15.09.2018

Sprockhövel

TSG steht sich zu oft selbst im Weg

Foto: Walter Fischer

Drei der letzten vier Spiele in Sprockhövel hat Westfalia Herne gewonnen. Die TSG will Fehler vermeiden, um dieser Serie ein Ende zu bereiten.

Fünf Spiele, null Punkte, 2:10-Tore, dazu unter der Woche das Aus in der zweiten Runde des Westfalenpokals. Bei Westfalia Herne ist der Saisonstart mächtig in die Hose gegangen. Am Sonntag, um 15 Uhr, gastiert die Elf von Christian Knappmann bei der TSG Sprockhövel. Und auch wenn der Traditionsverein am Ende der Tabelle steht, ist sich TSG-Coach Andrius Balaika sicher, dass die Partie alles andere als ein Selbstläufer wird.


„Herne steht mit dem Rücken zur Wand. Das ist gefährlich. So ein Spiel können wir nur verlieren“, sagt Andrius Balaika und mahnt seine junge Mannschaft die Fehler aus der Vorwoche nicht zu wiederholen. Da führte die TSG nämlich mit 2:0 beim ASC Dortmund, ehe zwei nach dem gleichen Muster gefallene Gegentore aus dem sicher geglaubten Sieg ein Unentschieden machten. „Ich habe das mit den Spielern besprochen, viele von ihnen haben so etwas in ihrer Karriere noch nicht erlebt“, gibt Balaika Einblicke in die Trainingsarbeit unter der Woche.

Auch der Coach hatte nach dem Anschlusstreffer kaum Möglichkeiten einzugreifen. Denn unmittelbar nach dem 1:2 segelte wieder ein langer Ball über die TSG-Defensive und kurz darauf zappelte die Kugel im Netz. „Wir stehen uns momentan selber mehr im Weg als die Gegner“, erklärt der Übungsleiter. Das soll sich möglichst schon am Sonntag gegen Westfalia Herne ändern.

„Mir war von vornherein klar, dass es mit so einer jungen Mannschaft zu Saisonbeginn schwierig wird, konstante Leistungen abzurufen. Aber die Jungs spielen guten Fußball, das macht mir Mut“, sagt Balaika und weiß auch, wo er ansetzen muss: „Wir dürfen uns von der Hektik nicht anstecken lassen, müssen aus unseren Fehlern lernen und über 90 Minuten konzentriert agieren.“Gegen den Tabellenletzten liegt der Fokus zunächst vor allem darauf, den Kampf anzunehmen, alles in die Waagschale zu werfen und sich vom Gegner nicht überraschen zu lassen. „In solchen Phasen, wie der, in der sich Herne momentan befindet, muss man immer mit einer Überraschung des Gegners rechnen. Aber wir müssen auf uns schauen, dürfen uns nicht beeinflussen lassen“, erklärt Andrius Balaika.

Er wird, abgesehen von Luca Hauswerth, der studienbedingt fehlt, einen kompletten Kader zur Verfügung haben. Und beim Gegner? Der zieht Mut daraus, dass er drei der letzten vier Spiele in Sprockhövel gewinnen konnte und zuletzt in erster Linie das Quäntchen Glück fehlte. „Uns fehlten in jedem Spiel neun bis zwölf Verletzte. Und keiner wegen Hasenschnupfen“, bringt es Westfalia-Coach Christian Knappmann auf den Punkt. Er meint: „Die TSG ist kein Fallobst. 

Aber sie liegt auch nicht im selben Regal wie Schalke, Haltern oder Brünninghausen.“ Die 90 Minuten am Sonntag werden Klarheit verschaffen.

Autor: Maximilian Lazar

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