TuS Haltern betreibt Wiedergutmachung

17.02.2019

Oberliga Westfalen

TuS Haltern betreibt Wiedergutmachung

Foto: Manfred Rimkus

Der Tabellenzweite der Oberliga Westfalen, TuS Haltern, hat seinen Vorsprung durch ein 2:0 (1:0) gegen Kellerkind Eintracht Rheine in der Spitzengruppe ausgebaut. Gegen den Tabellen-16. taten sich die Seestädter jedoch schwer.

Die Ausgangslage: Als klarer Favorit gingen die Seestädter des TuS Haltern in das Duell mit dem FC Eintracht Rheine. Nach dem 4:4-Unentschieden nach zwischenzeitlicher 4:1-Führung am vergangenen Wochenende gegen Westfalia Herne waren die Halterner auf Wiedergutmachung aus.

Das Spiel: Von Beginn an nahm der TuS Haltern das Heft des Handelns in die Hand und erspielte sich erste Chancen. Nach einer ruhigen Anfangsphase stellten die Halterner ihre Unachtsamkeiten ab und belohnten sich in der 21. Minute mit dem Führungstreffer durch Yannick Albrecht. Dies war auch gleichzeitig der Halbzeitstand. Nach Wiederanpfiff waren die Gäste am Zug, die jedoch aus vier aufeinanderfolgenden Ecken keinen Profit schlagen konnten und so den Hausherren wieder ins Spiel halfen. Die nutzten eine Kontermöglichkeit zum Endstand. Arda Nebi tankte sich an seinem Gegenspieler vorbei und legte den Ball in die Mitte, wo Stefan Oerterer nur noch abschließen musste. Im weiteren Verlauf ließ der TuS nichts mehr anbrennen und fuhr einen Heimerfolg ein.

Das sagen die Trainer:
Magnus Niemöller (TuS Haltern): „Im Vergleich zur letzten Woche haben wir sehr gut verteidigt, viel schlechter ging es ja auch nicht. In der ersten Halbzeit hatten wir nicht viele Chancen. In der zweiten Hälfte wollten wir den Widerstand von Rheine brechen, was uns aber nicht allzu gut gelungen ist. Wir haben Rheine dann den Ball überlassen und sind so zu Konterchancen gekommen. Da muss ich auch mal ein Kompliment an den Gegner aussprechen, der es ohne beide Sechser sehr gut gemacht hat.“

Konsequenzen aus dem Spiel: Der TuS Haltern hat die 40-Punkte-Grenze geknackt und baut den Vorsprung auf den drittplatzierten TuS Ennepetal auf sechs Zähler aus. Für die Seestädter steht am kommenden Sonntag das Auswärtsspiel bei der U21 des SC Paderborn an, ehe es zum Westfalenpokal-Halbfinale beim SV Rödinghausen geht.

Pechvogel des Spiels: Omar Guetat. Der Flügelspieler von Eintracht Rheine setzte einen Schlenzer in der 18. Minute nur um Haaresbreite am Lattenkreuz vorbei. Es wäre die Führung für die Gäste gewesen.

Aufreger des Spiels: Ein nicht gegebener Handelfmeter in der 87. Spielminute brachte die Gemüter der Gäste zum kochen. Schiedsrichter Bramkamp wertete den angelegten Arm des Halterner Akteurs nicht als Handspiel.


Autor: Leon Koch

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18.02.2019 - 13:20 - Noah1

ich halte Heidel unverändert für einen guten Manager, der wesentlich intelligenter ist als seine Vorgänger. Dies hat ihn auch inzwischen zu der Erkenntnis gebracht, dass man dauerhaft auf Schalke nicht erfolgreich sein kann. Der Grund liegt auf der Hand: die enorme Diskrepanz zwischen dem was man glaubt zu sein und der nackten Realität. Man glaubt ein großer Club (150 000 Mitglieder, Malocherclub, große Tradition) zu sein, der immer international spielen müsse und vergisst dabei, dass man wirtschaftlich ein Papiertiger ist und jeder gut geführte Kiosk in GE besser darsteht. Alles was zZ investiert wird, erfolgt nur auf Pump, aktuell ist man lt. Konzernbilanz mit 40 Mio Euro überschuldet und das heißt zu deutsch: bevor ein Manager auf Schalke ein vernünftige Kaderplanung betreiben kann, muss er erst einmal Spieler verkaufen bzw. unerwartet internationale Plätze erreichen. So hat Heidel 150 Mio Euro eingenommen und in den drei Jahren pro Jahr 50 Mio Euro ausgegeben. Für einen Club mit dem Anspruch immmer international spielen zu wollen, ist dies in dieser aberwitzigen Branche nicht viel, da bekommt man wenn man Glück zwei gute Speler. Heidels Transfers sind durchwachsen, das mag sein, aber ich bin mir sicher, dass es keinen Manager geben wird, der in dieser Gemengelage erfolgreich sein wird. Darauf nehme ich jede Wette an.

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