Trotz Horror-Bilanz: RWE glaubt an Klassenerhalt

18.02.2019

U17

Trotz Horror-Bilanz: RWE glaubt an Klassenerhalt

Foto: Michael Gohl

17 Spiele, null Siege, vier Remis, 13 Niederlagen, 9: 47 Tore: Für die U17 von Rot-Weiss Essen ist die aktuelle Bundesliga-Saison eigentlich nur ein Lehrjahr. Doch Trainer Simon Hohenberg hat noch nicht aufgegeben.

"Man mag uns für verrückt halten: Aber wir glauben immer noch an den Klassenerhalt. Wir haben jetzt gegen Münster ein gutes Spiel absolviert, welches wir hätten gewinnen müssen. Wenn du aber da unten stehst, dann hast du auch in den entscheidenden Situation kein Glück", meinte Hohenberg nach dem 1:1 bei den Preußen.

Elf Punkte beträgt der Rückstand der Essener aktuell auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Vereine wie der FC Hennef (17 Punkte) oder SG Unterrath (20) machen es Rot-Weiss, das nur vier Zähler auf der Haben-Seite hat, vor, wie man in der U17-Bundesliga bestehen kann. "Unterrath hat eine tolle Jugendarbeit. Der FC Hennef profitiert in diesem Jahrgang viel vom 1. FC Köln. Die Jungs, die es dort nicht geschafft haben, spielen in Hennef. Wir haben Respekt für die Arbeit bei diesen kleineren Klubs. Auf Strecke sehe ich uns aber stärker. Manchmal passt es einfach, dass man einen guten Jahrgang erwischt", erklärt Hohenberg.

Über einen nicht so guten Jahrgang können nicht nur die Essener, sondern auch Nachbar FC Schalke 04 einiges erzählen. Für die Schalker, die nur auf Platz sieben und vier Punkte vor der SG Unterrath liegen, läuft die Serie desaströs. nach dem 0:5 im Derby bei Borussia Dortmund fand Trainer Frank Fahrenhorst deutliche Worte: "Wenn man sieht, wie wir die ersten vier Tore bekommen, so etwas darf einfach nicht passieren. Ja, das hat dann vielleicht auch einfach mal etwas mit der Qualitätsfrage zu tun, die wir dann stellen müssen. Das war einfach zu billig. Ich kann das vorhandene Personal einschätzen. Wir hatten schon vor der Saison darauf hingewiesen, dass es mit dem Jahrgang eine schwierige Saison werden kann. Das hat sich leider ein bisschen bestätigt. Weil wir da in gewissen Bereichen sind, wo nach oben nichts mehr geht und nach unten auch nichts mehr.“

Am kommenden Wochenende geht es für Schalke nach Essen zu Rot-Weiss. RWE will ausgerechnet gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen den ersten Saisonsieg einfahren. Warum auch nicht? Schon das Hinspiel ging 1:1-Remis aus und RWE will jetzt den Sieg. "Klar, bei Schalke sind jetzt viele Augen auf die U17 gerichtet. Die 0:5-Niederlage in Dortmund hat den Verantwortlichen weh getan. Uns darf das aber nicht interessieren. Wir werden auch gegen Schalke auf Sieg spielen. Etwas anderes bringt uns in unserer Situation auch nicht weiter", betont der 32-jährige Hohenberg.

Autor: Krystian Wozniak

Kommentieren

19.02.2019 - 15:25 - knallroteressener

Lieber Simon Hohenberg,gehe mal in dich und rüttel dich wach.

19.02.2019 - 13:32 - Brauer

"Man mag uns für verrückt halten: Aber ......!

Mit dieser Einschätzung liegt Simon Hohenberg nicht ganz falsch. Mensch, unsere Erste verarscht uns schon seit Jahren, jetzt muss nicht auch noch eine Jugendtrainer auf diesen Zug aufspringen wollen.

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