Trainerwechsel bei Al-Arz Libanon! Wie RevierSport exklusiv erfuhr, haben sich der Tabellen-Sechste der Kreisliga A und Trainer Issa Allouche in beiderseitigem Einvernehmen getrennt.

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Trainerwechsel bei Essener A-Ligisten

17. Dezember 2018, 22:20 Uhr
Foto: Al-Arz Libanon

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Trainerwechsel bei Al-Arz Libanon! Wie RevierSport exklusiv erfuhr, haben sich der Tabellen-Sechste der Kreisliga A und Trainer Issa Allouche in beiderseitigem Einvernehmen getrennt.

Der Ex-Profi, der auch für Rot-Weiss Essen spielte, ist beruflich so stark eingebunden, dass er das Traineramt an der Bäuminghausstraße nicht mehr ausüben kann. Al-Arz entsprach Allouches Rücktrittswunsch.


Einen Nachfolger will Al-Arz in den nächsten Tagen präsentieren. Heißer Anwärter auf die Allouche-Nachfolge ist nach Informationen dieser Redaktion Cengiz Temur. Dieser ist aktuell als Sportlicher Leiter beim Liga-Konkurrenten SG Altenessen tätig.

"Ich muss in den nächsten Wochen, Monaten an mich, meine Familie und den Beruf denken. Deshalb habe ich wirklich keine Zeit mehr auf die Aufgaben bei Al-Arz. Es ist mir nicht leicht gefallen, zu gehen. Ich habe sehr lange gelitten und hin und her überlegt. Aber aktuell ist es einfach besser, wenn ich eine Pause einlege", erklärt der 46-jährige Allouche seinen Rücktritt. Was in ein paar Monaten ist, weiß er nicht: "Sag niemals nie. Natürlich kann ich mir eine Rückkehr auf die Trainerbank vorstellen. Fußball ist mein Leben. Ich kenne kein Wochenende ohne Fußball."

18 Monate war der ehemalige libanesische Nationalspieler für Al-Arz Libanon tätig. Eine Zeit, in der es Höhen und Tiefen gab. "So ganz bin ich mit meiner Arbeit nicht zufrieden. Ich habe immer wieder versucht den Jungs zu vermitteln, wie wichtig die körperliche Verfassung ist. Die Physis ist das A und O - auch in der Kreisliga. Wenn du keine Kraft hast, dann kannst du auch nicht gut spielen. Es nutzt nichts, wenn du ein begandeter Fußballer bist, aber nur für 30 Minuten Luft hast. Das ist zu wenig. Doch sah ganz habe ich es nicht geschafft die Jungs zu überzeugen. Wir haben oft nur ein Mal in der Woche trainiert, weil viele Spieler nicht erschienen sind. Das sind Dinge, die mir nicht gefallen haben. Auf der anderen Seite haben wir trotz dieser Widrigkeiten sportlich überzeugt. Das macht mich dann auch ein wieder ein bisschen stolz. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei dem Verein und seinen Verantwortlichen, allen voran Nemr Fakhro, für die tolle Zeit."

Al-Arz-Präsident Fakhro bedauert Allouches Entscheidung, kann diese aber auch nachvollziehen: "Im Leben gibt es noch wichtigere Dinge als Fußball. Issa braucht Zeit für seine privaten Dinge. Das ist völlig nachvollziehbar. Trotzdem finden wir es schade, dass er geht. Er ist ein hervorragender Trainer und toller Mensch, der bei Al-Arz einen super Job gemacht hat."

Autor: Krystian Wozniak

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