06.11.2018

3. Liga

Trotz dritter Pleite in Serie - KFC-Trainer optimistisch

Foto: dpa

Der KFC Uerdingen droht nach der bitteren Last-Minute-Pleite bei Spitzenreiter VfL Osnabrück (1:2) die Aufstiegsränge in der 3. Liga immer weiter aus den Augen zu verlieren. Trainer Stefan Krämer sieht dennoch weiter wenig Gründe zur Kritik.


Nach Christopher Schorchs Führungstreffer in der 56. Minute schienen die Niederlagen der letzten zwei Wochen für kurze Zeit keine Rolle mehr in den Köpfen der Krefelder gespielt zu haben. Doch laut Stefan Krämer war es nicht nur das „viel zu schnelle 1:1“, das das Blatt zum Wenden brachte. Der Knackpunkt war vielmehr die Gelb-Rote Karte gegen Maximilian Beister nach 65 absolvierten Spielminuten. „Bis dahin war das Spiel sehr ausgeglichen. Ich bin mir sicher, wenn wir elf Mann bleiben, verlieren wir niemals“, rechtfertigte sich Krämer und stellte die ein oder andere Entscheidung des Unparteiischen Daniel Schlager in Frage.

„Der Schiedsrichter hat sich selbst viel zu früh unter Druck gesetzt und für Fouls Gelb gegeben, die nicht gelbwürdig waren. Es war ein offenes Kampfspiel, ein Platzverweis gegen uns war nur eine Frage der Zeit“, ärgerte sich der 51-Jährige, dessen Team dem Gegner mit seinem enorm hohen Pressing einige Probleme bereitete. Dass das 1:2 in der Nachspielzeit dann ausgerechnet durch einen „berechtigten Handelfmeter“ fiel, wie Krämer empfand, war besonders bitter für den KFC.

Krämer identifiziert sich weiter mit dem Klub

Osnabrück-Trainer Daniel Thioune wird es egal gewesen sein, nach Abpfiff war der Jubel über die ausgebaute Tabellenführung riesengroß. „Das 0:1 war ein Weckruf. Die Mannschaft war sofort da und hatte das ganze Stadion hinter sich. Es ist kein Selbstläufer, in der Nachspielzeit vom Punkt so cool zu bleiben wie Marcos Alvarez“, freute sich der 44-Jährige über seinen Topscorer. Während der VfL den Vorsprung auf Platz drei bereits auf sechs Punkte ausbauen konnte, reichte es für den KFC trotz verbesserter Einstellung und Leistung im Vergleich zu den letzten beiden Spieltagen erneut nicht zu etwas Zählbarem.

Dass sich der KFC-Trainer so langsam auch an die eigene Nase fassen muss, war dem gebürtigen Mainzer natürlich auch bewusst. „Dass es jetzt bei uns ungemütlich wird, ist klar. Aber ich stehe mit allem, was ich habe, vor der Mannschaft, komme jeden Tag mit voller Begeisterung an die Grotenburg und werde weiter mein Bestes geben“, blickte Krämer weiter optimistisch nach vorne. Beim Drittligaschlusslicht Eintracht Braunschweig muss definitiv wieder ein Sieg her. Ansonsten dürfte die Geduld von KFC-Boss Mikhail Ponomarev auch für Stefan Krämer so langsam am Ende sein. 


Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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06.11.2018 - 18:11 - Heinrich J.

Wenn ich fast jede Woche die gleiche Mannschaft spielen lasse, die seit Wochen teilweise einen solchen Mist spielen, kann das Spiel einfach nicht besser werden. Wie will ich dann die anderen Spieler motivieren , die überhaupt keine Chance bekommen. Es werden immer die gleichen Leute ein-und ausgewechselt.

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