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VfB Homberg muss um Regionalliga-Lizenz zittern

13. Mai 2019, 09:39 Uhr

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

In der vergangenen Woche machte der VfB Homberg den sportlichen Aufstieg in die Regionalliga West perfekt. Am Sonntag folgte die Oberliga-Meisterschaft. Zu Wochenbeginn dann der Schock.

Der VfB muss nämlich um die Regionalliga-Lizenz zittern. Das bestätigte Wolfgang Graf, Fußball-Abteilungsleiter der Homberger, gegenüber Radio Duisburg und RevierSport. "Ich will jetzt nicht in den Krisenmodus schalten. Ich bin aber auch nicht entspannt, sondern eher irritiert. Seit Monaten sind wir in Gesprächen mit der Stadt Duisburg, der auch das PCC-Stadion gehört, und wir haben immer positives Feedback erhalten. Doch jetzt reklamiere ich, dass endlich der Startschuss fallen sollte. Den Worten sollten Taten folgen", betont Graf.

Mit dem Startschuss meint der Homberger Fußball-Obmann, dass die Bagger am PCC-Stadion anrollen sollten. Denn es gibt von Seiten des Westdeutschen Fußballverbandes, der für die Regionalliga West zuständig ist, klare Auflagen. In Homberg geht es vor allem um zwei Dinge: Es muss ein Fanblock für die Gäste-Anhänger gewährleistet sein. Zudem müssen am Stadion zwei Ein- beziehungsweise Ausgänge vorhanden sein. "Wir wissen das auch schon sehr lange und haben eigens einen Architekten mit der Planung beauftragt. Eigentlich liegt alles bereit. Wir warten nur auf das grüne Licht der Stadt. Diese muss ja die Finanzierung absegnen", sagt Graf.

Es soll sich um rund 100.000 bis 150.000 Euro handeln, die die Stadt Duisburg in die Hand nehmen muss, um das PCC-Stadion Regionalliga-tauglich zu machen. "Wir haben jetzt den 13. Mai. Ich hoffe, dass noch in diesem Monat die Bagger rollen. Denn klar ist auch, dass der Verband nicht ewig warten wird. Wir haben eben bestimmte Auflagen zu erfüllen. Von unserer Seite haben wir alles getan. Jetzt brauchen wir die Unterstützung der Stadt", wird Graf deutlich. Uwe Busch, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Duisburg, macht den Hombergern Hoffnung. "Ich bin da zuversichtlich, dass wir das alles hinbekommen", sagt Busch auf RS-Nachfrage.

Trainer Janßen vertraut der Sportstadt Duisburg


Für Stefan Janßen, den Homberger Erfolgstrainer, wäre eine Nicht-Zulassung des VfB für die Regionalliga West ein Skandal. "Wir haben seit Monaten alles sportlich und organisatorisch dafür getan, dass der VfB Homberg in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen kann. Wenn man mir und meiner Mannschaft die Sensations-Saison kaputt macht, dann weiß ich auch nicht mehr. Ich vertraue da aber weiterhin der Sportstadt Duisburg."

Autor: Krystian Wozniak

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16.05.2019 - 18:38 - Voigt

Nachdem nun die unselige Schuldenallianz
zwischen der Duisburger Lokalpolitik (SPD + CDU)
und dem MSV Duisburg munter weitergeht,

(Der MSV erhält 1 Million Euro an Steuergeldern
für die 3. Bundesliga)

bleibt zu hoffen, daß für den VfB Homberg wenigstens
die vergleichsweise geringe Summe von 150.000 Euro
übrigbleibt, um die Lizenz für die Regionalliga West
zu bekommen.

Schau'n mer mal , wie sich die verantwortlichen
Politiker verhalten, bzw. was an´s Tageslicht kommt ...

14.05.2019 - 22:13 - Berlin85

In Krefeld gibt es ähnliche Probleme, allerdings in einer anderen Größenordnung. Hier wird lieber dem Eishockey seit Jahrzehnten der A..... gepudert, anstatt vernünftige Bedingungen für den KFC zu schaffen.
Der VfB Homberg leistet seit langer Zeit großartige Arbeit für den Fußball und insbesondere für denJugendfussball! Der Stadt Duisburg stünde es gut zu Gesicht, endlich mal etwas für die linke Rheinseite zu tun!!

14.05.2019 - 12:06 - Jan52

Sauerei !

Wenn der VfB Homberg keine Lizenz für die
Regionalliga bekommt, ist das echt ein Skandal.

Die verantwortlichen Politiker der Stadt Duisburg
(SPD + CDU) sollten also schleunigst in die Gänge kommen,
um dem VfB Homberg finanziell die Regionalliga
zu ermöglichen.

Zur Erinnerung : Jahrzehntelang wurde der MSV Dusburg
mit Millionen von Steuergeldern gepampert z.b (Stadionausbau,
Bürgschaften für MSV Schulden)
und die Amateurmannschaften hingegen wurden mit Brotkrumen bedacht.