In der Landesliga Staffel 3 ist der der SV Wacker Obercastrop souveräner Tabellenführer. Diese Vormachtstellung möchte man nun bestätigen, trotz Kampfansage der namhaften und ambitionierten Konkurrenz. 

Landesliga 3

Tabellenführer Wacker Obercastrop geht „demütig“ in die Rückrunde

Chris McCarthy
07. Januar 2020, 12:49 Uhr

Trainer Aytac Uzunoglu hat bei Wacker Obercastrop verlängert (Foto: Ralph Bodemer)

In der Landesliga Staffel 3 ist der der SV Wacker Obercastrop souveräner Tabellenführer. Diese Vormachtstellung möchte man nun bestätigen, trotz Kampfansage der namhaften und ambitionierten Konkurrenz. 

Zum Jahreswechsel steht der SV Wacker Obercastrop mit 43 Punkten nach 17 Spielen souverän mit neun Zählern Vorsprung auf Platz eins der Landesliga Staffel 3. „Damit war nach den ersten drei Spielen nicht zu rechnen“, gesteht der Sportliche Leiter Steffen Golob im Gespräch mir RevierSport. Wakcer Obercastrop startete mit nur einem Sieg und zwei Niederlagen in die Saison. Es würden bis zur Winterpause die letzten bleiben. Es folgten 13 Siege und ein Unentschieden. „Den Vorsprung haben wir uns durch diesen Lauf natürlich hart erarbeitet“, erklärt Golob, der zugleich als Co-Trainer tätig ist.

Und für die Qualität des Trainers, denn die Hinrunde war eine Fortsetzung der kontinuierlichen positiven Entwicklung unter Aytac Uzunoglu. Folglich ist Golob erleichtert, dass dieser seinen Vertrag vorzeitig bis zum Sommer 2021 verlängert hat: „Er ist seit zweieinhalb Jahren Cheftrainer. Dabei ging es sportlich bergauf und er holt aus der Gruppe das Maximum heraus. Er hatte viele Anfragen, hat sich aber dafür entschieden, in seiner Heimatstadt zu bleiben. Darüber sind wir sehr froh.“ 

Mengert soll Duah ersetzen

Ausschlaggebend für einen Verbleib Uzunoglus war laut Golob auch die sportliche Perspektive. Trotz der namhaften Konkurrenz,  „man darf nicht vergessen, dass wir mit Bövinghausen, Kirchhörder SC und I.G. Bönen richtige Brocken drin haben", winkt der Aufstieg. Dazu muss Wacker Obercastrop die Hinrunde allerdings bestätigen. Das weiß auch der sportliche Leiter: „Die Rückrunde wird mindestens genauso schwierig. Wir brauchen nochmal so eine Top-Performance, damit wir etwas Zählbares in der Hand haben. Wir haben aber die Qualität und eine Mannschaft, die zusammengewachsen ist.“

Mit Dirk Jasmund und Elvis Shala stehen beispielsweise zwei ehemalige Spieler von Rot-Weiss Essen im Kader, die über Regionalliga-Erfahrung verfügen. Einen schweren Verlust muss der Tabellenführer allerdings verkraften. Innenverteidiger Jürgen Duah muss aus zeitlichen Gründen kürzer Treten. Golob hofft allerdings, dass der Verein das kompensiert hat. Christian Mengert kommt von Phönix Bochum und bringt von seiner Zeit beim FC Kray und dem VfL Bochum ebenfalls einiges an Regionalliga-Erfahrung mit. "Das ist menschlich und sportlich eine tolle Verpflichtung und eine Art Eins-zu-eins-Ersatz", kommentiert Golob. 

Kampfansage aus Bövinghausen „Bestätigung“ für die Mannschaft

Der SV Wacker Obercastrop ist für die Rückrunde also gewappnet. Die Kampfansage aus Bövinghausen sorgt dabei eher für Motivation. Der Präsident des ehemaligen Legat-Klubs, Ajan Dzaferoski, betonte kürzlich: „Wir werden Wacker Obercastrop in der Rückrunde jagen. Die sollen erstmal alles gewinnen.“

Golob nimmt es gelassen: „Das ist deren Meinung, wir schauen nur auf uns. Unsere Mannschaft freut das, das ist eine Bestätigung, wenn eine Mannschaft, die mit solchen Spielern bestückt ist, uns jagt, das ist eine Anerkennung. Der Ball liegt jetzt bei Bövinghausen, sie wollen es mit aller Macht. Wir respektieren sie und gehen ganz demütig in die Rückrunde.“

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08.01.2020 - 07:18 - asaph

Die Demut wird immer gewinnen gegegn Schreihälse wie aus Bövinghausen. Go BWO!