Am vergangenen Montag machte es der TuS Haltern publik: Er zieht sich freiwillig aus der Regionalliga West in die Oberliga Westfalen zurück. Der Trainer hat dazu eine klare Meinung.

"Richtig und alternativlos"

TuS Haltern: Das sagt der Trainer zum Rückzug

Justus Heinisch
07. Juli 2020, 14:20 Uhr
Der TuS Haltern musste in der Vergangenheit Heimspiele in fremden Stadien austragen. Foto: Stefan Rittershaus

Der TuS Haltern musste in der Vergangenheit Heimspiele in fremden Stadien austragen. Foto: Stefan Rittershaus

Am vergangenen Montag machte es der TuS Haltern publik: Er zieht sich freiwillig aus der Regionalliga West in die Oberliga Westfalen zurück. Der Trainer hat dazu eine klare Meinung.

Die Regionalliga West wäre für den TuS Haltern nur mit einem großen Aufwand weiterhin möglich gewesen. 42 Spiele stehen in der neuen Saison an - das sei Profifußball, so Sascha Kopschina, Gesamtstrateige Sport. Risikospiele darf der Klub außerdem nicht in seinem eigenen Stadion austragen, umziehen will er nicht. Also der konsequente Schritt: freiwilliger Rückzug in die Oberliga Westfalen.

Nach nur einem Jahr ist das Abenteuer Regionalliga für die Seestädter damit schon wieder vorbei. Dort traf Haltern auf zahlreiche Vereine, die auch am Vormittag trainieren können - anders als der TuS. "Unser Training findet in Abstimmung mit Arbeitszeiten und Klausurterminen statt", sagte Timo Ostdorf. Der Trainer ist sich sicher: "Unter den Umständen ist die Entscheidung richtig und alternativlos."

In der Oberliga ist der Aufwand nicht weniger gering, 21 Mannschaften gehen in der höchsten Spielklasse Westfalens an den Start, "aber es ist was anderes, wenn du Mittwochabend nach Herne fährst oder wenn du nach Aachen zum Tivoli musst und gegen eine Profimannschaft spielst", so Ostdorf auf der Vereinswebsite weiter.

Konzept mit Leben füllen

Bis zu 70 Partien warten auf das A- und B-Team Halterns. "Das ist schon eine Herausforderung, aber gerade für die vielen jungen Spieler in unseren Reihen ist es auch eine riesige Chance auf maximale Spielpraxis", so Ostdorf. "Wir wollen nun das Bilbao-Konzept mit Leben füllen, auf und außerhalb des Platzes."

Auch Kopschina sieht Vorteile in der neuen, alten Liga. "Jetzt freuen wir uns umso mehr auf eine herausragend besetzte Oberliga mit fantastischen Partien gegen Wattenscheid, Gütersloh, Herne oder Siegen. Das ist Amateurfußball auf höchstem Niveau aus Haltern am See für Haltern am See."

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10.07.2020 - 11:14 - soso

Bilbao - man kann es nicht mehr hören. Warum nicht freiwillig in die Verbandsliga ?

Oberliga klingt besser, aber bei 80 zahlenden Zuschauern macht es nach 9 Niedelagen auch keinen Bock mehr.
Haltern is nun mal keine soccer-Stadt. Da geht man segeln, macht Camping, spielt tennis oder Handball.

Was macht jetzt eigentlich Trainer Niemöller ? Der Mann ist frei. Geht er zu den Preußen ???

08.07.2020 - 00:15 - Bacardicola

Meinerzhagen 105 Km:)

Ich steh allerdings voll hinter Halterns Argument, dass man des öfteren bei Heimspielen ausweichen muss...das finde ich geht garnicht !
Vorallem, warum eigentlich ?
Früher ging es doch auch, wenn Vereine mit Fans zu "Dorfvereine" mussten !

07.07.2020 - 21:17 - UNowi

Ach ja. TuS Erndtebrück ist ja noch weiter entfernt

07.07.2020 - 19:09 - User1

UNowi: 2 von 21 Vereinen;)!

07.07.2020 - 16:24 - UNowi

Und Kaan-Marienborn ist ja auch vor der Haustür.

07.07.2020 - 16:20 - UNowi

Stimmt. Von Haltern nach Siegen sind es nur 145 Kilometer. ??

07.07.2020 - 14:48 - asaph

Die beste Entscheidung! Die OL ist viel interessanter und stressfreier und man wird nicht ständig mit den RW.-Vereinen konfrontiert