Vor dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky) hat Fußball-Zweitligist VfL Bochum Selbstvertrauen getankt. Doch die Mannschaft ist gewarnt: Denn auch die Badener sind gut aus der Corona-Pause gekommen.

2. Bundesliga

VfL Bochum ist gewarnt: Auch Gegner KSC ist im Aufwind

Dominik Hamers
22. Mai 2020, 07:00 Uhr
Im Hinspiel lieferten sich der VfL Bochum und der Karlsruher SC ein hitziges Duell. Foto: firo

Im Hinspiel lieferten sich der VfL Bochum und der Karlsruher SC ein hitziges Duell. Foto: firo

Vor dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky) hat Fußball-Zweitligist VfL Bochum Selbstvertrauen getankt. Doch die Mannschaft ist gewarnt: Denn auch die Badener sind gut aus der Corona-Pause gekommen.

Rund um den Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC zeugt die Nachrichtenlage dieser Tage von einem turbulenten Umfeld. Hinter den Kulissen herrscht ein Machtkampf zwischen Gläubigern und einigen Verantwortlichen, das Finanzielle belastet die allgemeine Laune rund um den Wildpark.

Ganz unbeeindruckt davon und von der unangenehmen Stille im sonst durchaus stimmungsvollen Stadion hat der Aufsteiger am ersten Spieltag nach der Saison-Unterbrechung einen Achtungserfolg gelandet. Das 2:0 gegen Darmstadt 98 bedeutete für den Vorletzten drei wichtige Punkte sowie die Erkenntnis, dass das Team die zehnwöchige Pause gut verkraftet hat. Das wiederum ist ein warnendes Zeichen für den VfL Bochum, der am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) dort antreten wird.

Hinspiel zwischen VfL und KSC äußerst turbulent

„Das Hinspiel war eine der Partien, die sehr turbulent waren“, erinnert sich Stürmer Simon Zoller (28). Nach einer Viertelstunde war der VfL nach einem Platzverweis gegen Lukas Fröde in Überzahl, führte zur Pause mit 3:2. Und eigentlich lief alles ganz prima, verschoss doch Marc Lorenz kurz nach dem Seitenwechsel einen Elfmeter. Dann aber kam Anton Fink und schoss nur Augenblicke nach seiner Einwechslung den 3:3-Ausgleich.

„Das Hinspiel habe ich noch im Kopf“, sagt Anthony Losilla (34). Bochums Kapitän glaubt jedoch, den Grund für die Anfälligkeit seines Teams ausgemacht zu haben. „Das war eine Phase, in der wir keine Stabilität hatten und in der wir viele Fehler gemacht haben. Das war eine ganz andere Zeit.“ Nicht nur der 3:0-Sieg gegen Aufstiegsaspirant 1. FC Heidenheim, sondern auch die Serie von drei Spielen ohne Niederlagen vor der Liga-Unterbrechung habe gezeigt: „Jetzt haben wir an Stabilität gewonnen.“

Bochumer hoffen auswärts auf Geisterspiel-Vorteil

Das kann am Sonntag in Karlsruhe helfen, ebenso wie ein Aspekt, den Losillas Mannschaftskollege Zoller anspricht: „Im Wildpark ist es immer unangenehm zu spielen. Der KSC hat eine gute Fan-Gemeinschaft. Vielleicht kommt es uns zugute, dass keine Fans dabei sein werden.“ 


So oder so, VfL-Kapitän Losilla betont: „Wir haben Selbstvertrauen gesammelt. Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn wir das auf dem Platz umsetzen werden, bin ich mir sicher, dass wir am Ende ein Tor mehr schießen als wir kassieren werden.“ dh / gp

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