Im vergangenen Jahr sind durch den Verkauf der beliebten Nordkurve-Kalender 27.170,50 Euro für den guten Zweck zusammengekommen. Jetzt haben die Ultras Gelsenkirchen erneut ihre jährliche Charity-Aktion gestartet.   

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Ultras Gelsenkirchen starten Charity-Aktion

Stefan Bunse
06. Oktober 2019, 11:11 Uhr

Foto: firo

Im vergangenen Jahr sind durch den Verkauf der beliebten Nordkurve-Kalender 27.170,50 Euro für den guten Zweck zusammengekommen. Jetzt haben die Ultras Gelsenkirchen erneut ihre jährliche Charity-Aktion gestartet.   

Mittlerweile ist es zu einer feste Tradition geworden: Im Herbst bringen die Ultras Gelsenkirchen einen neuen Nordkurve-Kalender auf den Markt. Zu sehen gibt es Fanmotive aus der Nordkurve der Arena und dazu zwölf Geschichten und Anekdoten rund um den FC Schalke 04.


Beim Heimspiel am Samstagabend gegen den 1. FC Köln (1:1) war der Kalender erstmals am UGE-Infostand auf der Promenade hinter der Nordkurve zwischen den Blöcken N4 und N5 erhältlich. Der Preis für den Kalender liegt in diesem Jahr bei 2,50 Euro Produktionskosten. Dazu kommen 5,50 Euro Mindestspende. Der Erlös geht zu 75 Prozent an eine gemeinnützige Einrichtung der Stadt Gelsenkirchen. Zu 25 Prozent werden die Gelder für Choreografien genutzt. 

Im vergangenen Jahr konnte damit ein Herzensprojekt der „UGE“ maßgeblich angeschoben werden - der Bau eines Kunstrasenplatzes für die Kinder des Kinderheimes St. Joseph in der Gelsenkirchener Altstadt. Dafür hatten die Ultras nicht nur die Gelder aus dem Nordkurven-Kalender verwendet, sondern zum Beispiel auch im Rahmen der Schalker Saisoneröffnung oder auf dem eigens eingerichteten Weihnachtsmarkt.

Hohe Nachfrage

Darüber hinaus hatten die Ultras zusammen mit der Stiftung „Schalke hilft!“ einen Kleintransporter gekauft und diesen der Gelsenkirchener Bürgerinitiative „Warm durch die Nacht – Gelsenkirchen packt an!“ übergeben. Gelsenkirchen packt an! -Warm durch die Nacht ist eine Bürgerinitiative, die im Ende 2014 in Gelsenkirchen entstanden ist und Obdachlose und Bedürftige abends mit heißer Suppe, Kaffee und Tee zu versorgt, um eben "warm durch die Nacht" zu kommen.

Der Nordkurven-Kalender kann auch über die Homepage der Ultras Gelsenkirchen www.ultras-ge.de bestellt werden. Wegen der zu erwartenden hohen Nachfrage können die Lieferzeiten einige Wochen dauern.    

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08.10.2019 - 00:43 - Alles für Schalke

@Außenverteidiger: Man muss nicht immer das Haar in der Suppe suchen. Unterm Strich gibt es einen hohen Betrag für einen gemeinützigen Zweck, den es sonst nicht geben würde. Und ein großer Anteil geht in die Finanzierung von Choreo. Ist doch auch in Ordnung. Abgesehen davon stärkt es den Zusammenhalt und schafft Bewusstsein für die, denen es nicht so gut geht.

Das was Du da äußerst ist eine grundsätzliche Kritik, die ich in Teilen auch so sehe, aber hier nicht hinpasst. Eine gute Sache muss man nicht versuchen schlecht zu reden.

@Der Weise: Ich sehe das auch so, dass das, was da in WAT passiert ist, asozial ist. Von den Essenener und von denen auf dem Bahnsteig. Mit den Ultras von Schalke hat das aber nix zu tun.

Glückauf!

06.10.2019 - 16:11 - lappes

@ Aussenverteidiger

Klasse Beitrag !

06.10.2019 - 15:58 - Der Weise

Besser als in Wattenscheid am Bf Züge zu überfallen.....
Asipack

In diesem Sinne

NUR DER RWE

06.10.2019 - 12:46 - Außenverteidiger

Ja, Liebesgeschichten verkaufen sich gut und kritische Fragen zu stellen ist uncool. Wenn jedoch ein Sportmagazin hier Gangruppen bewirbt, sollte doch mal recherchiert werden. Hier wäre ein ehrlicher Verkauf der Ultras GE besser gewesen. Produktionskosten und 100 % für die Choreo. Alles andere ist scheinheilig. Gehen wir davon aus, wir leben in einer Demokratie und einem Sozialstaat.

Die Produktionskosten und Charity Aktionen werden im besonderen erwähnt. Was gibt's schöneres als von seinen Löhnen leben zu können? Dann brauchen die Kinder der Arbeiter auch keine Charity Aktion, weil Mama und Papa selber bezahlen können. Wo werden die Kalender und zu welchen Preis produziert? Können die Arbeiter davon Leben? Wieso werden sie nicht in Gelsenkirchen hergestellt und zu einem angemessenen Preis verkauft? Ist es eine Charity Aktion, die Umweltschäden durch die Produktion beseitigen muss?

Weiter geht's mit dem Sozial und Rechtsstaat. Wir in NRW haben eine gemeinsame Finanzierung von Polizei und Bildungsministerien. Durch uns Fußballfans entsteht doch ein großer finanzieller Aufwand auf Seiten der Sicherheitskosten. Wäre es nicht besser als Charity Aktion sich im Griff zu haben? Dann könnte das Bildungsministerium oder Verkehrsministerium diese Gelder auch in Gelsenkirchen verwenden und nach unten weiter geben. Oder Arbeitnehmer könnten bei den Sozialabgaben entlastet werden und den heimischen Konsum ankurbeln. Wäre gerade für eine Stadt wie Gelsenkirchen goldwert.

Die Verbandsstrafen im letzten Jahr betrugen 87.000 € für den Verein. Hauptsächlich verursacht durch ein Fehlverhalten. Wären umgerechnet 10.875 Kalender.

Gilt im übrigen für alle Vereine und Fußballkapitalgeselschaften samt Anhang.
Gerade im Pott. Glück Auf!