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Union Nettetal: Ärger um Wechsel von Landesliga-Juwel

Stefan Loyda
24. November 2020, 19:30 Uhr
Nettetals Trainer Andreas Schwan hat sich die Dienste eines Landesliga-Juwels gesichert. Foto: Stefan Rittershaus

Nettetals Trainer Andreas Schwan hat sich die Dienste eines Landesliga-Juwels gesichert. Foto: Stefan Rittershaus

Niederrhein-Oberligist Union Nettetal hat sich ein Mittelfeld-Juwel des ASV Süchteln gesichert. Die sind über den Wechsel ihres wohl größten Talents nicht gerade sehr erfreut.

Der SC Union Nettetal spielt bisher eine ordentliche Saison. Aktuell seht die Mannschaft von Trainer Andreas Schwan auf Platz 16. In der vergangenen Saison ging es für den Klub, der in seinem dritten Jahr Oberliga spielt, schon früh auf einen Abstiegsplatz und konnte sich von dort bis zum Corona-Abbruch nicht mehr befreien. Im Gegenteil: Ohne den bekannten Abbruch wäre es wahrscheinlich zurück in die Landesliga gegangen.

Aus seiner zweiten Chance haben die Verantwortlichen des Klubs jedoch das Bestmögliche herausgeholt. Damit die Nettetaler bestmöglich aufgestellt bleiben, haben sie sich auch schon früh nach Verstärktungen umgesehen und sich die Dienste von Leon Falter gesichert. Dieser hatte bis zur C-Jugend an der Christian-Roetzel-Kampfbahn bereits gespielt. Nach fünf Jahren beim ASV Süchteln, in denen ihm in der ersten Mannschaft in der Landesliga acht Tore und vier Vorlagen in sieben Spielen gelungen sind, wollte der Mittelfeldspieler wieder zu seinem Jugendverein zurückkehren. Darüber herrscht bei den Verantwortlichen des ASV Süchteln noch keine Einigkeit.

„Ich ha­be sel­ber ei­ni­ge Jah­re in Net­te­tal ge­spielt und hät­te mir ge­wünscht, dass mich Dirk Rie­ther (Abteilungsleiter beim SC Union Nettetal, Anm. d. Red.) vor­her per­sön­lich kon­tak­tiert hät­te“, äußert sich Süchtelns Sportlicher Leiter Torsten Trautmann enttäuscht in der Rheinischen Post. Stattdessen habe er mit dessen Geschäftsführer über die Ablösemodalitäten gesprochen. Die Summen sind dabei im Winter übrigens frei verhandelbar. Trautmann weiter: „Wir ha­ben Le­on die gan­zen Jah­re bei uns aus­ge­bil­det. Ei­nen Spie­ler mit sei­nen Qua­li­tä­ten eist man nicht in der Win­ter­pau­se los.“

Dieser Darstellung widerspricht Riehter derweil und betont in der RP, dass alles sauber gelaufen sei: „Wir freu­en uns, dass Le­on den nächs­ten Schritt in sei­ner Ent­wick­lung bei uns ma­chen möch­te. Er passt per­fekt in un­ser An­for­de­rungs­pro­fil und kennt auch schon ei­ni­ge im Team.“ Und in dem Anforderungsprofil konzentrieren sich die Nettetaler eben in erster Linie um junge Spieler. So wie Jan Poehler, der nun aus der eigenen U19 in den Kader der Ersten hochgezogen wird. Ab dem Ende der Winterpause nicht mehr mit dabei sind Max Krause, Philipp Spickenbaum und Henri Tophoven. 

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