Bezirksliga Niederrhein

TuSEM Essen: Motivation ist „ein bisschen in den Keller gegangen“

Kai Fedrau
01. Januar 2021, 08:00 Uhr
Foto : Markus Weissenfels

Foto : Markus Weissenfels

TuSEM Essen ist schwer in die Saison der Bezirksliga Niederrhein 7 gekommen. Für Teammanager Frank Rafalski ist noch viel Luft nach oben. Er sehnt sich derweil sehr dem Wiederbeginn entgegen.

Obwohl TuSEM Essen derweil nicht auf einem Abstiegsrang überwintert, ist die momentane Ausgangslage nicht sehr rosig. Nach acht Partien in der Bezirksliga Niederrhein 7 haben die Essener lediglich sieben Zähler auf dem Punktekonto.


Teammanager Frank Rafalski ist über die Ergebnisse der Hinrunde enttäuscht und sieht nun die Schwierigkeiten der langen Saisonpause. Im neuen Jahr erwartet er jedoch eine große Euphorie der Spieler: „Die Jungs sind heißer denn je“, sagt er im RevierSport-Interview.

Frank Rafalski, die Saison wurde erneut unterbrochen. Was war bisher Ihr Moment der Hinrunde?
Das ist alles schon so lange her, da habe ich die Hälfte wieder vergessen (lacht). Allzu glücklich waren wir logischerweise nicht mit der Hinrunde, wir hatten uns da deutlich mehr erhofft. Einige Spiele haben wir sehr unglücklich verloren und blieben oft auch hinter den Erwartungen. Das Highlight war aber wohl der 5:2-Kantersieg im Auftakt-Derby gegen Katernberg. Das war auch bislang die beste Saisonleistung der Jungs. Leider konnten wir dieses Niveau nicht beibehalten und sind ein wenig eingebrochen, ehe es dann der vorzeitigen Saison-Pause entgegen ging.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?
Grundsätzlich wünsche ich mir für unsere Jungs sowie für den gesamten Essener Amateursport, dass es wieder zu einer Regelmäßigkeit kommt und dass wir die Saison vernünftig zu Ende bringen können – das wird schwer genug. Wichtig ist aber, dass die Leute wieder regelmäßig auf den Sportplatz dürfen und ihrem Hobby nachgehen können. Ich hoffe sehr, dass die Saison 2020/21 dann ohne Unterbrechung durchgezogen werden kann.

Wie verrückt sind Sie nach diesem Sport, obwohl Sie lediglich im Amateurfußball tätig sind? Wie erleben Sie da diese unfreiwillige lange Fußballpause?
Beim ersten Lockdown war die Motivation noch sehr hoch, die Spieler hatten sich damals mit diversen Laufwettbewerben gegenseitig angespornt. Jetzt sieht es allerdings etwas anders aus: Die Motivation ist ein bisschen in den Keller gegangen. Das Wetter wird schlechter und sich da mehrmals die Woche zum Laufen zu motivieren wird sicherlich immer schwieriger. Unsere Trainer bemühen sich sehr, regelmäßig neue Sachen anzubieten, aber schlussendlich ist es in dieser Zeit schwer, sich so lange allein fit zu halten.


Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist oder denken Sie, dass die Krise dem Fußball allgemein schadet?
Ich denke, die Jungs sind heißer denn je, wieder auf den Sportplatz zu kommen. Alle werden sehr glücklich sein, wieder ihrem Sport nachgehen zu können. Die Krise wird diese Lust eher noch steigern, glaube ich. Die werden derartig ausgehungert sein, das kann man sich gar nicht vorstellen. Anderen Vereinen wird es ähnlich gehen, dass sie danach lechzen, wieder vernünftig Fußball spielen zu können. Ich persönlich vermisse es genauso, vor allem auch den Kontakt zu den jungen Leuten – das hält mich selbst auch jung. Sonntags auf den Fußballplatz zu gehen begleitet mich schon mein ganzes Leben, das fehlt mir jetzt sehr.

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