2. Bundesliga

VfL Bochum: Ex-Spieler Terrazzino glaubt fest an den Aufstieg

Philipp Kappenstein
07. April 2021, 09:44 Uhr
Der Ex-Bochumer Marco Terrazzino (rechts) sieht den VfL am Ende der Saison mindestens auf Platz zwei. Foto: firo

Der Ex-Bochumer Marco Terrazzino (rechts) sieht den VfL am Ende der Saison mindestens auf Platz zwei. Foto: firo

Mit dem SC Paderborn spielt Marco Terrazzino eine durchwachsene Saison. Gegen seinen Ex-Klub will der ehemalige Spieler des VfL Bochum jedoch am kommenden Samstag (13:00 Uhr) nichts herschenken.

Insgesamt zwei Jahre verbrachte Marco Terrazzino beim VfL Bochum. Beim SC Freiburg hatte sich der offensive Mittelfeldspieler auch aufgrund einer schweren Verletzung bis zum Sommer 2014 letztendlich nicht durchsetzen können. Der VfL nahm den wendigen Offensivmann, der später auch noch ein zweites Mal im Breisgau kicken sollte, zum damaligen Zeitpunkt unter Vertrag. 


Weil Terrazzino bei seinem neuen Klub fortan zum ersten Mal wieder richtig aufblühte, sind die Erinnerungen an seinen alten Verein durchweg positiv. "Ich hatte in Bochum zwei wundervolle Jahre, in denen wir mit einer tollen Philosophie erfolgreichen Fußball gespielt haben", resümiert der 29-Jährige seinen Aufenthalt an der Castroper Straße. "Der VfL hat mir die Chance gegeben, im Profibereich wieder Fuß zu fassen und ich konnte es mit Leistung zurückzahlen", spricht  der Techniker von einer insgesamt "sehr schönen Zeit" im Bochumer Dress. 

Dass der jetzige Akteur des SC Paderborn noch einige Kontakte ins Ruhrgebiet hat, dürfte für das Aufeinandertreffen mit dem VfL am kommenden Samstag nur eine geringfügige Rolle spielen. "Natürlich habe ich aber noch mit dem einen oder anderen Spieler und Funktionär hin und wieder einen Austausch", erklärt der Dribbler. Dennoch wolle der SCP mit Coach Steffen Baumgart, "in jedem Spiel zeigen, für welche Art Fußball" er stehe. 

"Bemerkenswerte" VfL-Entwicklung unter Thomas Reis

Der Paderborner Trainer ist dafür bekannt, seine eigene geradlinige Interpretation des Spiels in jeder Partie umzusetzen, was auch sein Schützling Terrazzino längst verinnerlicht hat. Dennoch kann die Paderborner Nummer 20 nicht leugnen, welchen beachtlichen sportlichen Weg der VfL in den vergangenen Monaten eingeschlagen hat. "Wir werden eine extrem gute Restverteidigung brauchen, um ihre Umschaltmomente abzufangen", weiß der frühere Bochumer.


"Thomas Reis hat den VfL zu einer Spitzenmannschaft entwickelt. Es ist sehr bemerkenswert, wie konstant das Team ist", schildert Terrazzino seine Wahrnehmung zum aktuellen Spitzenreiter der Liga. "Besonders enge Spiele entscheidet Bochum in dieser Saison häufig für sich, da kann man nur den Hut ziehen", fügt der Angreifer hinzu. 

Mit dem Verlauf der Spielzeit ist Terrazzino aus Sicht seines SCP, der derzeit Tabellenelfter ist, aktuell nicht zufrieden. "Im Vorfeld der Saison hatte man ja auch uns zugetraut, für Überraschungen sorgen zu können. Die jetzige Lage ist natürlich nicht unser Anspruch, wir lassen zu viele Punkte liegen und belohnen uns nicht für gute Leistungen", sieht der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler noch viel Potenzial bei der Baumgart-Equipe. 

Bochum bleibt unter den ersten beiden Mannschaften

Trotz der Tatsache, dass Terrazzino es Reis und Co. am Wochenende möglichst schwer machen will, glaubt der Kreativ-Spieler fest an einen Aufstieg der Bochumer. "Bei sieben Spielen ist noch viel möglich, aber die Ausgangslage ist optimal. Ich lege mich fest, der VfL bleibt nach 34 Spieltagen unter den ersten beiden Mannschaften", orakelt Terrazzino


Hinter dem zweiten Aufsteiger, der aus Sicht des gebürtigen Mannheimers am Saisonende Holstein Kiel sein wird, wird es ein Hauen und Stechen geben. "Um den dritten Rang streiten sich die SpVgg Greuther Fürth und der Hamburger SV", glaubt Terrazzino an einen engen Kampf um den Relegationsplatz. gp/pk

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07.04.2021 - 10:20 - Klemperer

Terrazzino hat unter Verbeek damals wohl seine beste Zeit im Fussball beim VfL gehabt. Das Interview war sicher vor der verdienten Niederlage Kiels in Heidenheim. Das wird noch ein hartes Rennen der vier Mannschaften. Kiel hat es nun schwerer wegen der englischen Wochen, hat allerdings auch einige Punkte mehr auf dem Konto, weil eindeutige Schwalben und schon sehr offene Schauspielereien zu Extra-Punkten führten, so gegen Würzburg, aber nicht nur da.
Und ich glaube, mit dem hervorragenden Trainer Baumgart wird Paderborn am Saisonende ganz zufrieden sein. Falls Paderborn nicht der Trainer-Rauswurfitis^^ verfällt, wie so viele Vereine, werden sie sicher in den nächsten Jahren auch mal wieder Chancen auf eine bessere Platzierung haben.