Bei Bezirksligist Türkspor Dortmund 2000 läuft es derzeit sportlich prächtig. Auch in der Halle erreichte das Team von Kevin Großkreutz nun die Zwischenrunde. Der Weltmeister war nicht vor Ort, leistete dennoch seinen Anteil...

Bezirksliga Niederrhein

Türkspor-Trainer Hassani: „Großkreutz ist ein Verrückter“

Niclas Scheidt
28. Dezember 2019, 20:47 Uhr

Foto: firo

Bei Bezirksligist Türkspor Dortmund 2000 läuft es derzeit sportlich prächtig. Auch in der Halle erreichte das Team von Kevin Großkreutz nun die Zwischenrunde. Der Weltmeister war nicht vor Ort, leistete dennoch seinen Anteil...

Das erste Zwischenziel in der Hallenstadtmeisterschaft hat Türkspor Dortmund 2000 erreicht. Das Team von Trainer Reza Hassani und dem Weltmeister Kevin Großkreutz zog souverän in die Zwischenrunde ein. 

Während der Vorrunde war er in der Halle Huckarde nicht zu finden. Eine kurze Instagram-Recherche ergab: Kevin Großkreutz ist noch im Urlaub, genauer gesagt in Dubai. Derweil sicherte sich sein Team mit einem Unentschieden (2:2) gegen Arminia Marten und einem fulminanten 15:1 Sieg gegen Grün-Weiss Kley das Ticket für die Zwischenrunde.

Großkreutz mit Trainertalent

Egal war Großkreutz das Auftreten der Mannschaft aber nicht. Das bestätigt Reza Hassani, der andere Teil des Trainerduos, gegenüber RevierSport: „Kevin ist einfach ein Verrückter. Er hat sich gerade in Dubai die Spiele live angeschaut und direkt auch ein paar Nachrichten mit Tipps an uns geschickt.“ Kevin Großkreutz ist eine besondere Persönlichkeit. Immer wieder sorgte er zu seiner Zeit als Profi auf und neben dem Platz für Furore – oft negativ.

Hassani verriet jedoch, wie ernst der gebürtige Dortmunder sein Engagement bei Türkspor nimmt: „Es macht riesigen Spaß mit ihm. Er ist sehr akribisch, wir treffen uns vor jedem Training eine Stunde vorher und gehen alles nochmal durch.“ Hassani spricht auch Großkreutzs Erfahrung an: „Das, was er [im Profibereich] aufsaugen konnte, vermittelt er uns sehr gut. Das ist nicht selbstverständlich, denn nur weil du vorher Profi warst, heißt es nicht, dass du ein guter Trainer wirst.“

„Wir wollen in die Westfalenliga“

Türkspors kommuniziertes Ziel ist der Aufstieg in die Landesliga. Aktuell läuft alles nach Plan. In der Bezirksliga Westfalen, Staffel 8, führt man mit drei Punkten Vorsprung die Tabelle an. Doch gibt es ein längerfristiges Ziel? Ja, wie Reza Hassani ganz konkret formuliert: „Wir wollen in die Westfalenliga. Da wollen wir definitiv auch eine gute Rolle spielen. Wir müssen aber erst gucken, wie wir uns in der Landesliga etablieren.“ 


Weiter verriet er auch, wie es mit Neuzugängen im nächsten Jahr aussieht: „Wir haben schon gute Gespräche für die Sommerperiode geführt. Wenn diese Leute dazukommen und die Truppe zusammenhält, können wir in der Landesliga auch unter den ersten Fünf mitspielen.“

Für Hassani ist der Aufstieg also schon fast beschlossene Sache. Das Weltmeister-Gen scheint Kevin Großkreutz seiner Mannschaft also bereits eingepflanzt zu haben. So avanciert Türkspor Dortmund zu einem der interessantesten Vereine in Dortmunds Amateurfußball. 

Mehr zum Thema