OL WL

TuS Erndtebrück: „Kein Licht am Ende des Tunnels“

RevierSport
29. April 2021, 17:57 Uhr
Erndtebrücks Cheftrainer Stefan Trevisi. Foto: Thorsten Tillmann.

Erndtebrücks Cheftrainer Stefan Trevisi. Foto: Thorsten Tillmann.

Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass die laufende Spielzeit im Amateurfußball abgebrochen wurde. Stefan Trevisi, Cheftrainer von Oberligist TuS Erndtebrück, zeigt Verständnis für diese Entscheidung. Allerdings ruft er auch seine Trainerkollegen zur Verantwortung auf.

Die Saison im Amateurfußball ist beendet. Für Stefan Trevisi, Trainer des TuS Erndtebrück, ein Umstand, der sich auch negativ in der Gefühlslage der Spieler auswirkt. Gleichzeitig äußert der Coach aber auch Verständnis für die Entscheidung des Verbandes.

„Die Situation ist allmählich sehr unbefriedigend. Die ganze Geschichte zieht sich mittlerweile über ein Jahr hin und die Jungs, wie auch wir als Trainerteam, wollen unbedingt wieder auf den Platz. Aber für den Moment sehe ich noch kein Licht am Ende des Tunnels. Anderseits sind diese Maßnahmen aber notwendig und dieser Tatsache sind wir uns auch bewusst.“

Trevisi zieht seine Trainerkollegen zur Verantwortung

Den Aussagen einiger anderer Oberligatrainer steht Trevisi derweil kritisch gegenüber. Der Coach sieht seine Kollegen aktuell mehr denn je in der Pflicht, die Entscheidung des Verbands verantwortungsvoll zu akzeptieren. „Manchmal nervt mich die ganze Situation. Es gibt einige Stimmen von Trainern aus anderen Vereinen, die die Situation scheinbar nicht so tragisch sehen“, so Trevisi.


Der TuS-Coach weiter: „Wenn man einen Blick in die Bundesliga wirft, fällt schnell auf, dass selbst die Profivereine mit Corona zu kämpfen haben. Obwohl für die Profis viel engere Kontaktregeln gelten, weil sie beispielsweise auch nicht nach dem Training zur Arbeit müssen, und sich jeden Tag testen lassen, häufen sich die Fälle auch bei ihnen. Und wenn man dann noch bedenkt, dass unsere Jungs in Gruppen zum Training kommen und wir an Sonntagen ein bis zwei Stunden zu einem Auswärtsspiel fahren müssen, machen die Maßnahmen nur Sinn. Es kann ja nicht jeder Spieler immer mit seinem eigenen Auto zu den Spielen fahren.“

Kaderplanung läuft noch - Kamara kommt doch nicht

Nachdem einige Leistungsträger wie Murat-Kaan Yazar (21), Sosuke Fukuchi (26) und Abbas Attia (29) ihre Arbeitspapiere am Pulverwald verlängert haben, wird ein anderer Transfer revidiert. Die Rede ist von Lamin Kamara (19). Der junge Offensivspieler wird nicht, wie verkündet, zum TuS Erndtebrück wechseln, sondern sich in der kommenden Spielzeit dem VfB Marburg anschließen.

Laut Aussagen des Trainers darf man in Erndtebrück dennoch in naher Zukunft mit neuen Namen rechnen. Besonders auf der Position des Innverteidigers und des defensiven Mittelfeldspielers bestünde noch Bedarf. So sollen noch, wenn es nach Chefcoach Trevisi geht, drei weitere Spieler hinzustoßen. Wen er damit genau meint, ließ er aber noch offen.


Autor: Lennard Becker

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren