Der VfB Homberg thront auf dem ersten Tabellenplatz. Doch die Konkurrenz ist wachsam und der Kader fragil.

Siegesserie

VfB Homberg wird jetzt intensiver beobachtet

07. Oktober 2018, 21:08 Uhr

Foto. Thorsten Tillmann

Der VfB Homberg thront auf dem ersten Tabellenplatz. Doch die Konkurrenz ist wachsam und der Kader fragil.


Endlich war es soweit. Stefan Janßen, Trainer des VfB Homberg, musste sein Versprechen einlösen. „Ich gucke das erste Mal auf die Tabelle nach zehn Spieltagen“, sagte er vor wenigen Wochen. An diesem Sonntag neigte sich der zehnte Spieltag dem Ende, also musste Janßen einen Blick auf die Platzierungen werfen. „Gefällt mir“, lautete sein knappes Urteil. Doch schon im nächsten Satz folgte die Relativierung: „Aber was ist die Tabelle wert, wenn du nach 25 Spieltagen nur noch dreimal gewonnen hast?“ Demut bleibt die Konstante der VfB-Trainers.

Das Video zum Spiel: Präsentiert von Soccerwatch und RevierSport


Doch 28 Punkte nach zehn Spieltagen bleiben nicht unbemerkt. Die Konkurrenz versucht sich zunehmend an die Homberger anzupassen. „Wir werden intensiver beobachtet von den Gegnern. In dieser Saison gab es bisher zwei Mannschaften, die sehr tief gestanden haben und ihr Heil im Null-zu-Null gesucht haben.“ Für Janßen ist das nicht verwunderlich, bereitet ihm jedoch keine Sorgen. Den Schlüssel des Erfolgs sieht er viel mehr in der Geschlossenheit seines Teams. „Der Großteil der Mannschaft ist zusammengeblieben. Wir brauchten immer nur Nuancen mit neuen Spieler zu verändern. Dadurch sind wir reifer geworden und ein stückweit abgeklärter“, sagte er.

Einer dieser neuen Spieler heißt Danny Rankl, der beste VfB-Torschütze mit aktuell sieben Toren. Rankl kam zu Beginn dieses Jahres vom SV Sonsbeck und gehört mit seinen 29 Jahren bereits zu den Routiniers im Team. „Ein Jahr weiter wird er wahrscheinlich Opa gennant“, scherzte Janßen. Doch auch Rankl betonte ebenso den Teamgeist: „Wer bei uns die Tore schießt, ist echt scheißegal. Wichtig ist, dass wir am Ende drei Punkte.“

Knackpunkt: Die Kaderbreite

Den braucht es auch. Denn die Saison ist lang und Verletzte könnten zum Stolperstein werden. „Bei uns darf nicht so viel passieren“, erklärte der Trainer. Zuletzt hatte es Julien Rybacki und Torhüter Philipp Gutkowski getroffen. Gerade der Verlust von Rybacki wiegt schwer, der mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfällt. „Er ist ein Stürmer, den wir in der Form nicht ersetzen können“, sagte Janßen, und weiter: „Das sind schon zwei herbe Verluste, aber der Teamgeist ist so stark, dass die Jungs auch für die Beiden kämpfen werden.“ Doch der Aufstieg bleibt weiterhin Aussehen vor. Immerhin hat Janßen ein neues Versprechen abgegeben, was das Thema Regionalliga anbelangt: „Wenn wir zwei Spieltage vor Schluss noch genauso stehen, können wir noch einmal drüber reden.“

Autor: Jonas Hüster 

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren