Landesliga WF 3

Türkspor Dortmund: Auf Trainerchaos folgt Trainersuche

Kai Fedrau
20. November 2020, 16:09 Uhr
Foto: Biene Hagel

Foto: Biene Hagel

Als Aufsteiger in die Landesliga Westfalen Staffel 3 hat sich Türkspor Dortmund hohe Ziele gesetzt. Nachdem die Saison chaotisch losging, lief es unter Interimstrainer Dimitrios Kalpakidis zuletzt ordentlich.

Eine turbulente erste Saisonphase der Landesliga Westfalen Staffel 3 geht für den Aufsteiger Türkspor Dortmund in die vorgezogene Winterpause. Bereits nach zwei Spielen trat das damalige Trainerteam um Reza Hassani und Kevin Großkreutz zurück. Der sportliche Leiter Dimitrios Kalpakidis übernahm in der Folge den Job an der Seitenlinie. Unter seiner Direktion holte das Team zehn Punkte aus vier Spielen und steht nun auf dem neunten Tabellenplatz.


Bevor Kalpakidis zu Türkspor wechselte, war er Trainer beim Westfalenligisten TuS Bövinghausen. Mit seinem jetzigen Verein hat er hohe Erwartungen: „Ich bin nicht in die Landesliga gekommen, weil ich um die goldene Ananas spielen will“, sagt Kalpakidis. „Wir haben viele talentierte Spieler und der Verein hat Ambitionen, ganz oben mitzuspielen.“

Türkspor Dortmund möchte ganz oben mitspielen

Zwar steht Türkspor Dortmund momentan lediglich im Tabellenmittelfeld, allerdings hat das Team Corona-beding auch zwei weniger Spiele absolviert als der Großteil der Konkurrenz. Sollten diese Partien gewonnen werden, wäre man punktgleich mit dem Spitzenreiter Kirchhörder SC (17 Punkte). „Unser Ziel ist definitiv, ganz oben mitzuspielen“, sagt der Interimstrainer. 


Entscheidend für dieses weitere Vorhaben sei jedoch, wie die nächsten Wochen verlaufen werden. Der Verein sei bereits auf der Suche nach einer Nachfolge auf den Trainerposten, damit Kalpakidis sich auf die Arbeit als sportlicher Leiter fokussieren kann. „Wir haben jetzt genug Zeit und auch schon mit einigen Trainern gesprochen“, sagt der 41-Jährige. „Vielleicht mache ich es auch erst einmal weiter, bei der Entscheidung setzen wir uns nicht unter Druck.“

Kalpakidis will Pause nutzen

Obwohl die Corona-Pause den Aufwärtstrend der Mannschaft vorerst stoppt, zieht Kalpakidis daraus nun seinen Vorteil. „Jetzt hat man die Möglichkeit, die Mannschaft besser kennenzulernen und an ein, zwei Schrauben zu drehen. Deshalb kommt uns die Pause ganz gelegen.“ 


Die Frage nach dem Zeitpunkt des Wiederbeginns beschäftigt Kalpakidis sehr. „Macht es Sinn, wenn du im Winter bei Minustemperaturen trainierst und dir vielleicht ganz andere Krankheiten einfängst? Wenn du im Januar die Saison vorziehst, werden vermutlich Spiele mancher Vereine platzbedingt abgesagt. Das macht dann auch keinen Spaß.“ Diese Planungsschwierigkeit macht es für Kalpakidis alles andere als einfach hinsichtlich des Trainingsbetriebs.

Den Spielern nun angemessene Trainingspläne zu geben, findet er besonders schwierig, da kein Zeitpunkt des Wiederbeginns bekannt ist. Seine Mannschaft soll sich deshalb nun überwiegend eigenständig fit halten, um im neuen Jahr dann ganz oben angreifen zu können.

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