Fußball-Westfalenligist TuS 05 Sinsen spielt in der kommenden Saison in der Westfalenliga 1. Im Klub herrschen Unverständnis und Ärger - auch wegen der Mehrkosten.

Westfalenliga 1

Verärgerung auch in Sinsen: So teuer ist die Umgruppierung

Dominik Hamers
26. Juli 2020, 14:53 Uhr
Kein Wiedersehen in  der kommenden Saison: Sinsen und Hordel treten in getrennten Staffeln an. Foto: Joachim Haenisch

Kein Wiedersehen in der kommenden Saison: Sinsen und Hordel treten in getrennten Staffeln an. Foto: Joachim Haenisch

Fußball-Westfalenligist TuS 05 Sinsen spielt in der kommenden Saison in der Westfalenliga 1. Im Klub herrschen Unverständnis und Ärger - auch wegen der Mehrkosten.

Die Zahl hat Christos Karaissaidis genau im Kopf. 5.000 Euro mehr, so der Sportliche Leiter des Fußball-Westfalenligisten TuS 05 Sinsen, werde die neue Saison den Marler Klub kosten. Ein dickes Brett, auch aufgrund der ausgebliebenen Zuschauereinnahmen in der vergangenen Spielzeit. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es auch - unabhängig vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie - auch in Kürze keinen überwältigenden Zuschauer-Ansturm beim TuS 05 geben wird. Denn mit der Einteilung in die Westfalenliga 1 sieht sich der Verein arg im Nachteil. Schließlich spielen dort überwiegend Teams aus dem Münsterland.

„Man hat sich wahrscheinlich gedacht, dass Erkenschwick und Sinsen sich freuen, wenn sie das Derby haben“, vermutet Karaissaidis, den die Umgruppierung „schockiert“ habe. „Gerade in der Zeit, in der für alle das Geld knapp ist, ist das nicht gerade glücklich.“ Das von ihm erwähnte Kostenplus gegenüber der Vorsaison beziehe sich dabei allein auf die Fahrtkosten. „Rot-Weiß Deuten und Westfalia Wickede liegen viel näher an den meisten Vereinen der Liga. Für uns wäre die andere deutlich besser gewesen.“

Der Funktionär des Marler Westfalenligisten ärgert sich außerdem darüber, dass es verbandsseitig heißt, der TuS sei auf eigenen Wunsch in die andere Staffel gekommen. „Das ist Hohn für uns. Wir kennen die Liga doch. Nachdem wir aufgestiegen sind, haben wir dort schon einmal gespielt. Und da haben wir diese Weltreisen auch schon gemacht.“ Von einem eigenen Wunsch könne daher nicht die Rede sein.

Auch beim Liga-Rivalen Spvgg Erkenschwick herrscht immer noch Verwunderung. Im RS-Gespräch sagte Trainer David Sawatzki: „Damit fallen leider interessante Duelle mit Teams wie Wanne-Eickel weg. Außerdem haben wir nun viel weitere Anfahrtswege. Da wird es extrem wichtig sein, die lange Autofahrt schnell aus den Klamotten zu schütteln.“ Karaissaidis konnte sich zumindest ein wenig beruhigen. Der Funktionär sagte nur matt: „Momentan läuft nicht alles nach Plan oder Wunsch.“

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16.08.2020 - 19:23 - soso

Bei der Einteilung hatten sie beim Verband wohl schon ein paar Promille !?!?!

26.07.2020 - 17:35 - UNVEU

Wenn der Verband ja so lustige Ideen hat, dann kann er Sinsen und auch der Spvgg Erkenschwick ja die höheren Saisonkosten erstatten - die Vereine sind durch die Corona Pause eh schon gebeutelt und jetzt sollen sie durch die völlig unerklärbare Umgruppierung noch mehr Verluste hin nehmen