Dirk Roenz war für gerade einmal drei Spiele als VfB-Speldorf-Trainer im Amt, da legte das Coronavirus schon den gesamten Spielbetrieb lahm. Im Gespräch mit RevierSport spricht sich Roenz für einen Saisonabbruch und einen Neustart mit drei Landesligen aus. 

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VfB Speldorf: Klublegende Roenz hofft auf dritte Landesliga

Tizian Canizales
05. Mai 2020, 14:26 Uhr
Dirk Roenz coacht ein Landesligaspiel seines VfB Speldorf. Foto: Funke Foto Services

Dirk Roenz coacht ein Landesligaspiel seines VfB Speldorf. Foto: Funke Foto Services

Dirk Roenz war für gerade einmal drei Spiele als VfB-Speldorf-Trainer im Amt, da legte das Coronavirus schon den gesamten Spielbetrieb lahm. Im Gespräch mit RevierSport spricht sich Roenz für einen Saisonabbruch und einen Neustart mit drei Landesligen aus. 

Im Februar 2020 übernahm VfB-Speldorf-Legende Dirk Roenz, der lange für den Klub spielte, das Traineramt von seinem Vorgänger Olaf Rehmann. Der musste gehen, nachdem der VfB auf die Landesliga-Abstiegsplätze abgerutscht war. "In der Kürze der Zeit konnte ich natürlich noch nicht allzu viel ändern. Wir haben aber einen ganz guten Start hingelegt und direkt im ersten Spiel beim SC Düsseldorf-West einen Punkt nach Rückstand geholt. Die anderen beiden Spiele gingen dann leider verloren", fasst Roenz zusammen. 

Roenz will mehr Bezirksliga-Aufsteiger

So steht Speldorf weiter auf dem vorletzten Rang 17, könnte aber von einem Saisonabbruch profitieren. "Sportlich würde der Klassenerhalt für uns schwer werden. Wir würden auf jeden Fall von einem Abbruch profitieren", sagt Roenz ehrlich. 


Der Trainer rechnet mit einem Saisonabbruch und hat auch schon eine Lösung für die kommende Spielzeit parat. "Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass der Verband gegen den Willen der Vereine entscheidet", sagt Roenz mit Blick auf die Ligakonkurrenz, von der sich die Mehrheit ebenfalls für einen Abbruch ausspricht. "Am einfachsten wäre es dann, aus den Bezirksligen drei Vereine aufsteigen zu lassen, Abstiege auszusetzen und eine dritte Landesliga aufzumachen. So würde der Verband ziemlich vielen Interessen gerecht werden."

Mit Blick auf eine mögliche Trainingserlaubnis, der am Mittwoch in einer Ministerkonferenz stattgegeben werden könnte, freut sich Roenz vor allem über mögliche Ballübungen seiner Spieler. "Jeder Fußballer tritt natürlich lieber gegen den Ball, als die ganze Zeit nur durch den Wald zu laufen. Spielformen werden wir wegen der Abstandsbestimmungen wohl kaum trainieren, aber immerhin können die Jungs ein bisschen Passspiel und Torschuss üben", sagt er. 

Vertrag bis Sommer 2021

Persönlich wird Dirk Roenz aber auf jeden Fall auch in der kommenden Saison beim VfB Speldorf an der Seitenlinie stehen. "Ich habe noch einen Vertrag bis zum Sommer 2021. Generell arbeite ich immer nur mit Ein-Jahres-Verträgen, da so beide Seiten immer flexibel reagieren können, wenn es nicht passen sollte. Aktuell fühle ich mich in Speldorf aber sehr wohl."

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