Kreisliga B

Verband schockiert nach Angriff auf 71-jährigen Schiedsrichter

29. August 2019, 13:17 Uhr

Foto Alexandra Roth

Am letzten Wochenende gab es einen Angriff auf einen 71-jährigen Schiedsrichter. Der Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) verurteilte die Attacke. 

Kein Wochenende ohne Angriffe auf Schiedsrichter. Am 25. August gab es einen traurigen Zwischenfall in der Kreisliga B in Lüdenscheid. Hier wurde ein 71-jähriger Schiedsrichter angegriffen - aufgrund einer Gelben Karte. Daher musste die Partie zwischen dem TuS Herscheid und dem TSKV Altena beim Stand von 5:1 in der 86. Minute abgebrochen. Der Angriff ging aus von einem Akteur der Gästemannschaft aus Altena. 

Aufgrund der körperlichen Attacke ging der Schiedsrichter zu Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Er musste im Krankenhaus behandelt werden. Der FLVW zeigte sich schockiert und gab bekannt: "Null Toleranz! Das Präsidium und der gesamte FLVW sind schockiert über diesen brutalen Gewaltausbruch", sagte Präsident Gundolf Walaschewski. "Zu keinem Zeitpunkt einer Saison sind Attacken auf Schiedsrichter zu erklären oder gar zu entschuldigen. Dass es bereits am ersten Spieltag zu einem derart schlimmen Vorfall kommt, macht uns umso fassungsloser."

Der Vorsitzende des Arbeitskreises, Michael Lichtnecker, sichert dem attackierten 71-Jährigen Unterstützung zu: So gibt es für den Schiedsrichter die Möglichkeit des Opferschutzes und des Täter-Opfer-Ausgleichs. Die vom Schiedsrichter bei der zuständigen Polizeibehörde gestellte Strafanzeige wegen Körperverletzung wird vom FLVW ausdrücklich begrüßt.

Was dem Verband wichtig ist: Entgegen bereits veröffentlichter Presseartikel zum Spielabbruch handelt es sich bei dem Angreifer nach derzeitigen Erkenntnissen nicht um einen Fußballer mit Migrationshintergrund. "Die Herkunft des Täters darf in der Bewertung des Vorfalls keine Rolle spielen. Doch aufgrund der zunehmenden diskriminierenden Kommentare im Internet ist es uns wichtig, dies in diesem Fall klar zu stellen", betonte Walaschewski.

Da der Verein in der Vergangenheit bereits mit ähnlichen Vorfällen negativ aufgefallen ist, müssen der Spieler und der TSKV Altena mit drastischen Strafen rechnen. Der Spielabbruch wird vor dem zuständigen Sportgericht des FLVW-Kreises Lüdenscheid verhandelt.

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

29.08.2019 - 17:06 - schutzschwalbe

@ChrisR16
Warum möchten Sie denn unbedingt, daß der Täter einen Migrationshintergrund hat?

29.08.2019 - 14:59 - Lackschuh

ChrisR16!
Auch mich irritiert die Aussage des Präsidenten eher und bedeutet für mich in Richtung Einordnung mal gar nichts! Vor kurzem wurde bei einer Straftat von einem Deutsch-Kenianer geschrieben - kann ich nix mit anfangen!
Zum Vorfall selbst gibt es unter Sportsmännern sicherlich keine 2 Meinungen, aber wir reden ja im Fußball schon lange nicht mehr von Sportsmännern zu 100%. Vorfälle sind größtenteils in unteren Klassen und lassen sich hier durchaus erklären, ist aber ist eh Latte!

29.08.2019 - 14:29 - asaph

Man beachte das Vereinswappen vom TSKV Altena siehe link https://www.reviersport.de/team/tskv-altena/
Was haben die religiösen Zeichen oben auf dem Vereinswappen eines Fussballvereins zu suchen?

29.08.2019 - 14:25 - ChrisR16

Das ist lächerlich was in den heutigen Berichterstattungen geschrieben wird. Nur weil beide Elternteile in Deutschland geboren sind heißt es noch lange nicht , dass es sich um einen Deutschen ohne Migrationshintergrund handelt. Wenn eine Kuh im Schweinestall geboren wird ist sie auch kein Schwein...

29.08.2019 - 13:52 - schutzschwalbe

Menno - da haben sich einige richtig Mühe gegeben und dann hat der Täter keinen Migrationshintergrund.
Das war es dann wohl mit weiteren Beiträgen dazu, das ist ja nun uninteressant geworden.
Die Option, den Kommentar als emotionalen Ausbruch durch eine schwere Kindheit darzustellen, besteht natürlich.

29.08.2019 - 11:28 - Außenverteidiger

Gundolf Walaschewski ist schockiert? Er wurde am 04.06.2016 zum Präsidenten gewählt. Heißt, seit drei Jahren kommt es unter seiner Führung jedes Wochenende zu solchen Ausbrüchen. Wer Strafen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren als hart bezeichnet, ist mehr ein Komplize der Täter. Darüber wird sich kräftig amüsiert. Selbst im Artikel wird etwas von "Täter Opferausgleich" geredet. Kann man mit gut ausgebildeten Menschen machen, wenn die Hecke im Garten über 1,25 Meter wächst. Jedoch ist selbst ein Straftäter fähig zu überdenken, welche Folgen ein Angriff auf einen 71 jährigen Körper hat. Natürlich wird die Attacke als emotionaler Ausbruch durch eine schwere Kindheit (in Deutschland unmöglich) dargestellt. Der Täter wäre dämlich, wenn er diese Option in unserem Rechtssystem nicht nutzen würde.

Die Herkunft bei Straftaten ist schon wichtig. In einer Demokratie muss der Bürger über die Gesetze in seinem Land nachdenken, um seine Stimme entsprechend abgeben zu können. Bei Inländern kann man darüber nachdenken, ob die Anwendung der aktuellen Gesetze ausreicht. Bei Ausländern muss geschaut werden, ob Kapazitäten (Personal und Kapital in der Justiz) vorhanden sind. (Wenn ja->Knast, wenn nein->Ausweisung) Schließlich sind Straftäter sehr kostenspielig. Dann doch lieber Kinder, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, früh fördern.

Nachtrag zum Migrationshintergrund. Im Ruhrgebiet habe ich die Erfahrung gemacht, der statistische Migrationshintergrund unterscheidet sich zu den Äußerungen der Migranten. Da sehen sich viele Kollegen in der dritten Generation noch als polnisch, russisch, türkisch usw... an.

29.08.2019 - 11:12 - Laborant

Türkischer Sport und Kulturverein

29.08.2019 - 10:49 - Abseitsfalle_RWE

Weiss jemand wofür das 'TSKV' im Vereinsnamen steht?