VfL-Trainer

"U19-Bundesliga ist kein Freifahrtschein"

05. Februar 2019, 11:28 Uhr

Foto: Olaf Ziegler

Nachdem am vergangenen Wochenende nur zwei U19-Bundesliga-West-Spiele angepfiffen wurden, soll es nun mit einem kompletten Spieltag so richtig losgehen. Am Sonntag steht auch ein Revierderby auf dem Programm.

Der VfL Bochum empfängt ab 11 Uhr Rot-Weiss Essen. "Wir freuen uns auf das Spiel. Das ist ein Derby. Solche Partien sind immer brisant. Die Essener haben sich in der Winterpause gut verstärkt und haben schon in der Hinrunde bewiesen, dass sie für die vermeintlichen großen Mannschaften der Liga sehr schwer zu bespielen sind", sagt Dimitrios Grammozis, Trainer der Bochumer U19.


Die Vorbereitung lief für den VfL-Nachwuchs nicht optimal. Das schlechte Wetter machte Trainer Grammozis einen Strich durch die Rechnung. "Das war alles nicht optimal. Aber wir haben das beste aus den Möglichkeiten gemacht", sagt Grammozis. Unter anderem bestritt der VfL drei Testspiele. Neben einem 1:1-Remis gegen St. Paulis U19 und einem 10:0-Kantersieg gegen die A-Jugend des FC Wegberg-Beeck, gab es auch eine 3:6-Niederlage gegen die Oberligamannschaft der TSG Sprockhövel.

Für Grammozis sind Testspiele gegen Oberligisten von enormer Wichtigkeit. Denn ähnlich wie Rot-Weiss Essens Trainer Damian Apfeld, der eher für den Namen "NRW-Liga" plädiert, ist auch Grammozis der Begriff "U19-Bundesliga" ein Dorn im Auge. "Das Wort "Bundesliga" ist nicht optimal gewählt. Denn viele Jungs denken, dass sie als U19-Bundesligaspieler einen Freifahrtschein auf die ersten drei Profi-Ligen hätten. Doch diesen Freifahrtschein gibt es nicht. Die Jungs müssen erst einmal zeigen, dass sie besser als gestandene Oberligaspieler sind. In Spielen gegen Oberligisten, gegen echte Männermannschaften, die auch mit dem Ellenbogen arbeiten, bekommen viele U19-Spieler große Probleme. Deshalb sind diese Vergleiche sehr wichtig und öffnen den Jungs auch die Augen. Um nach oben zu kommen, muss man einen Oberligisten beherrschen", betont Grammozis.

Der 40-Jährige, der 143 Bundesligaspiele und 65 Begegnungen in der 2. Bundesliga absolvierte, weiß, wovon er spricht. Seine Schützlinge, die aus dem Alt-Jahrgang, haben noch ein knappes halbes Jahr Zeit, um sich für höhere Aufgaben im Seniorenfußball zu empfehlen. "Wir wollen die Jungs weiterentwickeln und so viele Punkte wie nur möglich sammeln", gibt Grammozis die Marschroute für die restlichen zwölf Spiel vor. 

Zugang aus Belgien

Mit Xavier Bwangombo haben die Bochumer auch einen Winterzugang verpflichtet. "Ein Achter, Zehner, der gut zur Mannschaft passt", beschreibt Grammozis den Belgier. Bwangombo, der auch die kongolesische Staatsangehörigkeit besitzt, spielte bislang für UR Namur, Standard Lüttich, White Star Brüssel und RSC Anderlecht in Belgien. Derweil hat Enes Bilgin (Rot-Weiss Essen) die Castroper Straße verlassen. Mit ihm gibt es dann schon am Sonntag ein Wiedersehen.

Autor. Krystian Wozniak

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