Rund um die Bundesliga-Begegnung des FC Schalke gegen Union Berlin wurden 16 Strafverfahren eingeleitet, zudem wurde ein Union-Fan nach der Partie von fünf Unbekannten geschlagen und beraubt. 

Nach Schalke-Spiel

Union-Fan von 5 Unbekannten geschlagen und beraubt

02. Dezember 2019, 11:15 Uhr

Foto: firo

Rund um die Bundesliga-Begegnung des FC Schalke gegen Union Berlin wurden 16 Strafverfahren eingeleitet, zudem wurde ein Union-Fan nach der Partie von fünf Unbekannten geschlagen und beraubt. 

Union Berlin hat das Bundesliga-Spiel beim FC Schalke mit 1:2 verloren und musste die Heimreise ohne Punkte antreten. Ein Fan der Köpenicker musste die Heimreise ohne drei seiner Schals und mit einer beschädigten Brille antreten. 


Er war in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Buer mit seiner Begleitung unterwegs, als es in der Nähe einer Kneipe zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung mit fünf unbekannten Personen gekommen sein soll. Anschließend eskalierte der Streit offenbar, die Polizei Gelsenkirchen berichtet, dass der 55-Jährige mehrfach geschlagen worden sein soll. Zudem hätten die Angreifer dem Berliner Anhänger drei Fanschals geklaut. Zum Glück wurde er nicht verletzt, nur seine Brille habe Schaden genommen. 

Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu den Flüchtigen und/oder deren Aufenthaltsort machen können. Sachdienliche Hinweise bitte unter 0209/365-5124 (Sachbearbeitung Fußball) oder -8240 (Kriminalwache).

Bilanz der Polizei rund um das Spiel Schalke - Union Berlin

Zuvor meldete die Polizei 16 eingeleitete Strafverfahren rund um die Partie in der Schalker Arena. Neun Strafverfahren wurden vor der Partie eingeleitet, unter anderem wegen Beleidigung, Körperverletzungsdelikten und Abbrennen von Pyrotechnik. Zwei weitere Verfahren wurden wegen Körperverletzungen eingeleitet. 

Nach der Partie ging es weiter. Beleidigungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, in der Folge gab es fünf Strafanzeigen. Die Polizei berichtet zudem von einer Schalker Fangruppierung, die auf dem Weg zu ihrem Vereinsheim alle Notbremsen in der für sie bereitgestellten Sonderbahn zog.

Die Bahn musste unterirdisch kurz vor der Rheinelbe-Haltestelle stoppen. Die Fangruppierung entfernte sich zu Fuß noch vor Eintreffen der Polizei. Videoaufzeichnungen wurden angefordert und Strafverfahren eingeleitet. 



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02.12.2019 - 18:03 - S04forever

Nicht nur in den Innenstädten ,auch auf den Fusyballplätzen sind anscheinend zu viele Irre unterwegs. Jemanden zu überfallen zu verprügeln und zu berauben und das nur weil er andere Farben trägt , zeigt wie verroht und degeneriert Teile dieser Gesellschaft mittlerweile sind.

02.12.2019 - 16:37 - Kuk

@Julius.Oppermann
Ich weiß nicht, ob und nach welchem Zeitraum jemand Angst und Schrecken verliert,
der alleine fünf mindestens teilweise schlagenden Personen gegenüber steht.

02.12.2019 - 12:38 - nilei

Dieser Kommentar wurde entfernt.

02.12.2019 - 11:25 - Julius.Oppermann

Vor einer Woche wurden in Köpenick auf der Spree Gladbacher Fans, die mit dem Schiff zum Spiel fuhren, von Brücken mit Fäkalien beworfen und auch getroffen. Es ist weitaus widerlicher, von Fäkalien fremder Menschen getroffen zu werden als sich seine Brille berauben zu lassen. Eine Brille kann man jederzeit wieder neu beschaffen, den Fäkalien-Ekel wird man sein ganzes Leben nicht mehr los.