Hannover im letzten Jahr hat er keinen Sieg zu verantworten. Ich weine fast, wenn ich diese Fehlleistungen Woche für Woche sehen muss. Irrt orientierungslos herum, fängt keinen hohen Ball, hält nur leichte Bälle, verunsichert seine Vorderleute. Traurig.

Braunschweig-Das 1:1 hätte ein guter Torwart verhindert. Wir haben leider Riemann. Bei der roten Karte taucht Riemann beim Schiedsrichter auf. Was will der Hampelmann da? Schaden erhöhen. Hat er wiedermal geschafft.
Beim 2:1 spricht der SKY Reporter ein wahres Wort, wenn er Riemann die Schuld gibt. Zuerst verursacht er einen Eckball, weil er chaotisch und wild vor seinem Tor herumirrt; danach "vergisst" er den kurzen Pfosten durch einen Spieler abzusichern.

BITTE HOLT EINEN GUTEN REGIONALLIGA TORWART ODER DURCHSCHNITTLICHEN DRITTLIGATORWART UND SCHICKT DEN HERUMHAMPLER WEG. FÜR HAMPELMÄNNER IST OBERHALB KREUSLIGA KEIN PLATZ.

18.10.2020 - 17:12 - meinvfl

Mit diesem Trainer wird der Verein noch sein blaues Wunder erleben. Er ist und bleibt ein Lehrling, von Lernprozess keine Spur. Im Gegenteil, wenn er auf "zu späte Auswechselungen" angesprochen wird, gibt es pampige Antworten. Hinzu kommt die vom Holsteiner schon beschriebene Schlafmützigkeit. Da kann man nur hoffen, dass die Verantwortlichen den Vertrag nicht verlängern. Aber bis dahin habe ich ja noch genug Zeit, mich nach einer Alternativen Freizeit-Beschäftigung umzuschauen. Ich bin es nach mehr als 50 Jahren VfL Leid, mir von solchen Dilettanten das Wochenende vergraulen zu lassen.

18.10.2020 - 10:38 - na-und

Es geht immer weiter bergab mit dem VfL. Von Spieltag zu Spieltag wird es immer schlimmer, sich das Spiel anzusehen. Die Schlafmützigkeit des Traines scheint sich voll auf die Mannschaft zu übertragen. Noch nicht einmal die Überzahl nach einer Stunde war ein Weckruf. Erbärmlich ist auch den ganze Spielaufbau mit dem Spielgestalter Riemann und seinen langen Bällen nach vorne, die fast immer leicht vom Gegner abgefangen werden können. Was ist das für eine Armut. Man hat das Gefühl beim Zuschauen, dass die Spieler noch nie zusammen gespielt haben. Dabei sollten sie doch so eingespielt sein. Und was ist mit den neuen Spielern. Sind das alles Fehleinkäufe, dass sie nicht eingesetzt werden? Und ist Reis überhaupt der richtige Trainer? Da habe ich meine großen Bedenken.

17.10.2020 - 20:36 - Idefix a.D.

Moin, moin zusammen!

Nochmal? Dumm, dümmer, ...! ;-)

Also lieber Hr. Reis - Fairplay in allen Ehren, aber es war nun mal am Ende Hand - völlig unglücklich, kein Frage - nur, warum bekommt der VfL nie solche Geschenke?

Die Niederlage war verdient, weil Bochum nach dem Ausgleich nichts dagegen zu setzen hatte - weder kämpferisch noch spielerisch! Ich habe es unter einem anderen Bericht hier schon geschrieben - die Weiterentwicklung fehlt mir leider seit Beginn der Saison. Nur immer lange Dinger von Riemann nach vorne, sind gefühlt mind. 80 % Ballverluste.
Das MF ist auch in diesem Jahr zu langsam und im Sturm gibt es offensichtlich keine Alternativen - auch das "4-3-2-1" schient ja eingemeißelt zu sein ;-)

Bleibt GESUND und trotzdem schönes Wochenende!

1848 blau-weiße Grüße


PS - vllcht doch im nächsten Spiel mal auf der "6/10/9" einen anderen Spieler aus dem Kader aufstellen ;-)

17.10.2020 - 17:41 - der Holsteiner

Sehr geehrter Herr Reis, die Mannschaft spielt genau das was Sie vorleben, ein bisschen Schlafmützigkeit. Ihnen ist es gelungen aus mittelmäßigen Zweitligaspielern einen Hühnerhaufen zu machen. Ich glaube inzwischen, dass würde Ihnen sogar mit den Spielern von Bayern, Real usw. gelingen. Trainieren Sie eigentlich diese Schlafmützigkeit täglich oder haben die Spieler verstanden worum es Ihnen überhaupt geht.
Aber wie sagen Sie so richtig, irgendwann gewinnen wir auch wieder.