Ultras GE kritisieren eigene Fans

10.04.2019

„Wie die Affen im Zoo“

Ultras GE kritisieren eigene Fans

Foto: firo

In ihrem Organ „Blauer Brief“ haben die Ultras Gelsenkirchen die eigenen Fans kritisiert.

In der Ausgabe zum Spiel gegen Eintracht Frankfurt (1:2), die nun auf der Homepage der „UGE“ veröffentlicht wurde, greifen sie Teile der S04-Anhängeschaft mit deutlichen Worten an. Kritisiert wird das Verhalten einiger Fans beim wichtigen Auswärtsspiel bei Hannover 96, das die Knappen mit Ach und Krach mit 1:0 gewonnen hatten. Diese – immerhin gut 10.000 Schalker sind mit nach Hannover gereist - hätten sich teilweise eher mit ihrem Smartphone vergnügt, als mit dem Spiel beschäftigt.

„Es war ein Bangen und Zittern auf den Rängen letzten Sonntag in Hannover. Am Ende stand der wohl wichtigste Auswärtssieg in den letzten Wochen und Monaten. Gefühlt Unmengen an Steinen, die jedem einzelnen Schalker nach dem Spiel vom Herzen gefallen sein sollten. Ein Tag, an dem jeder Königsblaue eigentlich heiser und komplett erschöpft von der bedingungslosen Unterstützung ins eigene Bett fallen müsste“, holen sie aus. Um dann anzumerken: „Allerdings zeigten sich viele Schalker, vor allem im Unterrang nur in einer Disziplin in Bestform: dem sinnfreien Abfilmen des unterstützenden Teils unserer Nordkurve Gelsenkirchen. Es schien so als wäre es diesen Personen scheiß egal, was gerade auf dem Rasen passierte! Der Blick war stumpf aufs Smartphone gerichtet, welches den gesamten Oberrang abfilmte.“

Dann wird es deftig: „Und wofür das Ganze? Um im Nachgang auf irgendwelchen (a)sozialen Plattformen zu prahlen, was für eine grandiose Unterstützung man selber an diesem Tag geliefert hat. Quasi wie man den wichtigen Sieg selbst mit erzwungen hat? An dieser Stelle lässt sich nur eine Frage stellen: Habt ihr eigentlich den Schuss nicht gehört?! Wir denken: Nein.“

Während der Spiels benötigten die Mannschaft und der Verein – gerade in der aktuell sportlich angespannten Situation – die volle Unterstützung. Die klare Ansage der „UGE“ vor den restlichen Saisonspielen lautet: „Wer sich in dieser Zeit lieber mit seinem Smartphone beschäftigt, sollte lieber zu Hause bleiben und Influencer auf YouTube werden. Über entsprechende Gegenreaktionen der Kurve muss sich dann aber keiner mehr wundern oder hinterher rumheulen! Filmt euch selber wie die Affen im Zoo oder bleibt am besten direkt mit eurem Arsch zu Hause.“ Autor: Stefan Bunse

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11.04.2019 - 13:09 - Noah1

für den belesen Fan04: https://www.finance-magazin.de/blogs/dritte-halbzeit/bvb-gegen-schalke-das-finanzduell-1364969/

11.04.2019 - 11:52 - Fan04

@Noah

Vollständig lesen und verstehen wollen das ist so eine Sache.

11.04.2019 - 10:48 - Noah1

@fan04: Ich glaube nicht, dass Sie sich ein Urteil über meine Belesenheit bilden können. In ihrem Fall hilft dies aber auch nicht weiter, da zur Belesenheit auch hinzukommen muss, dass man finanzwirtschaftliche Dinge auch verstehen muss, werden Sie einfach mal ein Blick in den letzten , von der KPMG testierten und vom Verein veröffentlichten Konzerngeschäftsbericht und lassen ihn sich zur Not erklären. Was sind denn einmalig 300 Mio Euro Umsatz bei einem Gewinn, der mal reicht die Überschuldung kurzfristig zu vermeiden und der nur durch den Verkauf von Tafelsilber zustandegekommen ist. Sie haben bei ihrer Bilanzanalyse nicht verstanden, dass die Arena zwar formal für die dieser zugeordneten Darlehen in 2019 abbezahlt ist, doch entscheidend ist doch die Frage womit. Hätte Schalke diese Verbindlichkeiten durch selbsterwirtschaftete Mittel getilgt, stände den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerten für die Arena von gut 80 Mio Euro ein entsprechendes Eigenkapital gegenüber. Das zeigt, dass ein Grossteil der Rückzahlung durch die Aufnahme neuer Verbindlichkeiten beglichen wurde(sonstige Verbindlichkeiten fast 100 Mio Euro). Wie man solide finanziert, zeigt man z.B. in Mönchengladbach. Seien Sie mal stolz auf ihr solides Finanzgebilde, unter den Blinden ist bekanntlich der Einäugige König.

10.04.2019 - 21:24 - Fan04

@Noah1

Wenn sie ein bisschen belesen wären
dann könnten sie auch bei solchen Themen mitreden.
Stand aber auch in allen Tageszeitungen , also nicht immer nur am Bier Büdchen stehen.

Hier zum Nachlesen

https://www2.deloitte.com/de/de/pages/consumer-business/articles/football-money-league-2018.html#


Der Umsatz liegt durch die Champions League Teilnahme 2018/19 sogar knapp bei über 300 Millionen Euro.

Natürlich sind die Werte auf Schalke auch aus dem erwirtschafteten Cashflow und nicht nur mit Fremdkapital finanziert. Unfair ist es, die Bilanz von Clubs miteinander zu vergleichen, die man aufgrund unterschiedlicher Rechtsformen nicht miteinander vergleichen kann. Dortmund ist an die Börse gegangen und hat 95 Prozent der Anteile verkauft. Dadurch kam natürlich Eigenkapital in die Kasse. Bayern München hat seine Fußballabteilung in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert und ebenfalls Anteile verkauft. Schalke 04 gehören nach wie vor 100 Prozent aller Anteile und Rechte. Und bestimmt die Vermarktung selbst.


Schalke hat die Verbindlichkeiten überaus sinnvoll investiert, so zum Beispiel in die Veltins-Arena. Ein modernes Stadion, das über eine sehr geringe Laufzeit – 25 Jahre – abgeschrieben werden muss. Die hohen Abschreibungen wirken sich negativ in der aktuellen Bilanz aus. Aber diese Arena werden wir 50 bis 60 Jahre nutzen. Wir verfügen somit über erhebliche stille Reserven, auch weil Transferwerte und Markenrechte ebenfalls nicht in marktgerechter Höhe aktivierbar sind.

Natürlich müssen auch Gelder an die Aufffang Gesellschaften zurück gezahlt werden aber wir haben ein solides Finanzgebilde.
Und auch weiter in die Infrastruktur Berger Feld 2 95 Millionen Euro investiert.

Da können alle Schalker stolz sein , vom sportlichen zur Zeit mal abgesehen.

10.04.2019 - 18:44 - Noah1

@fan04: Glaubst du wirklich an den Käse, den du da schreibst? Wir stehen an 16. Stelle bei Umsatz und bei den Schulden!! Uli Höness würde sich totlachen, wenn er so etwas hören würde.
Wo haben denn die Nordlüdenscheider ihre Seele verkauft?? Vielleicht haben sie nur nicht ihr Gehirn verkauft. Es sind höchstwahrscheinlich die Dauerkartenbesitzer, die mit 50 Euro pro Spiel die ewig Gestrigen in der Nordkurve subventionieren. Den Club, den du dir wünscht, den kannst du dir in der Regionalliga doch anschauen(RWO/RWE lassen grüssen). Es ist die ewige Selbstüberschätzung einiger Fans, die nicht kapieren wollen, dass man mittlerweile mit Freiburg und Mainz auf Augehöhe spielt.

10.04.2019 - 18:41 - roadrunner74

@Fan04:
Was ich damit sagen will - und ich gehe seit 35 Jahren ins Stadion und besitze seit 25 Jahren eine Dauerkarte - ist: Das was die letzten Jahre in den Stadien passiert ist mir zu weit vom sportlichen Geschehen entfernt. Keiner fiebert hier noch so mit dem Team mit wie vor 20-30 Jahren weil alle mit sich selbst beschäftigt sind und auf Nebensächlichkeiten achten (eine Krankheit von denen auch die Profispieler seit einiger Zeit befallen sind). Gleichwohl wird von diesen "Fans" der Bergbau und das Vereinsleben gefeiert. Beides Dinge, die diese Primaten höchstens von Hörensagen kennen. Dann aber das Wirtschaftsunternehmen FC Schalke 04 mit ihrem Vereinsgetue auszubremsen ist lächerlich. Noch schlimmer ist aber, dass die Vereinsführung das auch noch toleriert und sogar propagiert.
Wenn das so weitergeht werden wir in Schönheit und Selbstverliebtheit sterben, dafür aber als Verein.

Toll, sagt da der Primat!

10.04.2019 - 16:58 - Fan04

@Julius Oppermann

Meine Ausbildung zum Hauer begann 1977 das letzte Pferd Ist bei uns auf der Zeche Ewald 3/4 1959 in den Ruhestand gegangen.
Als wir den Verbund mit der Zeche Hugo in den 90er Jahren hatten haben wir die Schalker Spieler auch mal getroffen Mike Büskens , Andreas Müller , usw selbst F1 Weltmeister Mika Häkkinen war 1999 vor Kohle hier.
Sie alle haben den Kohlenstaub geschluckt und konnten den Schweiß der Streb Hauer riechen und wußten
was hier geleistet wurde bei extremen Bedingungen.
Fußball und Maloche war eins.

Die heutige Generation der Spieler kannste vergessen die interessiert sich nur für Instagram und wo es das meiste Geld gibt.


Glück Auf

10.04.2019 - 16:12 - fubafan

Das ist (gefühlt) in der Tat das erste Mal überhaupt, dass Reviersport aus dem Blauen Brief oder Ultras zitiert. Natürlich reiner Zufall, dass das mit einem Thema geschieht, mit dem man Stimmung gegen Ultras machen kann. Ein Schelm, der jetzt denkt, dass Reviersport auf den Kurs der Bildzeitung eingeschwenkt ist (also die Schalker Fangemeinde zu spalten, Stimmungsmache, gegen die Ultras)!?

10.04.2019 - 13:53 - Julius.Oppermann

@Fan04: Das Sie nach eigenen Angaben richtiger Bergmann waren, hier ein Hinweis zum letzten Grubenpferd Tobias, das wohl Mitte der 60er Jahre in den Ruhestand im Ruhrpott geschickt wurde. Die Grubenpferde hatten ein brutales Los, sahen jahrelang nie das Sonnenlicht und waren teilweise erblindet. In Wikipedia ist ein interessantes Bild zu Tobias mitsamt seinem Kameraden, einer schwarzen Katze.
Ich denke, Schalke spielt auch für die vielen Grubenpferde, die einst unter Tage malochten.

10.04.2019 - 13:04 - Mini

@Fan04
Auch so eine Legende.
Das der "Verein" noch nicht an der Börse ist hat nicht den Grund, dass auf irgendeine Seele Rücksicht genommen wird, sondern weil es dann Quartalsberichte geben muss. Der "Verein" müsste dann auch das wirre Konstrukt der unterschiedlichen Gesellschaften erklären und darüber berichten. Diese Gesellschaften haben übrigens nur einen Sinn, das Verschieben der Schulden, damit man ein Jahr Ruhe hat.
Das ist eigentlich bekannt, macht sich aber nicht so gut. Kollege Schnusenberg hat das übrigens mal in Bierlaune zum Besten gegeben, kurz nachdem Busenfreund Schröder bei Putin um Hilfe rief. Er rühmte sich damals dieser "legalen" Tricks.
Eure Tradition ist nue noch das medial inszenierte Grubengebälk in der Einlaufzone.
Alte Kaliber aus dem Parkstadion sind eine Rarität und auf Familie machen ganz viele Vereine. Ist aber albern. Es handelt sich um ganz simple kapitalorientierte Gesellschaften, die Geld verdienen wollen.
Die Gehirnwäsche da in eurem Nest funktioniert noch ganz gut, wird aber auch immer weniger.

10.04.2019 - 12:01 - Fan04

@roadrunner74

Ich zitiere sie mal: Dann ist es besser wenn ich den Verein in ein Unternehmen umwandele.. dann wären diese Primaten endlich aussen vor.

Schalke ist ein Wirtschaftsunternehmen mit einem Umsatz von über 300 Millionen Euro diese Saison.
Wir stehen an 16 Stelle von Europas Top Vereinen im Finanzrahmen.

Wir verkaufen nicht unsere Seele wie die Zecken die kein eingetragener Verein mehr sind an der Börse.
Die können ihren Börsianern noch nicht mal eine Dividende auszahlen .

Wenn sie aus einem Traditions Verein
einen Schickimicki Club machen wollen dann sind sie hier verkehrt .
Am besten nur Sitzplätze und VIP Lounges.

Hier in Schalke steht keiner außen vor nur weil eine kleine Minderheit aus der Reihe tanzt. Das trifft auf jeden Club zu bis hin zur 4 Liga.
Fussball lebt von Emotionen das war schon in den 70er Jahren im Parkstadion so, ausser das es da keine Handys gab. Da haben schon Schals und Fahnen an den Wellen Brechern gebrannt und Spieler wurden beleidigt. Anscheinend waren sie noch nie in einem Fußballstadion.
Fußball dort ist Leben und Liebe das kann ich ihnen als ehemaliger Bergmann mit meinen 57 Jahren sagen. Seit 42 Jahren besuche ich regelmäßig die Heimspiele ,
wir sind eine große Familie auf Schalke und können auf
Schickimicki Typen verzichten.

Glück Auf

10.04.2019 - 11:49 - Julius.Oppermann

Jetzt schreibt man den Fans schon vor, wie sie als Fan zu sein haben. Der Deutsche belehrt gerne und bildet Kasten.
Selbst beim Fußball werden Obrigkeiten generiert.

10.04.2019 - 11:31 - Mini

Da sind sie wieder. Die über allen stehenden Blagen der UGE.
"Habt ihr den Schuss nicht gehört?"
Ihr solltet euren von Papa geschmierten Hintern mal ins weite Rund eurer Turnhalle bewegen. Lachshäppchen, Chipstüten und Ja, so gut wie jeder hat ein Smartphone. Einige "Superfans" werden mit Mikrophonen ausgestattet um den Sesselpupern zuhause das "Originelle" vorzugaukeln. Brot und Spiele halt.
Ihr haltet Sponsorenfähnchen hoch, Klatschpappen und so weiter.
IHR seid längst angekommen in der Welt der Ho$$enheimer, YoutubeKids aus DO, Modepüppchen aus D'dorf und natürlich M.
Spielt euch also nicht so auf. Ihr seid Angestellte von Sky und sollt gefälligst jedes Spiel eure Leistung bringen. Je nach Bedarf mit dem Lautstärkeregler schön auf Linie gebracht.
Alberner Haufen!

10.04.2019 - 10:53 - Streuung

@roadrunner74: Wenn das “selbstständige Denken” darin mündet, dass am Boden liegenden Spielern die Kapitänsbinde entzogen wird oder eine interessante Personalie wie Christoph Metzelder nach Leipzig beleidigt wird, dann sollen sie sich doch lieber mit gelungenen Choreos und Märschen beschäftigen. Solche Dinge lassen nämlich stark vermuten, dass kritisches Reflektieren nicht zu den Superkräften vieler Ultras gehört.

Zum Thema: wer bei einem derart wichtigen Auswärtsspiel in Hannover mit dem Rücken zum Spielfeld steht, um zu filmen, der sollte tatsächlich über eine Karriere im WWW nachdenken!

10.04.2019 - 09:06 - Schalker67

Vielen Dank an den Autor Stefan Bunse , auf diese Worte habe ich schon lange gewartet, sehr lange.
Vielen Dank auch an roadrunner74, es wäre toll wenn da mehr wie einige mal drüber nachdenken würden.
Die Zeiten ändern sich und haben sich geändert, das muß man akzeptieren, die Nutzung des Hirns dollte dabei dennoch nicht außen vor bleiben.

Glück Auf

10.04.2019 - 08:54 - roadrunner74

Endlich mal ein sinnvolles Statement der UGE!
Vielleicht sollten sie aber mal trotzdem anfangen sich selbst zu überdenken ... denn eigentlich machen sie es diesen Primaten die mit einem Taschencomputer statt einer Banane in der Hand in der Kurve stehen vor: Die gesamte Ultraszene ist mehr mit ihren Choreos und Stadtmärschen beschäftigt als mit dem Spiel. Es wird ihnen ein Vortänzer mit einem Megaphon vor die Nase gesetzt und die Primaten müssen nur alles nachmachen. Selbstständiges Denken unerwünscht - der vorgetragene Sport und die politischen Gebaren der Vereinsoberen wird dabei nicht mehr kritisch reflektiert. Daraus entwickelte sich (nicht nur auf Schalke) eine "Fan-Kultur" die nichts mehr mit dem eigentlichen Geschehen auf dem Platz zu tun hat. Das Ergebnis, die Spielweise der Mannschaft, das Auftreten und Handeln des Vorstandes....all das ist unwichtig geworden.
...und genau das macht einen Verein kaputt, denn ein Verein LEBT von seinen Mitgliedern bzw. Fans. Nur gibt es diese kritischen Fans, die Ahnung von Fußball haben, heutzutage fast nicht mehr.

Dann ist es besser wenn ich den Verein in ein Unternehmen umwandle .... dann wären diese Primaten endlich aussen vor

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