3. Liga

Verl-Knipser hat Lunte gerochen: "Ich will weiter nach oben"

27. Oktober 2020, 21:00 Uhr
Voll fokussiert: Aygün Yildirim liefert auch in Liga drei ab und will noch höher hinaus. Foto: Thorsten Tillmann

Voll fokussiert: Aygün Yildirim liefert auch in Liga drei ab und will noch höher hinaus. Foto: Thorsten Tillmann

Der Sportclub Verl gehört nach dem Aufstieg in die 3. Liga auch in dieser Spielklasse zu den Spitzenmannschaften. Ein Grund für den Erfolg: das erfolgreiche Angriffsduo um Zlatko Janjic und Aygün Yildirim.

Die Erfolgsgeschichte des SC Verl geht auch in der 3. Liga weiter. Nach sieben Spielen liegt der Aufsteiger aus Ostwestfalen auf dem vierten Tabellenplatz.

Geht es nach Aygün Yildirim (25), dann wäre noch mehr drin gewesen. "Wir hatten in den Spielen mehr Pech als Glück. Die einzige Niederlage, die verdient war, war die gegen Ingolstadt. Sonst haben wir super gespielt. Auch gegen Rostock war viel mehr drin. Wir hätten noch besser starten können. Aber das ist natürlich schon Jammern auf einem sehr hohen Niveau", weiß auch der Aufstiegsheld, der in sieben Einsätzen bereits viermal ins Schwarze traf und einen weiteren Treffer vorbereitete.

Finanziell lukrative Auslandsangebote zugunsten des SC Verl abgelehnt

Der kampf- und laufstarke Angreifer hatte im vergangenen Sommer einige Anfragen vorliegen - sowohl aus Deutschland als auch dem Ausland. Kein Wunder: schließlich erzielte Yildirim im Trikot des SC Verl bis zum Saisonbeginn 2020/2021 in 43 Spielen 23 Tore, bei 13 weiteren Treffern assistierte er.

"Ich fühle mich in Verl einfach pudelwohl", sagt der Stürmer, der in Ahlen lebt. Yildirim und der Sportclub: Das passt einfach. Dabei hätte er im Sommer auch in das Heimatland seiner Eltern, die Türkei, wechseln können. "Es gab finanziell sehr lukrative Angebote aus der Türkei", verrät er. Yildirim ergänzt: "Man weiß jedoch in der Türkei nie, wie das alles verläuft. Wenn man nicht spielt, ist man auch schnell in Deutschland vom Radar verschwunden. In Verl spiele ich jetzt in der 3. Liga und kann mich weiter zeigen. Ich bin in Deutschland noch lange nicht fertig. Der nächste Schritt sollte für mich die 2. Bundesliga sein. Ich will weiter nach oben. In die Türkei kann ich irgendwann immer noch wechseln."

Für sein nächstes Ziel, die 2. Bundesliga, will Yildirim in den nächsten Wochen und Monaten alles geben. Und: Er will auch seinem kongenialen Sturm-Partner Zlatko Janjic helfen. Nach insgesamt 190 Drittliga-Spielen kommt Janjic inzwischen auf 72 Treffer. Damit fehlen dem 34-Jährigen, der auch schon für Wiesbaden, Duisburg und Großaspach in der 3. Liga spielte, nur noch drei Treffer zum zweiten Platz in der "Ewigen Torschützenliste": Marcel Ziemer, 75 Tore in 238 Spielen. Das Ranking führt der inzwischen für den Südwest-Regionalligisten SSV Ulm 1846 aktive Anton Fink (136 Treffer in 324 Partien) mit großem Vorsprung an. "Ja, das haben wir natürlich mit Zlatko im Blick. Ich werde ihm die Dinger schon auflegen. Das hat sich 'Sladdy' verdient", sagt Yildirim mit einem Augenzwinkern.

Mit Verl in die 2. Bundesliga?

Dass der SC Verl aktuell oben mitmischt und auch spielerisch beeindruckt, weiß auch Yildirim. Trotzdem will er (noch) nicht träumen. Der Durchmarsch in die 2. Liga ist in der Kabine kein Thema. "Wenn wir nach 30 Spielen Vierter sind, dann können wir nochmal reden", sagt Yildirim

Bis dahin will der SC Verl mit seinem Power- und Pressingfußball - und Janjic sowie Yildirim - weiter für Furore sorgen.

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