VfB Speldorf beginnt seinen Neuaufbau

18.01.2019

OL NR

VfB Speldorf beginnt seinen Neuaufbau

Foto: Ute Gabriel

Beim Trainingsauftakt versammeln sich 25 Spieler, acht Neue sind spielberechtigt. Trainer Ryoji Ishikawa muss die Spreu vom Weizen trennen.

Wäre es nicht so kalt gewesen, hätten sich die Szenen auch gut und gerne am ersten Tag einer Sommervorbereitung abspielen können. Jede Menge Neue und kaum bekannte Gesichter. Genauso trug es sich am Mittwochabend beim Rückrunden-Trainingsauftakt des Oberligisten VfB Speldorf zu.

25 Spieler liefen auf dem Kunstrasenplatz an der Saarner Straße auf. Vom Kader aus der Rückrunde waren nur noch sechs Spieler dabei (Abdul-Rahman Yussif und Leon Nevian fehlten), während sich neben den festen Neuzugängen auch noch jede Menge Probespieler auf dem Feld tummelten. In den kommenden Trainingseinheiten werden wohl noch weitere dazu kommen.

Coach verschafft sich zunächst einen Überblick

Neu-Trainer Ryoji Ishikawa kam als Letzter aus der Kabine und schaute sich das bunte Treiben zunächst von der Seite aus an, während Co-Trainer Dustin Paczulla die ersten Übungen leitete. Erst beim Trainingsspiel schaltete sich der Coach lautstark mit ein. Für ihn ging es lediglich um einen „allerallerersten Eindruck“. Für den 41-Jährigen geht es in den Wochen vor dem Start der Restsaison darum, die Spreu vom Weizen zu trennen, für die Vereinsverantwortlichen darum, wer finanzierbar ist.

Fest steht aber, dass der VfB in der Rückrunde zwar mit einer bunt zusammengewürfelten aber durchaus schlagkräftigen Truppe an den Start gehen wird. Alle bisherigen Neuzugänge haben zuletzt zumindest in der Landesliga gespielt, einige haben sogar Oberliga-Erfahrung. Baustelle bleibt die Torwartposition, denn die Entscheidung von Kapitän Kai Gröger steht weiterhin aus. Im Training gab André Panz den zweiten Keeper.

Acht Neuzugänge sind bis jetzt bereits spielberechtigt. Sie geben dem VfB ein internationales Gesicht, denn unter ihnen sind vier Japaner, ein Koreaner und sogar ein Spieler aus Trinidad & Tobago.

Die bisherigen Neuzugänge in der Übersicht

Coby McGregor (19).
Der Mann aus der Karibik war vor einem Jahr noch beim Drittligisten Preußen Münster sowie beim Zweitligisten Jahn Regensburg im Probetraining. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Cameron wechselte er schließlich in die U19 des FSV Zwickau. Nach einem halben Jahr zog der Innenverteidiger weiter zu den Sportfreunden Baumberg, konnte sich in der Oberliga bei nur einem Einsatz aber auch nicht durchsetzen. Die meisten Spiele (10) bestritt er für Baumbergs Reserve in der Bezirksliga.

Tetsu Horiuchi (24): Der Mittelfeldspieler kommt ebenfalls aus Baumberg, wo er nach je drei Spielen für erste und zweite Mannschaft keine Zukunft mehr hatte. Zuvor hatte der Japaner unter anderem in der Oberliga Hessen gespielt.

Dahyul Bang (21), Mikiya Naito (20) und Enoch Wölfer (22): Das Trio spielte zuletzt für das Landesliga-Schlusslicht TSV Meerbusch II. Der dunkelhäutige Abwehrspieler Wölfer spielte in der vergangenen Saison noch in der Oberliga für den DSC 99, kam in dieser Spielzeit auf drei, der koreanische Mittelfeldmann Bang auf acht und Flügelspieler Naito auf sechs Einsätze in der Hinrunde.

Ken Akiyama (24): Beim VDS Nievenheim war der Japaner in der vergangenen Saison Stammspieler in der Landesliga. Für seinen neuen Klub Hilal Maroc Bergheim kam er 2018/2019 noch nicht zum Einsatz, sondern nur in der Futsal-Landesliga für den Japanischen Club Düsseldorf, bei dem Ishikawa Teammanager ist. Auch Horiuchi und Ryota Nakaoka gehören dort zum Kader.

Shunya Ando (22): Der erste Winter-Neuzugang lief für den VfB bereits in der Hallen-Endrunde auf. Zuletzt spielte er für den VfR Krefeld-Fischeln.

Michael Andres (23): Ein bekanntes Gesicht. Der Stürmer kam 2015 aus der A-Jugend des FC Kray nach Speldorf und schoss in 63 Spielen für den VfB 24 Tore. Nach dem Aufstieg in die Oberliga ging er nach Fischeln, setzte sich dort aber nicht durch. Beim A-Kreisligisten GSG Duisburg ist Andres mit 14 Toren aus 14 Spielen bislang der beste Torjäger in der laufenden Saison.


Autor: Marcel Dronia

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