Trotz Unruhe beim WSV – Meier denkt nicht an die Zukunft

14.04.2019

RL

Trotz Unruhe beim WSV – Meier denkt nicht an die Zukunft

Foto: Thorsten Tillmann

Nach der herben 0:3 (0:2) Heimpleite des Wuppertaler SV gegen den SC Wiedenbrück sprach Jan-Steffen Meier über den Leistungsabfall, den Liga-Alltag und seine eigene Zukunft. 

Die Nebengeräusche des Vereins interessieren ihn nicht. Sebastian Wickl verschwand nach Abpfiff zügig in der Kabine. Der WSV-Schlussmann bewahrte als bester Mann auf dem Platz seine Mannschaft vor einer weitaus höheren Niederlage gegen den SC Wiedenbrück. Erklären wollte er das Ergebnis nicht. 


Einzig Jan-Steffen Meier versuchte es – wusste aber auch nicht wirklich, wie die deutliche Niederlage entstanden ist. Einen Spannungsabfall nach dem gewonnenen Halbfinale im RevierSport-Niederrheinpokal schloss der 26-jährige Mittelfeldspieler aber aus. Dennoch räumte er ein, dass die Kraft nach der Englischen Woche trotz zwei Regenerationstagen nachgelassen hat.

Der Pokal ist beim WSV nicht im Hinterkopf

„Klar, der Pokal war enorm wichtig. Aber wir wissen, dass wir auch noch in der Liga einige Punkte holen müssen“, erklärte Meier. Nach dem 29. Spieltag befinden sich die Wuppertaler auf dem zehnten Platz der Regionalliga West. Das Polster auf den ersten Abstiegsplatz ist auf acht Zähler geschrumpft. „Wiedenbrück war ein direkter Konkurrent und wir haben uns vorgenommen, auf keinen Fall zu verlieren – die Spannung hätte da sein müssen“, rätselte Meier. Deshalb schätzt er es umso wichtiger ein, sich schnell zu regenerieren. „Es geht weiter gegen eine Mannschaft, die tabellarisch auch bei uns in der Nähe ist und da müssen wir definitiv Punkte holen“, forderte Meier. Am kommenden Samstag (20.04., 14 Uhr) geht es für die Rot-Blauen zur U23 von Fortuna Düsseldorf.

Für Jan-Steffen Meier gibt es keine Ausreden

Mit den Nebengeräuschen des Vereins möchte sich Meier derzeit nicht befassen. Die Trennung von Adrian Alipour, zahlreiche Rücktritte im Vorstand und Verwaltungsrat und die brenzlige finanzielle Situation haben in den vergangenen Wochen immer wieder für Unruhe im Umfeld des Wuppertaler SV gesorgt. Wie Vorstandssprecher Alexander Eichner auf der Jahreshauptversammlung mitteilte, werde die Insolvenz immer ein stetiger Begleiter des Klubs sein

Meier ist einer der Spieler, der vertraglich noch längerfristig- bis Sommer 2021 -  an den WSV gebunden ist. „Gedanken macht man sich zwar, aber wir als Spieler können da nicht viel machen, außer auf dem Platz unsere Leistung zu bringen. Deshalb denken wir nicht daran, was in der nächsten Saison ist“, befand er. Dennoch gab er zu, die unruhige Lage des WSV nicht komplett ignorieren zu können. „Ab und an spricht man in der Kabine darüber. Aber wenn ich auf dem Platz bin, denke ich nicht daran. Deshalb lasse ich das auch nicht als Entschuldigung für schlechte Leistungen gelten“, führte Meier aus. 

Autor: Julian Preuß

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