Kritik an Wright

U23-Trainer watscht Schalke-Talent ab

Stefan Bunse
17. Februar 2019, 22:51 Uhr

Foto: Stefan Bunse

Dass der FC Schalke 04 II am Sonntag gegen den SC Paderborn (1:1) nicht gewonnen hat, lag auch an der Offensive der Königsblauen. Ein Talent enttäuschte den Trainer.

Im Sturm sind die Knappen mit Benjamin Goller und Haji Wright angetreten, die beide schon Profiluft beim S04 schnuppern durften. Besonders mit dem Amerikaner, der immerhin schon sechs Bundesligaspiele unter Domenico Tedesco absolviert hat und bei 1:2 gegen Bayer 04 Leverkusen traf, war U23-Trainer Torsten Fröhling nicht zufrieden. „Man muss sagen, von unserer Durchschlagskraft her – das Tor hat Nassim Boujellab als Sechser gemacht - hat uns einiges gefehlt“, sagte Fröhling nach dem Spiel. „Und wir hatten Goller, wir hatten Wright.“ 


Schalke-Trainer Fröhling: "Von Haji erwarte ich schon mehr"

Dabei könne man die Situationen der beiden 20-Jährigen nur bedingt vergleichen. Beide waren zwar – wie Philip Fontein – mit im Wintertrainingslager der Profis, allerdings hat Benjamin Goller dort noch weniger gespielt als Wright. Der Reutlinger kam nur beim 1:0-Heimsieg in der Champions League gegen Lokomotive Moskau zum Einsatz. „Bei Benjamin Goller ist es deswegen so, dass ich mit ihm nicht unzufrieden war. Er hatte so wenige Spiele gehabt“, erklärte Fröhling. „Ich sage ja immer, dass die Jungs Spielpraxis brauchen. Das schadet ihnen mehr, wenn sie nur trainieren. Er hat es trotzdem so versucht, wie ich es möchte. Er hat Kopfbälle gehabt, er ist in die Zweikämpfe gegangen, er ist zurückgelaufen und sich in der ersten Halbzeit einmal schön durchgesetzt, als er den falschen anspielt. Bei ihm mache ich komplette Abstriche.“
 
Anders sehe es bei Wright aus. „Von Haji erwarte ich schon mehr“, nickte Fröhling. Zudem hat er ja auch schon Zweitligaerfahrung beim SV Sandhausen sammeln können. „Ganz klar, ist es so, und das werden wir auch intern ansprechen, dass wir von Spielern mit solcher Qualität mehr erwarten können.“ 

In 13 Oberliga-Einsätzen brachte es Wright zwar auf sieben Treffer, aber zu oft fällt der Mann mit Profi-Ambitionen zu wenig auf. „Das wünschen wir ihm alle, wie auch anderen, dass sie das, was sie können, auch ins Spiel einbringen und umsetzen. Das ist die Kunst. Es gibt Trainingsweltmeister, die alles können, aber es im Spiel nicht umsetzten können“, kritisiert Fröhling. „Da lobe ich mir Nassim Boujellab, der als Sechser sein Tor macht, der bringt das ins Spiel rein.“ 

Autor: Stefan Bunse 

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

18.02.2019 - 08:49 - gerdstolli

Wenn man sich zu Höherem berufen fühlt, wird man bei niederen Arbeiten nie den ganzen Einsatz zeigen. Wieso wundert sich da der Trainer. Das ist absolut eine Einstellungssache! Schmiert den jungen Talenten noch mehr Honig ums Maul, ihr werdet sehen was ihr davon habt!