Oberliga WF

TSG Sprockhövel: Traumstart! Mannschaft setzt sich aber nur „Etappenziele“

RevierSport
02. Oktober 2020, 16:22 Uhr
Andrius Balaika, Trainer der TSG Sprockhövel, ist mit dem Saisonstart sehr zufrieden. Foto: Walter Fischer

Andrius Balaika, Trainer der TSG Sprockhövel, ist mit dem Saisonstart sehr zufrieden. Foto: Walter Fischer

15 Punkte aus fünf Spielen – die TSG Sprockhövel hat in der neuen Westfalen-Oberligasaison einen Traumstart hingelegt. Coach Andrius Balaika lobt vor allem die Chemie im Team.

Nur der FC Gütersloh ist dank des etwas besseren Torverhältnisses stärker: Die TSG Sprockhövel findet sich nach fünf absolvierten Spieltagen der neuen Saison auf dem zweiten Platz in der Oberliga Westfalen wieder. Gleichzeitig ist die Mannschaft von Trainer Andrius Balaika noch ohne Punktverlust, alle Partien konnten bislang gewonnen werden. Der Coach macht vor allem die Stimmung in der Mannschaft für den Traumstart verantwortlich. „Vom ersten Training an hat man gemerkt, dass die Körpersprache der Jungs eine ganz andere ist als letzte Saison, wo wir nur 15. wurden. Die erfahrenen Führungsspieler übernehmen das Kommando und nehmen dem Trainerteam somit einiges an Arbeit ab. Wir sind eine echte Einheit auf dem Platz“, berichtet der 45-Jährige.

Dass die Einstellung stimmt, stellte das Team um Kapitän Ibrahim Bulut vor allem am ersten Spieltag unter Beweis: Ein bereits verloren geglaubtes Spiel zu Hause gegen den SC Paderborn II drehte die Balaika-Elf nach 1:3-Rückstand noch in ein 4:3. Das entscheidende Tor durch Bulut fiel erst in der Nachspielzeit. „Das macht uns momentan einfach aus. Wir haben, obwohl die Saison noch jung ist, schon alle möglichen Spielverläufe erlebt. Wir haben die Qualität, Spiele zu drehen und Moral zu zeigen, aber auch die Ausdauer, um dann eben in der Nachspielzeit noch den Lucky Punch zu setzen“, nennt der Trainer die Stärken seines Teams. Auch spielerisch mache seiner Mannschaft zurzeit kaum jemand etwas vor. Auf Top-Niveau sieht Balaika das Team jedoch noch lange nicht: „Dafür ist es noch viel zu früh in der Saison“, stellt er klar.

TSG Sprockhövel denkt in Etappen

Nach einer durchwachsenen letzten Saison hatte sich die TSG Sprockhövel keine großen Ziele gesetzt, Balaika und seine Spieler denken eher in Etappen. „Wir setzen uns gemeinsam immer wieder Zwischenziele, die wir erreichen wollen. Den Start haben wir zwar nicht geplant, aber dass es so gekommen ist, freut uns natürlich umso mehr“, lacht der Übungsleiter. Der Blick auf die Tabelle mache nach fünf Spieltagen jedoch keinen Sinn. „Wir gucken von Woche zu Woche, die bisherige Ausbeute zählt nicht, wenn wir jetzt nicht weitermachen“, merkt Balaika an.

Unter der Woche siegte die TSG mit 2:0 bei Aufsteiger Victoria Clarholz. „Das waren zwei unterschiedliche Halbzeiten, der Gegner war im ersten Durchgang griffiger. In der Halbzeit haben wir uns gesagt, dass wenn wir gewinnen wollen, wir noch eine Schippe drauflegen müssen. Das haben die Jungs dann überragend gemacht und den Sieg sicher nach Hause gebracht“, analysiert der Coach. Nach einem spielfreien Wochenende steht für Sprockhövel als nächstes im Duell zweier ehemaliger Regionalligisten die Auswärtspartie beim TuS Erndtebrück an. 


Autor: Leon Peters

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