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Trotz Derbyklatsche: Sinsen gibt nicht auf

Justus Heinisch
06. Mai 2019, 16:30 Uhr

Foto: RS

Der TuS 05 Sinsen setzte das Westfalenliga-Derby bei der SpVgg. Erkenschwick mit 1:4 in den Sand. Dennoch hat Sinsen weiterhin Chancen auf den Titel.


Klar, die deutliche Pleite im nur knapp sechs Kilometer entfernten Erkenschwick tat dem TuS 05 richtig weh. Denn er verpasste die dicke Möglichkeit, den RSV Meinerzhagen, der spielfrei hatte, von der Tabellenspitze zu stoßen. "Wir waren in vielen Sachen nicht präsent", ärgerte sich Sinsens Trainer Antonios Kotziampassis. "Das war von dem Zweikampfverhalten und der Laufbereitschaft nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Und dann haben wir noch ein, zwei Riesenböcke gemacht." Folglich ging Erkenschwick mit einer komfortablen 3:1-Führung in die Pause. Sinsen besserte sich nach dem Wiederanpfiff, doch die Hypothek war zu groß. Statt eine Aufholjagd zu starten, lief Sinsen in einen Konter - 1:4.

"Der Zeitpunkt tut richtig weh. Wir spielen bislang eine richtig tolle Saison", hadert Kotziampassis. Ziel war es vor der Spielzeit, zwischen Platz fünf und neun zu landen. Nach einer bärenstarken Hinrunde korrigierte der TuS sein Ziel. Es sollte unter die ersten vier gehen. "Jetzt hoffe ich, dass wir unter die ersten drei kommen", merkt Kotziampassis an. "Wir haben die meisten Siege bislang in der Liga."

Der Kapitän musste aufhören

Und das, obwohl Sinsen ein blutjunges Team hat: "In Erkenschwick waren wir mit einer gefühlten U23. Wir sind auf dem richtigen Weg!" Schwer wiegt nicht nur daher der Wegfall von Kapitän Timo Koschollek. "Er war ein Garant in der Abwehr", gesteht der Trainer. Aufgrund einer Verletzung musste er jedoch seine Laufbahn beenden.

Ansonsten sind alle Mann an Bord für die verbleibenden zwei Ligapartien. Es geht erst gegen den DSC Wanne-Eickel und dann gegen Concordia Wiemelhausen. Kotziampassis bleibt gelassen. Er nimmt es so, wie es kommt: "Wenn wir kein Meister werden, ist das kein Beinbruch. Keiner reißt den Spielern den Kopf ab." 


Zumal die Voraussetzungen ganz andere sind, als zum Beispiel beim Team aus Meinerzhagen, das mit Nuri Sahin einen bekannten Mentor im Rücken hat. Kotziampassis sagt: "Unsere Ziele waren ganz andere. Auch von den Strukturen und vom Etat her gesehen. Aber klar, das ist schon ärgerlich, wenn man so lange oben mitspielt und dann ein, zwei Niederlagen kassiert, die vermeidbar gewesen sind."

Und deshalb hat Kotziampassis noch nicht aufgesteckt: "Keiner hat den Aufstieg erwartet. Aber klar, Ziele muss man haben." Will heißen: Sinsen will zwei Siege aus zwei Spielen - und dann schauen, ob es für die Meisterschaft reicht. 

Autor: Justus Heinisch

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