Eine schwache erste Halbzeit konnte die U19 des MSV Duisburg im Derby beim VfL Bochum im zweiten Durchgang fast vergessen machen, leistete sich dann aber einen folgenschweren Fehler. Am Ende verloren die Meidericher mit 1:4 (0:2) und standen mit leeren Händen da.

U19-Bundesliga

Özdemir-Show bei VfL-Derbysieg gegen MSV

Leon Koch
08. Februar 2020, 13:37 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Eine schwache erste Halbzeit konnte die U19 des MSV Duisburg im Derby beim VfL Bochum im zweiten Durchgang fast vergessen machen, leistete sich dann aber einen folgenschweren Fehler. Am Ende verloren die Meidericher mit 1:4 (0:2) und standen mit leeren Händen da.


„In der ersten Halbzeit haben wir nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen haben, da waren wir zu passiv“, bilanzierte Duisburgs Trainer Engin Vural und führte aus „Und wenn man dann zu eine Bochumer Mannschaft spielen lässt, dann entfalten die sich auch.“

So geschah es, dass die Duisburger in der ersten Halbzeit zwei Tore kassierten und mit einem verdienten 0:2-Rückstand in die Halbzeitpause gingen. Die wenigen Chancen, die sie hatten, konnten die Gäste nicht in Tore ummünzen.

Deutlich besser lief es dann jedoch im zweiten Durchgang, wo sich die Vural-Elf prompt mit dem Anschlusstreffer belohnte und im Anschluss druckvoll auf den Ausgleich spielte. Diese Phase hatte jedoch in der 66. Spielminute ein jähes Ende, als sich Torschütze Marcello Romano binnen vier Minuten mit der Ampelkarte vom Platz verabschiedete.

„Bis zur Gelb-Roten-Karte hatten wir unsere beste Phase und dann wird es mit zehn Mann gegen gute Bochumer auch schwer“, sagte Duisburgs Trainer. Zwar hatten die Gäste noch ein, zwei gute Möglichkeiten, doch in der Summe konnten sie dem, dann wieder besser werdenden, VfL Bochum nicht standhalten.

Die Hausherren machten in der 82. Spielminute mit dem 3:1 den Deckel drauf und ließen kurz vor dem Ende sogar noch das 4:1 durch den Hattrick-Schütze Tolga Özdemir folgen. Für Bochums Trainer Matthias Lust war die Ampelkarte des Gegners ebenfalls ein Knackpunkt, wenn auch nicht der entscheidende, wie er später verriet: „In der Phase hat es uns schon gut getan, auch wenn man dann immer etwas skeptisch ist, weil die Mannschaft meint, nun noch etwas weniger machen zu müssen. Dennoch sind wir dann wieder zu unserem Spiel gekommen und haben es auch sauber zu Ende gespielt.“

Für den MSV Duisburg bedeutet die Pleite in Bochum einen Dämpfer im Abstiegskampf, nachdem die Vural-Elf in der Vorwoche noch einen Sieg über Alemannia Aachen gefeiert hatte. Bochum lässt dem Sieg gegen Bayer Leverkusen weitere drei Punkte folgen, bleibt in der Tabelle auf Rang sieben, verkürzt aber den Rückstand auf die Top fünf.

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