In den vergangenen Wochen setzte sich RevierSport mit Top-Torschützen und Tordebütanten auseinander. Doch wie sieht es eigentlich mit den Torhütern des VfL Bochum aus? Diese Keeper spielten in den letzten 20 Jahre am häufigsten zu Null...

2. Bundesliga

VfL Bochum: Die „zu Null“-Könige der letzten 20 Jahre

Chris McCarthy
08. Mai 2020, 18:14 Uhr
Rein van Duijnhoven war sieben Jahre beim VfL Bochum. Foto: firo

Rein van Duijnhoven war sieben Jahre beim VfL Bochum. Foto: firo

In den vergangenen Wochen setzte sich RevierSport mit Top-Torschützen und Tordebütanten auseinander. Doch wie sieht es eigentlich mit den Torhütern des VfL Bochum aus? Diese Keeper spielten in den letzten 20 Jahre am häufigsten zu Null...

Rein van Duijnhoven, 2003/2004: 15 Mal zu Null

Im Sommer 1999 kam Rein van Duijnhoven ablösefrei vom MVV Maastricht aus den Niederlanden und musste sich hinter Thomas Ernst zunächst mit der Bank begnügen. Nachdem sich der Niederländer 2000/2001 endgültig als Nummer eins des VfL Bochum etablierte, avancierte er im Tor des Pott-Klubs zum unangefochtenen Leistungsträger und Publikumsliebling. 

In der Saison 2003/2004 spielte er 15 Mal zu Null, 13 Mal davon im eigenen Stadion (911 Minuten in Folge) – bis heute ein Bundesligarekord. Mit Hilfe seiner souveränen Leistungen erreichte der VfL in dieser Spielzeit unter der Leitung von Peter Neururer den UEFA-Pokal und „RvD“ wurde aus der Kurve als „weltbester Torwart“ gefeiert.

Mit der Zeit häuften sich die Verletzungen, in der Aufstiegssaison 2005/2006 behielt er in lediglich 16 Einsätzen stolze zehn Mal eine weiße Weste. Sein Vertrag wurde trotzdem nicht verlängert und van Duijnhoven beendete im Alter von 38 Jahren seine Karriere. Seitdem ist er bei seinem Ex-Klub, dem niederländischen Zweitligisten Helmond Sport, als Torwarttrainer aktiv. 

Andreas Luthe, 2010/2011 und 2013/2014: 13 Mal zu Null

Nachdem Andreas Luthe die Jugend des VfL durchlief, arbeitete er sich von der zweiten Mannschaft zur Nummer eins der Profis hoch. In der Saison 2010/2011 übernahm Luthe letztendlich für Philipp Heerwagen den Platz zwischen den Pfosten und überzeugte auf Anhieb mit 13 weißen Westen.

Luthe blieb in den kommenden vier Jahren die Nummer eins und avancierte sogar zum Kapitän, ehe Gertjan Verbeek während einer Negativserie 2015/2016 Manuel Riemann zur Nummer eins beförderte. Luthe kritisierte die Entscheidung öffentlich, wurde in der Folge vom Spiel- und Trainingsbetrieb befreit und wechselte im Sommer 2016 letztendlich zum FC Augsburg. Hier kam der 33-Jährige in der laufenden Spielzeit zwei Mal zum Einsatz. 

Manuel Riemann, 2018/2019: Elf Mal zu Null

Nach seiner Beförderung 2015 ist Manuel Riemann bis heute die Nummer eins im Kasten des VfL Bochum. In der Saison 2018/2019 hatte er mit elf weißen Westen einen großen Anteil daran, dass der Pott-Klub sich im Mittelfeld der 2. Bundesliga halten konnte.

In der laufenden Saison ist Riemann im Abstiegskampf einer der Leistungsträger des VfL, weshalb der Pott-Klub seinen auslaufenden Vertrag verlängern möchte.

Peter Skov-Jensen, 2005/2006: neun Mal zu Null

Als Absicherung für den anfälligen Rein van Duijnhoven verpflichtete der VfL Bochum im Januar 2005 Peter Skov-Jensen vom FC Midtjylland. Da van Duijnhoven dennoch den Großteil der Saison spielen konnte und Peter Neururer eher auf Christian Vander setzte, blieb dem Dänen zumeist nur die Bank oder gar die Tribüne. Erst 2005/2006 etablierte sich Skov-Jensen unter Marcel Koller als Nummer zwei, kam in Abwesenheit des verletzten van Duijnhoven 15 Mal zum Einsatz und spielte sogar neun Mal zu Null! Die Defensive blieb stabil und die Bochumer stiegen als Meister auf. 

Nach van Duijnhovens Rücktritt begann Skov-Jensen die Bundesliga-Saison 2006/2007 als Nummer eines, wurde allerdings schon früh von Alexander Bade und ab der Winterpause sogar noch vom ausgeliehenen Jaroslav Drobny abgehängt. Skov-Jensen wechselte 2007 nach Norwegen, ehe er 2008 im Alter von 37 Jahren seine Karriere in Dänemark ausklingen ließ. Dort ist er heute in der zweiten Liga als Torwarttrainer aktiv.

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