07.11.2018

Montagsspiel

Ultras Krefeld begründen Proteste

Foto: privat

Mit Trillerpfeifen, Tennisbällen und Transparenten protestierten beide Fanszenen beim Montagsspiel zwischen Osnabrück und dem KFC Uerdingen gegen die neue Drittliga-Anstoßzeit. Nun äußern sich die Ultras Krefeld zu der Aktion.

Auf ihrer Facebook-Seite schreiben die Ultras, dass ein Stimmungsboykott, wie ihn die Osnabrücker Fanszene während der ersten Halbzeit initiierte, oder gar ein komplettes Fernbleiben für die Gruppe zu keiner Zeit eine Option gewesen sei. "Wenn man etwas verändern oder zumindest aufhalten möchte, kann man dies nur durch Aktionen erreichen", begründen die KFC-Fans ihren Trillerpfeifen-Protest.


Mit diesem sorgten sie während der ersten 15 Spielminuten für ein gellendes Pfeifkonzert. Anschließend schallte gemeinsam mit der Osnabrücker Fanszene noch ein „Scheiß DFB“-Wechselgesang durch das Stadion an der Bremer Brücke, bevor die KFC-Fans den Support ihrer Mannschaft aufnahmen. 

Osnabrücker und Krefelder Ultras machen gemeinsame Sache

Und auch bei ihren Spruchbändern machten Krefelder und Osnabrücker Ultras gemeinsame Sache. So hing in beiden Kurven jeweils ein Transparent mit der Aufschrift "Egal ob auswärts oder heim - Montag darf kein Spieltag sein!"

Auf die neue Anstoßzeit dürfte es wohl auch zurückzuführen sein, dass lediglich rund 400 KFC-Fans die Reise zum Topspiel nach Osnabrück antraten. "An einem normalen Spieltag hätten unseren Club sicherlich 1.000 - 1.200 Fans begleitet", vermuten die Ultras Krefeld. 

Ins gleiche Horn stieß auch KFC-Trainer Stefan Krämer: „Der Gästeblock wäre sicherlich voll gewesen, wenn es ein normales Wochenendspiel gewesen wäre." Ohnehin zeigte der 51-Jährige Verständnis für die Proteste der Fans. "Wenn ich kein Trainer wäre, würde ich auch samstags ins Stadion gehen und fände Montagsspiele auch doof", gab Krämer nach der Partie offen zu. fn

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