30.11.2018

Wanne-Eickel in Wiemelhausen

Verfolgerduell der formstarken Nachbarn

Foto: Klaus Pollkläsener

Der DSC Wanne-Eickel gastiert in Wiemelhausen. Beide Teams seit fünf Wochen ungeschlagen.

Sicher, auch diesmal werden maximal drei Punkte verteilt. Aber wenn Concordia Wiemelhausen und der DSC Wanne-Eickel am Sonntag um 14.30 Uhr an der Glücksburger Straße 25 in Bochum aufeinanderprallen, steht eine ganze Menge auf dem Spiel – womöglich gar Erfolg oder Misserfolg einer ganzen Saison.

Beide Ortsnachbarn haben sich auch in der Tabelle als Sechster bzw. Fünfter nebeneinander einsortiert, beide haben den Saisonstart ziemlich vermurkst, sind jetzt aber richtig in Fahrt gekommen und haben eine Aufholjagd gestartet. Der DSC hat die letzten drei Heimspiele souverän gewonnen, auswärts zweimal einen Punkt geholt und wäre so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Westfalenliga – wenn Wiemelhausen nicht wäre. Mit fünf Siegen in den letzten fünf Spielen hat Concordia den DSC noch übertroffen und die optimale Punktebeute gemacht.

„Das wird ein ganz schweres Spiel“, bekundet auch DSC-Trainer Holger Flossbach Respekt vor dem formstarken Gastgeber. „Aber wir fahren da ohne Angst hin.“ Letzteres betrifft auch Toptorjäger Xhino Kadiu, der 16 von 28 Wiemelhauser Treffern erzielt hat – und gegen den DSC, so mutmaßt Flossbach, „besonders heiß“ sein wird. Denn ursprünglich sollte Kadiu vor dieser Saison aus Sprockhövel nach Wanne-Eickel wechseln. Doch im letzten Moment platzte der Transfer, und der Torjäger landete in Bochum. „Sicher will er uns jetzt zeigen, dass wir einen Fehler gemacht haben“, glaubt Flossbach.

Dennoch werde er wegen eines Spielers nicht sein System ändern. „Wir haben uns in der Abwehr stabilisiert und unseren Gegnern zuletzt wenig Chancen gegeben“, setzt der DSC-Coach auf Bewährtes. „Wenn Kadiu trotzdem den Unterschied ausmacht, Hut ab. Dann ist er ein Guter.“

Ein paar Gute kann aber auch Flossbach auf den Kunstrasen schicken, selbst wenn langzeitverletzte Leistungsträger wie Melchner, Preissing oder Gerick weiterhin nur zuschauen können und aus beruflichen Gründen auch Atze Lorenzen und Jerome Juskowiak fehlen werden. Aber junge Spieler wie Kaiser, Baf, Hildwein, Lubkoll oder Ruppert haben die Lücken zuletzt immer besser geschlossen. „Ich bin stolz auf die Jungen. Sie haben die Grundlage für eine Aufholjagd geschaffen.“ Sieben Punkte möchte Flossbach aus den drei Spielen bis Weihnachten noch holen. Eine Niederlage in Wiemelhausen passt da nicht in den Plan.

Autor: Wolfgang Volmer

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