Westfalenliga II

TuS Bövinghausen: Ambitioniert ja, Übermut nein

RevierSport
22. Oktober 2020, 12:36 Uhr
Foto: Alexa Kuszlik

Foto: Alexa Kuszlik

Der hochgehandelte Westfalenliga-Aufsteiger TuS Bövinghausen erfüllt die Devise, in dieser Saison oben mitzuspielen, bisher mehr als genug: Nach sieben absolvierten Partien steht das Team von Trainer Nikola Karchev auf dem ersten Tabellenplatz. Grund zum Übermut ist das jedoch nicht.

Schon in der Vorbereitung wurde klar: Beim TuS Bövinghausen handelt es sich nicht um einen normalen Aufsteiger. Der Westfalenligist schlug unter anderem den Regionalligisten Rot Weis Ahlen (2:1), den Oberligisten Westfalia Herne (3:0) und eliminierte den ebenfalls in der Oberliga beheimateten ASC 09 Dortmund durch ein 2:1 aus dem Kreispokal, der später im Finale gegen Mengede 08/20 dann noch gewonnen wurde. 


Und auch der Saisonstart in der Westfalenliga 2 kann sich mehr als sehen lassen: Der ambitionierte Aufsteiger um Ex-Regionalligaspieler wie Aleksandar Pranjes, Sebastian Mützel oder David Loheider belegt mit 17 Punkten aus sieben Spielen derzeit den ersten Tabellenplatz.

Damit erfüllt das Team von Trainer Nikola Karchev bisher die Erwartungen: Sportdirektor Ajan Dzaferoski hatte im Vorfeld der Saison das Ziel, oben mitzuspielen und sich an den Besten der Liga zu orientieren, ausgegeben. „Momentan läuft es einfach. In dieser Liga kann zwar jeder jeden schlagen, aber wir bringen zur Zeit einfach die nötige Kompaktheit und den Zusammenhalt im Team mit, sodass wir zurecht da oben stehen“, bilanziert der starke Mann bei den Dortmundern. Die voll und ganz nach oben zeigende Formkurve bestätigte der TuS am vergangenen Spieltag beim 4:0 gegen den FC Lennestadt, wobei der Karchev-Elf in den letzten zehn Minuten drei Treffer gelangen und somit der fünfte Saisonsieg perfekt gemacht wurde.

„Wenn man einmal Generaldirektor ist…“

Den von Dzaferoski gelobten „Siegeswillen, den das Team an den Tag legt“ braucht es auch im weiteren Saisonverlauf – denn einen besonders hohen Stellenwert hat eine Tabellenführung nach sieben Spielen in der Regel nie. „Jetzt ist es natürlich noch viel zu früh, voreilige Schlüsse zu ziehen. Aber klar, von Platz eins wollen wir uns so schnell nicht verdrängen lassen“, stellt der Sportdirektor klar und hat einen passenden Spruch parat, der die Devise für die kommenden Spiele gut beschreibt: „Wenn man einmal Generaldirektor ist, ist es schwer, einen vom Stuhl zu reißen.“

Zusammentreffen mit Ex-Wattenscheider

Den nächste Schritt zur Festigung der Tabellenführung möchte der ambitionierte Aufsteiger am Sonntag (15:30 Uhr) machen, wenn es zur SpVg Hagen 11 geht. Den dort spielenden Ex-Wattenscheider Berkant Canbulut wollte auch Dzaferoski im Sommer holen, der 28-Jährige entschied sich jedoch für den Ligakonkurrenten. „Auch durch ihn verfügt Hagen 11 über sehr viel Erfahrung. Das wird schwer“, prognostiziert der TuS-Sportdirektor. Und am Ende der Saison? „Der Optimalfall ist natürlich der Aufstieg, da haben wir aber noch einen langen Weg vor uns“, weiß Dzaferoski. 


Autor: Leon Peters

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren