Landesliga Westfalen 3

SV Wanne: Pepe kann momentan „Jammern auf hohem Niveau“

Kai Fedrau
26. Dezember 2020, 11:00 Uhr
Foto: Alexa Kuszlik

Foto: Alexa Kuszlik

Als einzig ungeschlagenes Team der Landesliga Westfalen 3 steht der SV Wanne 11 auf Platz sieben. Trainer Franko Pepe ist bislang hochzufrieden mit seinem Team und hofft auf ein baldiges Ende der Wartezeit.

Nach erst sechs gespielten Partien steht der SV Wanne 11 derzeit im oberen Tabellendrittel der Landesliga Westfalen 3. Das Team von Trainer Franko Pepe bewahrt sich durch den guten Start weiterhin die Möglichkeit auf die Spitze, sobald die Nachholspiele absolviert wurden.


„Mit jedem Spiel war ich sehr zufrieden“, resümiert Pepe. Hier und da gibt sieht er jedoch auch Verbesserungspotenzial. Im RevierSport-Interview spricht der Wanne-Coach über die lange Fußballpause und blickt auf das neue Jahr.

Franko Pepe, die Saison wurde erneut unterbrochen. Was war bisher Ihr Moment der Hinrunde?
Generell kann man sagen, dass wir in den sechs Spielen überzeugt haben. Wir haben noch keine Niederlage hinnehmen müssen und hätten durchaus mehr Siege haben können, weil wir hier und da unsere Chancen nicht richtig genutzt haben. Mit der bisherigen Hinrunde bin ich eigentlich durchweg zufrieden. Ein besonderer Moment war jedoch nicht dabei. Ob der Punktgewinn beim 1:1 gegen Türkspor Dortmund, die als Aufstiegsaspirant gelten, oder das 1:1 gegen FC Frohlinde: Mit jedem Spiel war ich sehr zufrieden. Lediglich die Chancenauswertung hätte teilweise besser sein können, das ist aber Jammern auf hohem Niveau.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?
Ich wünsche mir, dass es überhaupt weitergeht und wir gemeinschaftlich wieder auf den Platz dürfen. Sportlich gesehen will ich, dass es so weitergeht wie zuletzt. Ich hoffe, dass die Jungs gesund bleiben und dann weiter ihre guten Leistungen abrufen können. Die ersten sechs Spiele waren sehr ordentlich und ich wünsche mir das auch für die folgenden Spiele – wenn es denn irgendwann weitergeht.

Wie fußballverrückt sind Sie im Amateurbereich und wie erleben Sie nun diese unfreiwillige lange Fußballpause?
Wenn man seit dem 4. Lebensjahr mehrmals die Woche auf dem Fußballplatz steht, ist es nun sehr schwierig. Das Miteinander mit den Jungs und dem gesamten Verein fehlt einfach sehr. Da spreche ich wohl auch für den Großteil der Amateurfußballer. Wenn man ein paar Wochen Sommerpause hat, ist es etwas Schönes. Diese lange Zeit im Moment ist aber sehr schwierig für uns alle. Wir wollen wieder auf und neben dem Platz Spaß miteinander haben.


Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist? Oder denken Sie, dass die Krise dem Fußball allgemein schadet?
Dass sie dem Fußball schadet, denke ich nicht. Zwar kann ich nur für unseren Verein sprechen, aber wir sind alle weiterhin heiß drauf, wenn es wieder auf den Platz geht. Ich denke, dass die Euphorie weiterhin groß sein wird und bezweifle, dass sich jetzt jemand ein neues Hobby sucht. Ich persönlich verbringe im Moment viel Zeit mit der Familie – das ist auch schön. Dennoch versuchen wir im Verein weiter den Kontakt zu bewahren. Wir hoffen, dass es schnellstmöglich weitergeht, aber die Überbrückungszeit kriegen wir auch irgendwie rum. In der Zeit guckt man sich halt Fußball im Fernsehen an.

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